WLAN
Ausbau des WLAN-Netzes bis Ende 2018 auf dem Campus
Bald an jeder Ecke? Das WLAN-Netz soll ausgebaut werden.  Foto: RUB, Marquard,  Bearbeitung: lor

Campus. Endlich eduroam in der Cafete in GA? In den kommenden zwei Jahren wird eine Netzwerkgruppe des Dezernats 5 für Gebäudemanagement und -betrieb WLAN auf dem Campus ausbauen.

Unterwegs fast immer kostenlos online sein – vielleicht auch bald in Deutschland möglich
Der Hotspots sind viele, doch wirklich frei sind nur wenige: An der Drehscheibe hat man unter anderem die Wahl zwischen eduroam, dem Bochum-Marketing-Hotspot, dem Starbucks-Zugang oder dem Freifunk. Foto: visualhunt.com/alx/mar
Kostenloses WLAN für alle? Wer in Deutschland ohne mobiles Datenvolumen unterwegs ist, kann schon mal lange nach Hotspots suchen. Während in anderen Ländern etwa Cafés selbstverständlich einen Internetzugang für Smartphone oder Laptop anbieten, hat man hier mit Passwörtern, Volumenlimits und fragwürdigen AGBs zu kämpfen. Digitalminister Dobrindt rückt endlich davon ab, den Status quo zu erhalten. Stattdessen gibt er die EU-Vorgaben als seinen Vorstoß aus, Deutschland modern zu machen. Bis dahin gibt es Mittel und Wege, auch unterwegs kostenlos online zu sein. Lest mehr hier.
:Die Redaktion
„Störerhaftung“ in Deutschland auf der Kippe – bald freies WLAN für alle?
Freier Zugang ins Netz: Der Bundesminister für digitale Infrastruktur, Alexander Dobrindt, bringt vielleicht doch eine Reform in Gang. Foto: flickr.com / Initiative D21 (CC BY-SA 2.0)

Was öffentliches WLAN angeht, gilt ausgerechnet der „Innovationsstandort“ Deutschland als Entwicklungsland. Grund dafür ist die sogenannte „Störerhaftung“, die bei illegalen Downloads nicht den oder die RunterladendeN verantwortlich macht, sondern die Person, die den Netzzugang stellt. Digitalminister Alexander Dobrindts Partei CSU wollte dies noch stärker rechtlich verankern. Aufgrund eines EU-Gutachtens will der Minister die Störerhaftung nun doch abschaffen. Dass es aber ohnehin anders geht, zeigt die Initiative Freifunk – auch in Bochum.

Freies WLAN in der Innenstadt: Ist Bochum auf dem Weg zur Online-City?
Die Online-City kann kommen: Zunächst ist das kostenfreie Surfen jedoch auf den markierten Bereich begrenzt. Quelle: Google Maps; mb

Was zunächst als geheimnisumwobenes Projekt angekündigt wurde (die :bsz 1047 berichtete), ist vor einigen Wochen offiziell gestartet. Seit Ende Juni können PassantInnen uneingeschränkt in der Bochumer FußgängerInnenzone das kostenlose WLAN der Stadt nutzen. Wo es das gibt, wie es funktioniert und was die ersten Erfahrungsberichte sagen, haben wir für Euch eingeholt.

Betreten auf eigene Gefahr: Bald auch in Bochum exklusiver Handybereich auf den Gehwegen?
Achtung, Gegenverkehr! Womöglich wird auch Bochum nach der angekündigten Einrichtung des kostenlosen WLAN-Netzwerks eine Smartphone-Spur in der Fußgängerzone brauchen. Illustration: mb; Foto: rob pegoraro / flickr.com

Die USA und China haben es bereits vorgemacht: In beiden Ländern erschienen als Teil eines sozialen Experiments plötzlich extra Spuren auf dem Bürgersteig – eigens ausgewiesen für Smartphone-NutzerInnen, die den Blick partout nicht von ihrem Display abwenden können.

Bald kostenloses WLAN in der Bochumer Innenstadt – ein geheimnisumwobenes Projekt
Schritt für Schritt: Zunächst werden PassantInnen nur im markierten Bereich surfen können (wann genau, ist noch unklar), später soll die WLAN-Zone auch auf das Bermuda3Eck und die Wattenscheider Innenstadt ausgeweitet werden. Foto/Darstellung: mb/Google

Was in Skandinavien längst Alltag ist, scheint in unseren Gefilden noch ein Wunschtraum zu sein: kostenfreies WLAN, und zwar flächendeckend. Die Stadt Bochum will das nun ändern und die Fußgängerzone mit freiem Internet ausstatten. Über die Rahmenbedingungen wird allerdings noch gepflegt geschwiegen – deswegen fragten wir direkt bei den Verantwortlichen vom Stadtmarketing nach.

Kommentar: Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß

Wir brauchen es zunehmend, wie die Luft zum Atmen – freies WLAN überall und zu jeder Zeit. Die Stadt Bochum plant nun, das tiefe digitale Luftholen allen PassantInnen in der Innenstadt zu ermöglichen (siehe Seite 3 oben). Digitale Junkies dürften also erleichtert aufatmen. Auf in die Kortumstraße, Smartphones raus, einwählen – lossurfen! Was dabei genau passiert, interessiert uns nicht. Hauptsache, es läuft. Verantwortlich sind schließlich andere.