Studentenbewegung
Der Einfluss von Maos Lehren an der RUB: die Anfänge
Der Vorsitzende grüßt aus Zeitung: Ein ganzseitiges Mao Portrait in der :bsz vom 4. Juni 1970.  Quelle: :bsz-Archiv
Die chinesische Kulturrevolution, die mit einer großangelegten Säuberungsmaßnahme gegen Staat, Partei und Bevölkerung einherging, wird fünfzig. Die totale Umkrempelung der Gesellschaft unter maßgeblicher Führung von Studierenden machten Mao und seine Ideen auch in der Bundesrepublik und an der RUB durchaus populär.
 
50 Jahre RUB: Eine Chronik
Die wilden 70er: „Die Bogestra ist ungeheuer / erstens scheiße / zweitens teuer“, hieß es damals – und Proteste gegen Ticketpreise wurden polizeilich bekämpft. Fotoquelle: :bsz 75, 7. April ’71
1960Bochum gewinnt gegen Dortmund! Ja, 102:87 steht es am Ende für Bochum gegen den Ruhrpott-Rivalen aus Dortmund. Was sich für VfL-Fans wie ein schöner Traum anhört, ist aber keine Fußball-Episode, sondern das Abstimmungsergebnis des Landtages über den Standort der ersten Universität für das Ruhrgebiet. Am Ende steht ein klarer Kantersieg der Querenburger „Provinz“ über die Dortmunder Metropole. Erst 1968 zog Dortmund mit der TU als Universitätsstadt nach.
 
19642. Januar Der deutsche Aktienindex (DAX) verzeichnet einen Boom der Betonindustrie. 
Erinnerung an die Studierendenbewegung: Ausstellung über die Gründerstudierenden
Trotz Protestbewegung: Gechillt wurde auf den Campus-Wiesen auch schon in der Gründungszeit. Foto: WKMüller

Nachdem die Ausstellung „Wir Gründerstudenten“ im Bürgersaal des Unicenters letzte Woche zu Ende ging, folgt nun ein Internetauftritt. Mit der Resonanz sind die Veranstalter um den ehemaligen AStA-Vorsitzenden Roland Ermrich und den Autor Dr. Willi Bredemeier zufrieden. Allerdings kritisieren sie, dass die Ruhr-Uni das Projekt nicht offiziell unterstützt hat.

:bsz-Mitbegründer Ulrich Dröge erzählt von den Anfangstagen der Zeitung
Anständige Studierende: In der 60er Jahren ging man noch mit Anzug und Krawatte in die Universität. Quelle: Universitätsarchiv Bochum, Dep. Staatl. Bauamt Bochum 02, Nr. 67.0140 (© Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW)

Was mich immer wieder erstaunt: Dass so viele Generationen von journalistisch interessierten Studierenden motiviert waren – und noch immer motiviert sind –, die :bsz am Leben zu erhalten.

Ein Konzept mit Ewigkeitsgarantie hatten wir, die GründerInnen und redaktionell Verantwortlichen von 1967/68, nicht vorlegen wollen. Dem damals neugewählten „Vorstand“ der Studierendenschaft (der Begriff AStA kam erst später zu Ehren) war nur eines klar: Er brauchte ein publizistisches Organ, um für seine Existenz und seine Pläne zu werben; die Studierenden, ihr Parlament und die Fachschaften brauchten ebenfalls eine Plattform, um Meinungen und Vorschläge breiter öffentlich zu machen.