Dortmund
Das neue Deutsche Fußball-Museum in Dortmund im :bsz-Fan-Check
Hier kicken vielleicht die großen Hoffnungen für die WM 2028. Foto: Die Redaktion

Treffen sich ein S04-, BVB- und RWE-Fan und ein Metaller: Das Deutsche Fußballmuseum hat so viel Geld und Aufwand wie ein ganzes Sommermärchen gekostet. Ab sofort hat der neue Hochglanz-DfB-Tempel seine Türen für alle Fans geöffnet. Aber lohnt sich der Besuch?

Die :bsz hat für Euch ein auserlesenes scharz-gelb-blau-und rot-weißes Team hingeschickt. Ob Kommerz, viel Patriotismus oder überteuerte Eintrittspreise – lest in den verschiedenen Fan-Perspektiven inklusive der fuball-asketischen, ob das Museum einen Besuch wert ist.

Nach dem Protest-Camp: Die Situation der syrischen Geflüchteten in Dortmund
Erinnerungen an das Protestcamp von gemeinsamen Soli-Aktionen und gemeinsamen Abendessen von syrischen Geflüchteten und Dortmunder AktivistInnen. Foto: Irene Allerborn

Die Feierlichkeiten für den Tag der Deutschen Einheit rücken näher. Doch 25 Jahre nach dem Zusammenbruch der DDR bewegt eine ganz andere Mauer die Menschen: Die Festung Europa wird ausgebaut, tausende Menschen sind im Mittelmeer umgekommen. Dagegen rührt sich Protest: In Dortmund bekundeten hunderte Menschen in einer Demo Solidarität mit den Geflüchteten. Dass die Mauer zwischen „uns“ und den Geflüchteten bereits gefallen ist, finden dagegen die syrischen Refugees, die im Sommer mit einem Protest-Camp in Dortmund auf ihre Lage aufmerksam machten und viel Solidarität erfuhren. Irene Allerborn besuchte sie dort und sprach mit ihnen über ihre aktuelle Situation.

Castival im Westfalenpark: Casper, Bosse und AnnenMayKantereit bieten gelungenes Finale der Tour
Casper gibt alles: Die Fans konnten sich über ein bombastisches Castival 2015 freuen, die DVD folgt. Foto: alx

Casper zog mit seiner Open-Air-Tour durchs Land und drehte für Fans und die kommende DVD noch einmal richtig auf. Rund 15.000 ZuschauerInnen stimmten am sonnigen 22. August mit in die Lieder von AnnenMayKantereit, Bosse und denen des Main-Acts ein und waren Teil eines „ganz besonderen Abends“.

OVG Münster: Dortmund bleibt frei von Straßenprostitution – soziale Situation der Sexarbeiterinnen dadurch nicht verbessert
Das Oberverwaltungsgericht (OVG) für NRW in Münster hat am 11. August entschieden: Das stadtweite Verbot der Straßenprostitution ist rechtens, „zum Schutz der Jugend und des öffentlichen Anstands“. Die Klägerin, die Prostituierte Dany, soll angekündigt haben, dass sie den Rechtsstreit in die nächste Instanz tragen wird. Sexarbeiterinnenverbände sehen das Verbot kritisch. „Die Situation der betroffenen Frauen hat sich durch das Gerichtsurteil doch kein bisschen geändert“, so die Dortmunder Ratsfrau Nadja Reigl (Piraten).
 
Wie steht Amnesty International in Bochum und Dortmund zur Prostitution?

Vergangene Woche hat die Menschenrechtsorganisation Amnesty International (AI) beschlossen, sich im Interesse der SexarbeiterInnen zukünftig auch für die Entkriminalisierung der Prostitution einzusetzen. Bereits die interne Diskussion im Vorfeld hatte international Aufsehen erregt und eine heftige Debatte ausgelöst. Die :bsz hat aus diesem Anlass die AI-Gruppen in Bochum und Dortmund zu ihrer Einschätzung des Beschlusses sowie zum Thema Frauenrechte befragt.

