Ruhrgebiet
Das Revierderby spaltet jedes Jahr die Fußballfans im Pott – aber woher kommt die Abneigung?

Der VfL Bochum habe es schwer, sagt Sporthistoriker Andreas Luh. Trotz des aktuellen Erfolgs stehe der Verein stets im Schatten der Rivalität der beiden großen Nachbarn Schalke 04 und Borussia Dortmund, So weit kann ihm das Bochumer Publikum bei seinem Vortrag zu eben jener Rivalität am 9. September im Blue Square noch folgen – die nächste These des Sportwissenschaftlers sorgt jedoch für Diskussionen.

Junge UnternehmerInnen erzählen vom Scheitern
Augen auf beim Lebensmittelrecht: Diese zwei jungen Frauen hätten fast die Markteinführung ihres Getränks voll verkackt. Foto: mar

„Ich bin fasziniert von dieser Naivität. Wenn ich nach Hause komme, schütte ich mir erst mal einen großen Whisky ein.“ Das war eine Reaktion auf den Vortrag des Ex-RUB-Studenten Nils Terborg, der davon erzählte, wie er mit seinem Geschäft mit guatemaltekischen Hosen auf die Nase gefallen war. Von anderen erntete er „großes Lob“ für seinen Mut. Die Geschichten und Reaktionen der rund 180 Anwesenden am 9. September waren sehr verschieden bei der 2. Fuckup Night im Ruhrgebiet in der Essener Weststadthalle.

Kommentar: Wir leben dich, echte Liebe: Bedeutend anders!

Es ist die Mutter aller Derbys — wenn nicht für alle deutschen Fußballfans, dann zumindest für die aus dem Ruhrpott, die mit Leidenschaft, puren Emotionen und voller Hingabe „ihr“ Team unterstützen: Dortmund gegen Schalke oder – wie es die beiden Fangruppen untereinander handhaben, damit unter keinen Umständen der jeweils andere Verein beim echten Namen genannt wird: Lüdenscheid-Nord gegen Herne-West.

RUB-Student Michael Brück versucht Kapital aus den Ausschreitungen in Sachsen zu schlagen
Geschmackloses Geschäft mit fremdenfeindlicher Stimmung: Die Rechte Dortmund verlinkt auf Twitter auf den Versand ihres Ratsherren Brück. Screenshots: joop

Angesichts der Bilder aus Heidenau, wo Rechtsextreme und sogenannte besorgte BürgerInnen gegen ein Flüchtlingsheim hetzen, ist es zweitrangig, ob Fremdenfeindlichkeit nun eher ein ostdeutsches Problem ist oder eben doch ein bundesweites. Auch in Bayern und Baden-Württemberg werden Unterkünfte angezündet, in Niedersachsen gar bereits bewohnte. Der rechte Terrorismus macht vor Ländergrenzen nicht halt, die Neonazi-Szenen unterstützen sich gegenseitig. In dieses Bild passt, dass der RUB-Student und Dortmunder Ratsherr Michael Brück (Die Rechte) in seinem rechten Internetversand einen Heidenau-Rabatt für BestellerInnen aus der Sächsischen Schweiz anbietet – dort liegt Heidenau.

Neue Ruhrtriennale, neue Intendanz: Das Festival der Künste
Nicht die einzige Spielstätte bei der Ruhrtriennale, aber für BochumerInnen sicherlich die bekannteste: Die Jahrhunderthalle Bochum – eine Institution der Ruhrtriennale. Foto: tims

Mit neuer Intendanz und zugleich neuer Ausrichtung geht die Ruhrtriennale in seine fünfte Runde. Vom 14. August bis 26. September verspricht das größte Kulturfestival Deutschlands vor allem internationale Produktionen in gewohnt ungewohnten Spielstätten. Wagners „Rheingold“ – inszeniert vom neuen Intendanten Johan Simons – ist auf dem ersten Blick sicherlich die bekannteste Produktion, doch natürlich nicht die einzige. Für Studierende gibt es 50 Prozent Rabatt in allen Kategorien. Den Anfang macht die Eröffnungsfeier „Ritournelle“.

Literarische Gedanken übers Wohnen und Leben: Der Kurzgeschichten- und Lyrik Band „Struktur, Tapete“
Nachdenken über die eigenen vier Wände: Auch Studierende der RUB schrieben Texten für die Anthologie „Struktur, Tapete“. Cover: Ruhrliteratur

Tapeten sind kein klassischer Stoff für die Literatur: Doch in der vom Ruhrliteratur-Verlag herausgegebenen Bild-Text-Anthologie „Struktur, Tapete“ erzählen junge AutorInnen in Kurzgeschichten und Gedichten spannend und vielfältig über das Leben in unseren Wohnräumen.

Trotz Preiserhöhung erhält der neue VRR-Vertrag an unseren Nachbarunis eine überwältigende Zustimmung
Auch wenn’s etwas teurer wird: Die meisten betroffenen Hochschulen haben sich bisher für das neue Semesterticket ausgesprochen. Grafik:  bk

Die RUB-Studis haben es diese Woche getan, die NachbarInnen von der Uni Duisburg-Essen haben es im vergangenen Monat vorgemacht und die Studierenden der TU Dortmund sind in der kommenden Woche am Zug: Wir werfen einen Blick über den Bochumer Tellerrand und fassen zusammen, was sich an den übrigen Unis im VRR-Gebiet in Sachen Semesterticket tut.

Linke-Fraktion vor Ort: Armutskonferenz im Jahrhunderthaus
Die Linke lud zu einer Konferenz im Jahrhunderthaus: PolitikerInnen und ExpertInnen diskutierten über das Thema Armut. Foto: tims

Unter dem Motto „Armutsspirale im Ruhrgebiet stoppen“ lud die Partei Die Linke am 12. Juni im Jahrhunderthaus der IG Metall zu einer Konferenz ein. Mit dabei waren neben Parteiprominenz unter anderem auch der Politikwissenschaftler Prof. Dr. Christoph Butterwegge, und Dr. Joachim Rock vom Paritätischen Wohlfahrtsverband. Am Ende herrschte Einigkeit: Der Armuts-Diskurs muss intensiviert werden. 

Willi Bredemeiers „Anti-Heimatroman“ über den Pott
Autor und RUB-Alumnus Willi Bredemeier: Erlebte das Ruhrgebiet von den Studierendenrevolten zum Strukturwandel. Foto: kac

Pauken statt Pütt: In seinem autobiographischen Schmöker „Ein Anti-Heimat-Roman. Bildungsreisen durch ein unbekanntes Land 1943–2014“ eröffnet Willi Bredemeier den Wandel des Ruhrgebiets von der Bergbau- und Industrieregion zur Informations- und Bildungsgesellschaft. Er liefert detaillierte Einblicke in Nachkriegszeit, Strukturwandel und Studierendenrevolte.

Zwischen Schuldenschnitt und Schuldenzuwachs
EILMELDUNG - Schweizer Franken vom Euro entkoppelt - Griechenland auf Tauchfahrt - Bochum verspekuliert sich.  Karikatur: ck

Von der Peloponnes bis in den Pott – Krisenstimmung überall. Griechenland hat nicht nur weiterhin jede Menge Schulden. Die linken HoffnungsträgerInnen von SYRIZA haben sich durch ihre Koalition mit den ANEL-RechtspopulistInnen zusätzlichen eine „Querfront“-Hypothek aufgeladen.

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