Ruhrgebiet
Kommentar: Verspätet ist das neue Pünktlich: Beeinträchtigungen im Bahnverkehr

(Un)passend zum Semesterbeginn schlagen wir das nächste Kapitel auf im Kampf öffentlicher Nahverkehr versus. Studis. Fährt mein Zug und wenn ja, wann – und bis wo? Diese Frage dürften sich nach den Stellwerksschäden momentan nicht nur die Studis einer PendlerInnen-Uni wie der RUB stellen. 
Initiative Flüchtlinge mitnehmen: Ehrenamtliches Projekt bald auch an der RUB
Ehrenamtliches Engagement für Refugees: Rebecca Radmacher warb an der evangelischen Fachhochschule für das neue Projekt Flüchtlinge mitnehmen mitnehmen.  Foto: bent

Rote-Punkt-Aktion Reloaded: Einfach die Buttons in Jacke oder Rucksack stecken und Geflüchteten signalisieren, dass eine zweite Person mit dem Semesterticket mitfahren kann. Das ist die Idee einer studentischen Initiative: in Kooperation mit der Caritas Essen werden in Bochum und anderen Städten dafür Buttons und Flyer verteilt. Auch der AStA der RUB ist bald mit dabei.

Kommentar: Urbanisierung im Revier: Immer weniger Grünflächen
Wohnen am Wiesental – müssen wir zentrale Grünflächen um jeden Preis opfern? Foto: tims

Ballungsraum Ruhrgebiet: Und es wird immer enger hier. Trotz vieler leer stehender Wohnungen werden Brachflächen und Grünfelder mehr und mehr verbaut. Jeden Tag einen Quadratkilometer mehr. Wie können wir die letzten grüne Oasen erhalten?

Ruhrgebiet: Die SPD hat definitiv kein Abo mehr
Nicht nur Bochum hat gewählt: Die KandidatInnen mit den meisten Stimmen in den Nachbarstädten findet Ihr auf dieser Übersichtskarte. Grafik: mar

Die BürgermeisterInnenwahlen im Ruhrgebiet hatten einige interessante Entwicklungen und Ergebnisse zu bieten. Hier sind ein paar Schlaglichter auf die kommunalpolitische Situation um Bochum herum.

Das Revierderby spaltet jedes Jahr die Fußballfans im Pott – aber woher kommt die Abneigung?

Der VfL Bochum habe es schwer, sagt Sporthistoriker Andreas Luh. Trotz des aktuellen Erfolgs stehe der Verein stets im Schatten der Rivalität der beiden großen Nachbarn Schalke 04 und Borussia Dortmund, So weit kann ihm das Bochumer Publikum bei seinem Vortrag zu eben jener Rivalität am 9. September im Blue Square noch folgen – die nächste These des Sportwissenschaftlers sorgt jedoch für Diskussionen.

Junge UnternehmerInnen erzählen vom Scheitern
Augen auf beim Lebensmittelrecht: Diese zwei jungen Frauen hätten fast die Markteinführung ihres Getränks voll verkackt. Foto: mar

„Ich bin fasziniert von dieser Naivität. Wenn ich nach Hause komme, schütte ich mir erst mal einen großen Whisky ein.“ Das war eine Reaktion auf den Vortrag des Ex-RUB-Studenten Nils Terborg, der davon erzählte, wie er mit seinem Geschäft mit guatemaltekischen Hosen auf die Nase gefallen war. Von anderen erntete er „großes Lob“ für seinen Mut. Die Geschichten und Reaktionen der rund 180 Anwesenden am 9. September waren sehr verschieden bei der 2. Fuckup Night im Ruhrgebiet in der Essener Weststadthalle.

Kommentar: Wir leben dich, echte Liebe: Bedeutend anders!

Es ist die Mutter aller Derbys — wenn nicht für alle deutschen Fußballfans, dann zumindest für die aus dem Ruhrpott, die mit Leidenschaft, puren Emotionen und voller Hingabe „ihr“ Team unterstützen: Dortmund gegen Schalke oder – wie es die beiden Fangruppen untereinander handhaben, damit unter keinen Umständen der jeweils andere Verein beim echten Namen genannt wird: Lüdenscheid-Nord gegen Herne-West.

RUB-Student Michael Brück versucht Kapital aus den Ausschreitungen in Sachsen zu schlagen
Geschmackloses Geschäft mit fremdenfeindlicher Stimmung: Die Rechte Dortmund verlinkt auf Twitter auf den Versand ihres Ratsherren Brück. Screenshots: joop

Angesichts der Bilder aus Heidenau, wo Rechtsextreme und sogenannte besorgte BürgerInnen gegen ein Flüchtlingsheim hetzen, ist es zweitrangig, ob Fremdenfeindlichkeit nun eher ein ostdeutsches Problem ist oder eben doch ein bundesweites. Auch in Bayern und Baden-Württemberg werden Unterkünfte angezündet, in Niedersachsen gar bereits bewohnte. Der rechte Terrorismus macht vor Ländergrenzen nicht halt, die Neonazi-Szenen unterstützen sich gegenseitig. In dieses Bild passt, dass der RUB-Student und Dortmunder Ratsherr Michael Brück (Die Rechte) in seinem rechten Internetversand einen Heidenau-Rabatt für BestellerInnen aus der Sächsischen Schweiz anbietet – dort liegt Heidenau.

Neue Ruhrtriennale, neue Intendanz: Das Festival der Künste
Nicht die einzige Spielstätte bei der Ruhrtriennale, aber für BochumerInnen sicherlich die bekannteste: Die Jahrhunderthalle Bochum – eine Institution der Ruhrtriennale. Foto: tims

Mit neuer Intendanz und zugleich neuer Ausrichtung geht die Ruhrtriennale in seine fünfte Runde. Vom 14. August bis 26. September verspricht das größte Kulturfestival Deutschlands vor allem internationale Produktionen in gewohnt ungewohnten Spielstätten. Wagners „Rheingold“ – inszeniert vom neuen Intendanten Johan Simons – ist auf dem ersten Blick sicherlich die bekannteste Produktion, doch natürlich nicht die einzige. Für Studierende gibt es 50 Prozent Rabatt in allen Kategorien. Den Anfang macht die Eröffnungsfeier „Ritournelle“.

Literarische Gedanken übers Wohnen und Leben: Der Kurzgeschichten- und Lyrik Band „Struktur, Tapete“
Nachdenken über die eigenen vier Wände: Auch Studierende der RUB schrieben Texten für die Anthologie „Struktur, Tapete“. Cover: Ruhrliteratur

Tapeten sind kein klassischer Stoff für die Literatur: Doch in der vom Ruhrliteratur-Verlag herausgegebenen Bild-Text-Anthologie „Struktur, Tapete“ erzählen junge AutorInnen in Kurzgeschichten und Gedichten spannend und vielfältig über das Leben in unseren Wohnräumen.

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