Deutschland
Zeitumstellung: Mini-Jetlag feiert seinen 100. Geburtstag
Absolut durchgedreht: Nicht nur Häschen macht die Zeitumstellung regelmäßig verrückt. Foto: ken

Happy Birthday, liebe Sommerzeit! Am 30. April 1916 eingeführt um Energieeinsparungen bei der künstlichen Beleuchtung zu erzielen, lässt sie uns bis heute regelmäßig grübeln, in welche Richtung wir zwei Mal jährlich am Rädchen drehen müssen. 

Reporter ohne Grenzen: aktuelle Rangliste für Pressefreiheit
Glück gehabt: Zensur bringt die Wahrheit über die :bsz ans Licht! Foto: ken

Die Entwicklung der Pressefreiheit ist rückläufig, stellt die Vereinigung Reporter ohne Grenzen in ihrer am vergangenen Mittwoch veröffentlichten Rangliste der Pressefreiheit fest. Auch Deutschland ist in der Platzierung abgerutscht, vor allem sind die Zahlen der Übergriffe auf Journalisten gestiegen.

 
Kommentar: CDU schwächelt, AfD im Kommen

 

Die Landtagswahlen in den Bundesländern Baden-Württemberg, Sachsen-Anhalt und Rheinland-Pfalz haben am Wahlsonntag überraschende Ergebnisse hervorgebracht. Während die Amtsinhaber Winfried Kretschmann (Grüne) und Malu Dreyer (SPD) sich in ihren jeweiligen Domänen durchsetzen konnten, verlor die CDU trotz Sieg in Sachen-Anhalt überall an WählerInnenstimmen. Erschreckend daran: Viele Stimmen wanderten ab an die AfD.

Essay: Ein Tag als Prisma der deutschen Geschichte
Am 9. November 1848: Die Hinrichtung des Revolutionärs Robert Blum, hier auf einem Gemälde von Carl Steffeck. Foto-Quelle: Wikimedia Commons

In Deutschland ist der 3. Oktober als „Tag der Deutschen Einheit“ der gesetzliche Nationalfeiertag. Eine bessere Alternative für die Erinnerungskultur wäre stattdessen jedoch der 9. November, der Tag des Mauerfalls. Und zwar nicht einfach trotz der negativen Ereignisse, die ebenfalls auf dieses Datum fallen – wie die Reichspogromnacht 1938 –, sondern gerade auch wegen ihnen, als Tag der kritischen Reflexion über die deutsche Geschichte.

GFPS verbindet Menschen aus fünf Ländern in Krakau und Zittau
Mit GFPS für ein Semester nach Polen: StipendiatInnen aus Deutschland und Belarus mit dem deutschen Honorarkonsul bei den Städtetagen in Krakau. Foto: mar

Treffen sich ein Deutscher, ein Pole, ein Tscheche ... Was klingt wie ein Witz, ist tatsächlich wahr: Die Städtetage der Studi-Organisation GFPS (Gemeinschaft für studentischen Austausch in Mittel- und Osteuropa e. V.) im polnischen Krakau haben junge Menschen aus halb Europa zusammengebracht, um gemeinsam zu reden, zu lernen, zu lachen und zu feiern. Völkerverständigung wie sie sein soll.

Twittern gegen Deutschland: Hashtag-Schlacht inklusive intellektueller Würgereflexe
#BoycottGermany: Ein Hastag, der zum Boykott deutscher Waren aufruft. Grafik: alx

Die sogenannten Shitstorms #ThisIsACoup und #BoycottGermany auf Twitter schädigen das Ansehen Deutschlands in der Welt. Die Ursache? Wolfgang Schäuble und die Forderungen der EU an Griechenland. Intellektuelle melden sich zu Wort und der Bundesfinanzminister verteidigt den sogenannten Grexit auf Zeit.

Parlamentswahlen: Starke Abweichung bei Auslandsstimmen
Hätte die Türkei wie Nordrhein-Westfalen gewählt, hätte Erdoğans AKP noch die absolute Mehrheit. Quelle: ZfTI ; Grafik: joop

Bei den türkischen Parlamentswahlen am 7. Juni büßte Präsident Erdoğans religiös-konservative AKP (Gerechtigkeits- und Entwicklungspartei) nach 13 Jahren die absolute Mehrheit ein. Hätten dagegen nur die in Deutschland lebenden TürkInnen gewählt, könnte die AKP mit über 53 Prozent bequem weiterregieren. Das Essener Zentrum für Türkeistudien und Integrationsforschung (ZfTI) hat das Wahlverhalten im Ausland lebender TürkInnen analysiert – mit interessantem Ergebnis.

„Hauptsache, mir geht’s gut“-Mentalität: Streiks stießen auf Unverständnis
Böser Beelzebub oder strahlender Ritter: Für die einen ist GdL-Chef Claus Weselsky eine Lichtgestalt — für die anderen ein machtgieriger Geier.					              				      Illustration: mar

„Risiko für den Wirtschaftsstandort Deutschland“. So nannte Verkehrsminister Dobrindt (CSU) den Bahnstreik. Als übertrieben, nervig und lästig empfanden ihn viele Menschen und dachten dabei vor allem an sich selbst, ihren Komfort und ihre tägliche Routine. Dass es bei dem Streik um mehr als nur höhere Löhne, sondern um Grundrechte ging, erklärt Benjamin Trilling im Blick:Winkel. Ähnlich paradox – die für ihre Rechte Kämpfenden werden als Buhmänner wahrgenommen – ging es auch bei den Streiks in Sozial- und Erziehungsberufen zu.

Von der unsichtbaren großen Minderheit: Eine kleine Geschichte der PolInnen im Ruhrgebiet
Wir Unsichtbaren - Buchcover

Vom Ruhrgebiet heißt es immer wieder, hier gäbe es mehr PolInnen als anderswo in Deutschland. Das hätte sich sogar in unserer hiesigen Mundart, dem Ruhrdeutschen niedergeschlagen. Auf jeden Fall aber gäbe es hier so viele Kowalskis, Schimanskis und andere -skis wie sonst nirgends. Was ist dran an den „Ruhrpolen“?

Einer der größten Flüsse Europas von oben

Nach Filmen wie „Bavaria“ und „Die Nordsee von oben“ ist „Rheingold – Gesichter eines Flusses“, die neuste Natur-Doku von den FilmemacherInnen Peter Bardehle und Lena Leonhardt. Spektakuläre Naturaufnahmen aus der Vogelperspektive werden in 91 Minuten nicht ein Mal langweilig.
 

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