Bundeswehr
Wie denn jetzt?

Kommentar. Die Politik und die Kommunen hatten den Sommer lang Zeit gehabt, sich über Alternativen Gedanken zu machen, wie man mit der Pandemie im Herbst umgehen könnte. Lasst uns lachen.

Rechte Netzwerke in der Polizei

Polizei. Vergangenen Donnerstag sprach Sebastian Wehrhahn in der Goldkante über rechte Netzwerke in Polizei und Bundeswehr. Unter anderem kritisierte er falsches Framing.

PFC-Kontamination bei Bundeswehrübungen
Symbolbild

Brandschutz. Laut des Bayrischen Rundfunks hat die Bundeswehr in etwa 18 Fällen Kontamination durch Löschmittel zu verantworten.

Bundeswehrplakate auf der gamescom

Kommentar. Die gamescom sorgte erneut für Aufmerksamkeit. Dieses Jahr vor allem dank der Plakatwerbung der Bundeswehr.

Immer mehr Minderjährige bei der Bundeswehr
Kindersoldaten und minderjährige Freiwillige: Der Unterschied besteht, die Fragwürdigkeit bleibt. Bild: kac

Kommentar. Bei der Bundeswehr wurden im vergangenen Jahr 2.128 Menschen unter 18 Jahren an der Waffe ausgebildet. Nach Definition der UNICEF handelt es sich hierbei um Kindersoldaten. Die Bundesregierung verliert ihre Glaubwürdigkeit.

Interview: Ex-Marine-Soldat im Gespräch
Erst Bundeswehr, dann Uni: Sven studiert an der RUB Geographie. Foto: tom

Bundeswehr: Der ehemalige Marine-Soldat Sven berichtet von seinen Erfahrungen bei der Bundeswehr und der anschließenden Unterstützung für sein Studium.

Verjüngte Werbeoffensive: Die Bundeswehr setzt auch an NRW-Schulen auf Rekrutierung
„Morgen Kinder, machen wir mit Waffen- und Geräteausbildung weiter“: Sieht so der Schulalltag von morgen aus? Wenn es nach der Verteidigungsministerin geht, soll die Bundeswehr zumindest noch stärker an Schulen rekrutieren. Illustration: sat

Das Verteidigungsministerium hat es ausgerechnet: 14.300 SoldatInnen fehlen der Bundeswehr in den nächsten sieben Jahren. Wenn es nach Ursula von der Leyen geht, soll so früh wie möglich nach Nachwuchs gesucht werden – und das muss man leider wörtlich nehmen. Denn aktuell versucht die Bundeswehr, verstärkt an Schulen für den Militärdienst zu rekrutieren. Das Werben für’s Sterben polarisiert – so haben sich auch in der Redaktion pro und contra-Kommentare gefunden. Und überhaupt: An den Schulen regt sich derzeit Widerstand gegen das rigide und neoliberale Bildungssystem. 

       :Die Redaktion

Die Bundeswehr greift verstärkt auf Werbung an Schulen zurück
Gegen die Präsenz von Militär in Schulen: Auch das Bündnis Schulfrei für die Bundeswehr wehrt sich gegen die einseitige Meinungsmache. Foto: Bernd Schwabe

„Wir brauchen die Besten bei der Bundeswehr“, sagte Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen am 1. Dezember. Man wolle sich aber, angesichts des Konkurrenzkampfes um die vielen „talentierten, jungen Menschen“ auch breiter aufstellen, sogar jungen SchulabgängerInnen ohne Abschluss die Möglichkeit geben, bei der Bundeswehr mitzuwirken. Des Weiteren solle auch die Werbung für die Bundeswehr an Schulen verstärkt werden. 

Bundeswehr an Schulen? Ja, bitte!

Die Bundeswehr an die Schule holen. Für einige sofort ein Grund, auf die Barrikaden zu gehen und mit polemischem „Werben für‘s Sterben“ gegen die Kampagnen zu wettern. Doch wo, wenn nicht an Schulen, soll ein kritischer Diskurs zu einem derart relevanten, wichtigen und polarisierenden Thema geführt werden?

Drastische Freiheitsbeschränkung: Bundeswehr raus aus Schulen!

Von der Leyens Rekrutierungsversuche an Schulen sind ein Angriff auf die Freiheit von SchülerInnen. Denn Schulen sollten ein Ort der Aufklärung und freien Entfaltung, nicht zur Rekrutierung sein. Gegen die  (Re-)Militarisierung der Gesellschaft ist daher Widerstand erforderlich – vor allem an Schulen!

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