Gamescom
Eigentlich sind wir alle GamerInnen!

Spielmesse. 350.000 Nerds, 200.000 m², 920 AusstellerInnen, ein gemeinsamer Grund: Jedes Jahr im August feiern Fans die internationale Gamingkultur. Ein Einblick in Neuheiten und VR-Innovationen.

Gamescom 2016 an allen vier Tagen ausverkauft: Rund 345.000 BesucherInnen standen lange an
Heiß ersehnt: Nach der umstrittenen XIII-Saga richten sich alle Augen auf den neuesten Konsolentitel der Final-Fantasy-Reihe. Bild: Daniela Bunkowwski

Dieses Jahr warteten große Titel darauf, von Spielebegeisterten angezockt zu werden. Neben gängigen Namen wie „FIFA 17“ wartete EA mit „Titanfall 2“ und dem historisch akkuraten „Battlefield 1“ auf. Letzteres bedient sich der Thematik des Ersten Weltkriegs und setzt sich so von zahlreichen Vorgängern und Konkurrenten ab.

Weltgrößte Spielemesse entführt in virtuelle Realitäten
Zeitreise mit dem DeLorean: Auch ZockerInnen von vor 30 Jahren werden in der Retro-Area abgeholt. Foto: tom

In der letzten Woche fand vom 17. – 21. August 2016 das weltweit größte Computer- und Videospiele-Event, die Gamescom,  zum siebten Mal auf dem Messegelände in Köln statt. Diese wurde von rund 345.000 Spieleinteressierten besucht. Außerdem fanden sich dort mit 877 Unternehmen aus 54 unterschiedlichen Ländern so viele AustellerInnen wie noch nie ein. 

Kommentar: Computerspiele als zünftiges und wichtiges Medium akzeptieren
Ästhetische Evolution eines Mediums: Das Cover von „Turrican II“ (1991)  Cover: Moby Games

In jedem vierten Deutschen Haushalt steht eine Spielekonsole, in den Haushalten mit Kind sind es sogar sechs von zehn. Die Gamescom und ihre Begleitveranstaltungen besuchten 345.000 Menschen. Mensch, das ist ein Medium, das die Gesellschaft verbindet, aber auch spaltet, auf jeden Fall bewegt und verändert. Und wenn das Internet Archiv seine Bibliothek um 10.000 Spieleklassiker erweitert, interessiert das – niemanden? Welchen Stellenwert haben Spiele wirklich?

VR-Brillen sind auf der Gamescom 2015 das große Ding
Viel Bewegung war nicht möglich: 345.000 BesucherInnen drängten sich mehr denn je durch die Messehallen der Gamescom 2015 in Köln. Bewegung gibt es allerdings in der Game- und Unterhaltungsindustrie. Unser Gastautoren-Team vom FSR Angewandte Informatik wagte sich ins Getümmel und startete unter anderem von Köln aus in den Weltraum: In ihrem Bericht auf der Global:ismus-Seite erzählen sie Euch, was die Virtual-Reality-Brille Oculus Rift taugt und was es auf der weltgrößten Messe für digitale Spiele sonst noch zu sehen gab.
 
Riesenandrang bei der Gamescom 2015 in Köln.
„Das sind ziemlich viele Leute“, ist der erste Gedanke, der einem beim Betreten der Kölnmesse in den Sinn kommt. „Das ist ziemlich laut“ ist der nächste Eindruck beim Eintritt in die Messehalle. Stroboskoplicht von links. Bühnenshow mit manisch-enthusiastischem Moderator und knapp bekleideten jungen Damen zur Rechten. Und Warteschlangen sowieso überall. Willkommen zur Gamescom 2015!
 
Eindrücke und Bewertungen abseits der Massenmarktspiele auf der gamescom in Köln
Einer der Großen im Geschäft: Der Blizzard-Stand auf der Gamescom. Foto: FSR Angewandte Informatik

Wenn man sich auf der gamescom in Köln mit ungefähr 700 Mitausstellern eine Fläche von 140.000 m² teilt, muss man irgendwie auf sich aufmerksam machen. Den finanzstarken Publi­sher fällt das nicht schwer: Mit Standflächen, deren Größe die der Wohnung so manchen Besuchers und mancher Besucherin übertreffen, Beschallung knapp unterhalb der Tinnitusgrenze und Animationsprogramm vom Typ „Ich sag A und ihr sagt B“, pointiert durch freigiebiges In-die-Menge-Werfen diverser Merchandisingartikel, ziehen die großen Namen der Videospielindustrie die GamerInnen an, um den neuesten Teil ihrer beliebten Spielreihen zu präsentieren.

Videospiele: Massenkompatible Plattitüden gegen den ernsten Untergrund?
Electronic Arts‘„Titanfall“: Bei AAA-Titeln ist auch das Werbebudget gigantisch, wie dieser Riesenmech auf der gamescom beweist. Foto: wikimedia commons / holek

Am vergangenen Sonntag ist die größte Messe digitaler Spiele, die gamescom in Köln, zu Ende gegangen. Mehr als 340.000 BesucherInnen bestaunten Konsolen der nächsten Generation (über die sich die Presse recht enttäuscht zeigt) und große Hits für die derzeitigen Spielekonsolen und den PC – und konnten beobachten, wie das Medium Computerspiel nur sehr langsam erwachsen wird.

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