Heavy Metal
Sleaze Fest in der Matrix: Eine Verbeugung vor den 80er Jahren
Haben alles, was eine archetypische Rockband braucht plus eine Extraportion Düsternis: Toxic Rose aus Stockholm. Foto: mar
Sie tragen Stirnbänder, fingerlose Handschuhe, kneifenge Hosen aus Elathan und dank einer geschätzten halben Dose Haarspray weit ausladende Mähnen – was klingt wie eine klischeebeladene Szene auf einem Rockkonzert aus einem 80er-Jahre-Action-Film, ist 2016 Bochumer Realität. Am vergangenen Wochenende fand in der Matrix das Sleaze Fest statt, eine Huldigung an den schmierigen (engl. sleazy) Hard Rock und Metal der 80er Jahre.
 
Heavy Metal im Ruhrgebiet: Großes Erbe, viel Hoffnung, haufenweise Konzerte
„Schön, wieder zu Hause spielen zu dürfen!“ Rage-Basser Peavy Wagner steht auf das Ruhrgebiet.  Foto: Rock Genuine Magazin / Jan Heesch

Seit Jahrzehnten gilt das Ruhrgebiet als das Zentrum des deutschen Heavy Metal. Am vergangenen Wochenende fühlte sich der gebürtige Herner Peavy Wagner, Frontmann von Rage, in der Oberhausener Turbinenhalle „endlich wieder zu Hause“. Zwischen Dortmund und Duisburg sind LiebhaberInnen der harten Stromgitarrenmusik so gut aufgestellt wie sonst kaum irgendwo in der Republik.

Hard Rock, Post Rock, Death Metal: Musikalische Abwechslung beim Leafmeal in Dortmund
Leidenschaft trifft Energie: Die Münsteraner Long Distance Calling krönten den Abend mit ihrem klanggewaltigen Instrumentalrock. Foto: mb

Den Herbst gebührend verabschieden – das schafften die OrganisatorInnen des Leafmeal-Festivals vergangenen Freitag im Dortmunder FZW. Verschiedenste Stilrichtungen trafen auf zwei Bühnen aufeinander, sodass alle LiebhaberInnen experimenteller Gitarrenmusik zufrieden ins Wochenende starten konnten.

MetalDays in Slowenien: Heavy-Metal und Strandurlaub in einem
Heavy Metal Holiday: Die MetalDays in Slowenien zählen zu den schönsten und lustigsten Festivals. Foto: mar

Smaragdgrünes Wasser, das sich durch die Alpen schlängelt, 40 Grad im Schatten, Bikinis, Badehosen und Beachvolleyball. Das weckt wohl bei so Manchem sommerliche Ferienstimmung, aber wohl kaum den Gedanken an ein Heavy-Metal-Festival. Gerade deshalb – aber nicht nur – sind die MetalDays in Slowenien ein besonderes Festival, an das man noch Jahre zurückdenken wird!

Dong Open Air: Words of Farewell mit RUB-Bezug sind mit dabei
„Growls“ of Farewell: Alexander O. ganz in seinem Element. Foto: ann

Das Dong-Festival in Neukirchen-Vluyn feierte in diesem Jahr sein 15. Jubiläum und gab zu diesem Anlass alles: Ein wahnsinniges Line-Up, erstmalig Duschen und sonniges Wetter.

Der erste Festival-Tag bei Rock im Revier; Ein Einblick
Metallica rocken die Bühne und sorgen für Festivalatmosphäre

Das Festival auf Schalke bringt mit seinen Headlinern die Massen in Bewegung und überzeugt mit seinen Künstlern. :bsz-Reporter Alexander Schneider ist für Euch auf dem Rock im Revier und bietet einen Rückblick vom ersten Tag: Es ist ein Festival im eigentlichen Sinne.

Sólstafir und Nordic Giants beschallten die Zeche
Schremmelsounds und melancholischer Gesang: Sólstafir-Frontmann Aðalbjörn Tryggvason bei einem Konzert 2014. Foto: mb

Ein intensiver Abend in der Zeche: Die kraftvoll-melancholischen Isländer von Sólstafir brachten am 2. Februar eisigen Wind und weite Landschaften in akustischer Form in den Konzertsaal. Den Abend eingeläutet haben die Briten Nordic Giants mit einem multimedialen Auftritt der besonderen Art.

Lesung: Eier aus Stahl, Worte aus Gold
Der Kowal und der Marock: Zwei harte Jungs formen Worte zu Gold. Foto: Lukasz Laski / Marek Firlej

Samstagabend. Lesung im Café Banane. Die Autoren sitzen gekämmt im Hemd am kleinen runden Tisch. Auf ihm erfrischende Getränke und zahlreiche bedruckte Blätter. Klingt spießig? War es aber nicht. Im Gegenteil: Heavy Metal in Worten boten die zwei harten Bochumer Kerle Łukasz Łaski (aka Der Kowal) und Marock Bierlej vergangenes Wochenende in Dortmund.

IbS organisierte Benefizkonzert für behinderten Sportler
Heavy Metal ist eine Einstellung, keine Musik: Darum gibt es zur Pop-Orgel auch die Pommesgabel. Foto: mar

Wenn Mambo Kurt Heavy Metal auf seiner düdeligen Heimorgel machen kann, warum sollten dann behinderte und nichtbehinderte Studierende nicht zusammen feiern können? Dass das Eine Seltenheitswert hat, ist gut, denn so hat mal wieder ein kreatives Original das KulturCafé der Ruhr-Uni gerockt. Dass es bei Letzterem genauso ist, ist allerdings traurig. Damit sich das ändert, hat die Interessengemeinschaft behinderter und nichtbehinderter Studierender (IbS) am vergangenen Freitag, den 13., ein tolles Konzert auf die Bühne gebracht. Konkreter Anlass war, den im Rollstuhltischtennis spielenden Valentin Baus zu einer wichtigen Paralympics-Qualifikation zu schicken.