Naturschutzgebiet
Millionenkosten und Naturschäden für G7-Gipfel
Zum G7-Gipfel in Elmau wird wieder mit Protesten gerechnet. Foto: Philipp Adamik

Bereits bevor die Vorschläge der Staats- und Regierungschefs in konkrete Politik umgesetzt werden sollen (siehe Infoblock), wird der G7-Gipfel sowohl von GegnerInnen als auch von BefürworterInnen, wie der Bundestagsabgeordneten Claudia Roth, stark kritisiert. Im Schwerpunkt der Kritik stehen dabei die hohen Kosten des Gipfels (bislang 210 Millionen Euro), die Schäden im nahe gelegenen Naturschutzgebiet und die Einschränkung der Grundrechte der DemonstrantInnen.

Wegen Untätigkeit: Umweltorganisationen verklagen Bundesregierung
Da hat uns die Regierung getrollt: Naturschutz existiert wohl nur auf dem Papier. Illustration: mar

Sieben Umweltorganisationen haben am 27. Januar die Bundesregierung verklagt. Es geht um den Schutz von Meerestieren und Lebensräumen in Naturschutzgebieten in der deutschen Nord- und Ostsee, der bislang nur auf dem Papier existierte. Die zuständigen Ministerien hätten bisher keinerlei Maßnahmen zum Erhalt bedrohter Tierarten und Biotope ergriffen. Dabei bestehen die Schutzgebiete im Rahmen des europäischen Natura-2000-Programms bereits seit 1997. Die Kläger legen jetzt gleichzeitig Beschwerde bei der EU ein.