Schauspielhaus
Henrike Klehr gewinnt NRW-Slam-Landesmeisterschaft
Kann es selbst kaum fassen: Henriette Klehr, die vom Altstadtschmiede-Slam in Recklinghausen entsandt wurde, ist die beste Slammerin NRWs 2016. Foto: Apad Gyukits

Henrike Klehr ist die neue NRW-Landesmeisterin im Poetry Slam. Im Schauspielhaus setzte sie sich im Finale gegen Johannes Floehr und Tom Schildhauer durch.

Bochums südwestliche Innenstadt: (Klein-)Kunst an jeder Ecke
Theater unter Gleisen: Rottstr5. Foto: Rottstr5Theater

„Bochum, ich komm’ aus dir!“ Die Zeile von Grönemeyers Ode an seine Stadt ist auch vielen Externen ein Begriff – ob aus Flensburg, Konstanz, Saarbrücken oder Passau: Alle verbinden mit Bochum das Lied und können sich eventuell noch an Starlight-Express erinnern. Ohne das schlecht zureden, gibt es doch noch viele weitere kulturelle Möglichkeiten in der Stadt.

Welttag der kulturellen Vielfalt für Dialog und Entwicklung

Kunst verbindet Menschen. Sei es, weil man ähnliche Vorstellungen davon hat, was denn nun „gute“ Musik ist oder weil man sich über die unterschiedlichen Ansichten zu „richtigem“ Theater austauschen kann.

„Lampedusa“ im Schauspielhaus in Bochum
Stefano zwischen Himmel und Hölle: Ist die Migrationswelle nicht eine große Chance für das alte Europa? Foto: Diana Küster

Anders Lustgartens Stück „Lampedusa“ wurde jetzt in der Inszenierung von Olaf Kröck im Schauspielhaus Bochum erstmalig in deutscher Sprache aufgeführt. Ein emotionaler und hochpolitischer Abend.

Lampedusa – Trauminsel für europäische UrlauberInnen, Ziel für Geflüchtete aus Tunesien, Libyen und anderen nordafrikanischen Ländern, die über das Mittelmeer dem Krieg und der Hoffnungslosigkeit entfliehen. Dass viele diesen steilen Weg mit überfüllten Booten nicht überleben, thematisiert der junge britische Autor Anders Lustgarten, teils unbequem und mit starker Globalisierungskritik. 

Die Bühne: ein riesengroßer Wäschehaufen in einem Wasserbecken. Mittendrin die beiden Hauptakteure Stefano und Denise.  

 
Das Bochumer Schauspielhaus startet in die neue Theatersaison
Sommerpause ist vorbei: Das Schauspielhaus Bochum startet in die neue Spielzeit.	Foto: Thomas Aurin

Von Tschechow bis Monty Python: mit einem breiten Programm startet das Bochumer Schauspielhaus in die neue Spielzeit. Premiere feiert unter anderem der Tschechow-Klassiker „Der Kirschgarten“ und „Hiob“ nach dem Roman von Joseph Roth. Mit „Das Fleischwerk“ wird es zudem eine sozialkritische Uraufführung auf der Bühne geben. Die :bsz sprach mit dem geschäftsführenden Dramaturgen.

Abschlusskonferenz des Detroit-Projekts im Schauspielhaus
Weg mit Wachstum. Dafür plädierte Niko Paech bei der Detroit-Abschlusskonferenz. Foto: bent

Sterbehilfe für Opel: Kluge Köpfe beschäftigten sich bei der Abschlusskonferenz des Detroit-Projekts im Schauspielhaus mit der Frage, wie es nach der Schließung des Opel-Werks in Bochum weitergehen kann. Alle waren sich einig: Es gibt eine Welt ohne Wachstum. Das zeigte vor allem der Wirtschaftswissenschaftler Niko Paech in seinem Vortrag.

DIE BRETTER, DIE DIE STADT BEDEUTEN – Teil III: Saisonstart im Schauspielhaus mit Handke-Stück, Delikatessen und einer Almodóvar-Adaption
Bühne frei! Geschäftsführender Dramaturg Olaf Kröck unterhielt sich mit der :bsz über den neuen Spielplan. Foto: bent

Glücksstau und Filmadaptionen: Mit zwei Premierenwochenenden lud das Bochumer Schauspielhaus zur neuen Theatersaison ein. Nach dem Handke-Werk „Die Unvernüftigen sterben aus“ und einer Aufführung von Tschechows „Onkel Wanja“, feierten nun auch die Filmadaptionen „Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs“ und „Delikatessen“ Premiere. Olaf Kröck, geschäftsführender Dramaturg, verspricht ein abwechslungsreiches Programm, das auch Studierende anlocken wird.

Hate Poetry – Rassismus ist nicht tot, aber ausgeliefert ist man ihm nicht
Hate Poetry im Prinz-Regent-Theater: Die SlammerInnen nehmen es mit Humor. Foto: tims

Hate Poetry ist ein neues, originelles Format, eine Mischung aus Poetry Slam und Satire-Lesung. Drei JournalistInnen traten am 11. Mai im Prinz-Regent-Theater gegeneinander an, indem sie ihre härtesten, diffamierendsten und rassistischsten LeserInnenzuschriften vortrugen. Es wurde in vier Kategorien einE SiegerIn ermittelt und GewinnerIn war immer der-/diejenige, welche/-r das Publikum durch die Performance am meisten zum Lachen brachte. Das Ziel dieser Veranstaltung war aber nicht nur bloße Unterhaltung, sondern auch der Kampf gegen den alltäglichen Rassismus unter dem Motto: „Rassismus gemeinsam weglachen“. Die Veranstaltung wurde in Zusammenarbeit mit dem Bochumer Forum für Antirassismus und Kultur, BoFo e. V.,  und mit Unterstützung des Kommunalen Integrationszentrums der Stadt Bochum als auch der Bochumer Agenda 21 realisiert.

Schauspielhaus und Urbane Künste Ruhr stellen Programm für Detroit-Projekt vor
Stronghold-Installationen von Robert Kuśmirowski für die Lyon-Biennale 2011:  Der polnische Künstler wird in Bochum die Hölle nachbauen. Foto: Urbane Künste Ruhr

Zwar vermag ein Kunstfestival nicht, die Probleme des Strukturwandels zu lösen, doch es kann Ansätze und neue Perspektiven bieten, Auswege aus der Krise zu finden. Das ist der Anspruch des Detroit-Projekts, welches vom 26. April bis zum 5. Juli in ganz Bochum stattfindet. Letzte Woche wurde im Schauspielhaus das Programm vorgestellt.

Wir sind nicht Detroit, wir bleiben Bochum: Ausstellungseröffnung vorm Theater
Marshmallows und die Kunst. Wärmenedes Feuer während der Ausstellung. Foto: mar

Am vergangenen Freitag wurde auf dem Hans-Schalla-Platz vor dem Bochumer Schauspielhaus die Ausstellung „Abbruch Aufbruch“ eröffnet. Ein Container beherbergt 20 Bilder von Fotograf Martin Steffen, der zusammen mit den brennenden Ölfässern rundherum die desolate Lage der Stadt Detroit romantisiert und damit sagt: „Bochum ist nicht Detroit“.

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