Online-Fanzine Bierschinken schenkt sich zum 15. Geburtstag ein Festival
Aus Stockholm nach Dortmund: The Baboon Show heizten dem FZW beim Bierschinken-Festival ein. Foto: Joop

Auf den Liegestühlen im Außenbereich des FZW sonnen sich Punks und machen keine Anstalten, hineinzugehen. Warum auch, schließlich trennt den Strandbereich und die Bühne in der Bar  nur eine Glastür. Und drinnen machen bereits am frühen Abend Bands wie Kannibal Krach ihrem Namen alle Ehre. Keins von deren Grindcore-Brettern dauert gefühlt länger als 40 Sekunden, was selbst für Punkverhältnisse kurz ist. Dass man vom Text so gut wie nichts versteht, liegt einerseits am Growlen des Sängers, andererseits am Sound der Anlage. Der wirkte bei den ersten Bands, die beim Bierschinken-Festival aufspielen, noch etwas zu laut und eine Spur zu breiig. Aber Kannibal Krach punkten beim Publikum eh am meisten mit ihren ironischen Ansagen, in denen sie auch die Alternativkultur auf die Schippe nahmen. So wird der Song „Plenum“ wie folgt anmoderiert: „Dieser Song ist für alle, die Auftrittsverbote erteilen, weil Leute ihre T-Shirts ausziehen.“

20 Jahre saftige Früchte im Dortmunder Westfalenpark – Geburtstag mit gemischten Gefühlen
Da war die Welt noch in Ordnung; Fettes Brot liefern eine gelungene Show und haben nun ihr neues Album „Teenager vom Mars“ angekündigt. Foto: alx

Juicy Beats 2015: Das bedeutete dieses Jahr einen grandiosen ersten Tag mit beispielsweise Alle FarbenSDP und Fettes Brot. Doch einer Fortsetzung des mit 47.000 Karten ausverkauften Festivals konnten die Verantwortlichen am Samstag wegen des Sturms nicht zustimmen. Jetzt sollen Rückerstattungen der Ticketkosten durch den Veranstalter erfolgen. 

(Real-)Satire: Exklusiv: die :bsz sprach mit dem Maulwurf in der Dortmunder Polizei
Demnächst in Ihrem national befreiten Kino: V-Leute wirken bereits an der Fortsetzung des Gangsterthrillers „Departed“ mit. Darstellung: ck

Von der Straße ins Kino: Kommt der Dortmunder Nazi-Thriller nach jüngsten Tatort-Erfolgen jetzt auch auf die große Leinwand? Nachdem eine Antifaschistin der Dortmunder SPD eine Unterstützungsdemo für Geflüchtete angemeldet hatte, wurden unter anderem Name, Adresse und Mobilfunknummer an Dortmunder Neonazis weitergeleitet. Die nutzten die Infos sofort, um die Person zu terrorisieren. Gibt es nun im Dortmunder Polizeiapparat einen Maulwurf? Jetzt ermittelt die Bochumer Polizei gegen die KollegInnen. Die :bsz weiß mehr und sprach bereits mit dem Maulwurf, der ganz exklusiv verriet, schon mit niemand Geringerem als Hollywood-Regisseur Martin Scorsese am Drehbuch seiner „Departed“-Fortsetzung mitzuwirken.

Nach dem Umzug setzten rund 60 Syrer ihre Aktion bis Ende Juni fort

Eine Beschleunigung der Asylverfahren: Das ist die Forderung von rund 60 Kriegsgeflüchteten aus Syrien, die vergangenen Dienstag ihr Protestcamp an die Katharinentreppen am Dortmunder Hauptbahnhof verlagert haben. Genauso wie der Umzug blieb auch der Protest, mit dem sich zahlreiche Menschen in Dortmund solidarisierten, friedlich. Überschattet wurde er von Versuchen der Partei Die Rechte, die Geflüchteten anzugreifen.

Menschliches Leiden im Dortmunder Depot: Der bittere Nachgeschmack der „World Press Photo“-Ausstellung
Explosion in Kobanê: Eindrucksvolle Abbildung einer schrecklichen Wirklichkeit. Foto: mb

Unruhen in der Ukraine, verschwundene und abgestürzte Flugzeuge, Krieg um Kobanê – das Jahr 2014 brachte in verschiedenen Teilen der Welt Tod und Leid über die Menschen.

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