Horror
Die Nacht Der Lebenden Toten

Er ist von uns gegangen, doch seine Filme über die lebenden Toten werden uns immer erhalten bleiben. Die Rede ist natürlich vom Großmeister des Zombiefilms George A. Romero. Anlässlich seines Todes ist es an der Zeit, an sein Erstlingswerk und die Mutter aller Zombiefilme Die Nacht Der Lebenden Toten zu erinnern.

Erst USA und jetzt Europa: Rotnasige Gestalten treiben ihr Unwesen
Da hat er plötzlich Imageprobleme: Pong hat es nicht leicht, Foto: alx

In Amerika geht die Angst umher: Die Horror-Clowns sind von der Leine gelassen. Sie tyrannisieren alle, die ihnen über den Weg laufen. paaren ihr Auftreten mit Drohgebärden und täuschen sogar Waffeneinsatz vor. Zahlreiche liebevolle Clowns stehen dadurch vor dem persönlichen und finanziellen Aus. Selbst Ronald McDonald wurde infolgedessen für unbestimmte Zeit suspendiert, um gewaltsame Übergriffe auf ihn zu vermeiden. Erste Sichtungen der Creepy-Clowns gab es auch in Großbritannien, Schweden und Deutschland. Behörden und Familien sind alarmiert, aber ein Clown stellt sich gegen den Horror-Trend: Pong.

Stümperhafte Räuber und kannibalische Hexen

Zwei kostümierte Männer, ein silberner Jesus und ein grüner Plastiksoldat, überfallen aus Not einen Goldankauf. Mit Ach und Krach entkommen sie in einem entführten Taxi der Polizei. Zusammen mit einem involvierten Jungen sowie dem hilfswilligen Taxifahrer und der Beute machen sie sich auf den Fluchtweg von Spanien nach Frankreich. Unterwegs passieren sie das berüchtigte Dorf Zugarramurdi, wo sie an eine Gruppe bösartiger, verrückter und herrschsüchtiger Hexen geraten.

Ein Horrorklassiker als Hörgrusel
Gruselkabinett: Hörspiele für schaurig-schöne Abende. Foto: Patrick Henkelmann

1927 in Massachusetts, Neuengland: ein gerade volljährig gewordener junger Mann will von der Hafenstadt Newburyport weiter in die (fiktive) Stadt Arkham reisen, wo er mehr über seine Familiengeschichte erfahren möchte. Da der Protagonist knapp bei Kasse ist, will er für seine Weiterreise am nächsten Morgen statt dem Dampfzug einen alten Bus nehmen, der jedoch über die verfallene, in den Nachbarstädten berüchtigte und von Fremden gemiedene (ebenfalls fiktive) Hafenstadt Innsmouth fährt. Über Innsmouth hört und recherchiert der unbenannte Protagonist, dass es in dieser Stadt nach dem wirtschaftlichen Niedergang in der ersten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts zu mysteriösen Ereignissen und einem rapiden Verfall gekommen sei. Die meisten EinwohnerInnen von Innsmouth sollen ein charakteristisches Aussehen mit ‚fischartigen‘ Zügen und Missbildungen haben, das sich mit dem Alter immer stärker ausprägt. Es heißt gar, die Bevölkerung von Innsmouth hätte einen Pakt mit dem Teufel geschlossen.

Eine kreative Perle im Horror-Einheitsbrei
Das Necronomicon taucht dieses Mal in Südfrankreich auf. Screenshot: YouTube

Wenn der Winter kommt, es draußen bitter kalt und rasch dunkel wird, bietet sich ein schauriger bis makaberer Abend mit Horrorfilmen besonders an. Doch wer nicht nur oberflächlich unterhalten werden möchte, sondern auch kreative, innovative oder künstlerisch wertvolle Horrorfilme sehen will, der hat es schwer solche zu finden. Folgen die meisten Neuerscheinungen in diesem Genre doch nur einer Hand voll Muster – und das zumeist auch noch unbeholfen. Die im September ungekürzt auf Deutsch erschienene, international produzierte Horror-Anthologie „The Theatre Bizarre“ bildet da eine erfrischende Ausnahme.