Erfolgreiche Verhandlungen

Industrie. Bei den neuen Tarifverhandlungen zwischen IG Metall und Arbeitgeber:innen kam es nun sowohl in der Stahl- als auch in der Metall- und Elektroindustrie zu Einigungen, die bessere Konditionen für Beschäftigte und Auszubildende schaffen sollen. Für die ca. 70.000 Arbeiter:innen in der Stahlbranche aus Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bremen wurde in siebenstündigen Verhandlungen beispielsweise eine einmalige Corona-Prämie von 500 Euro beschlossen, die auch die ca. 700.000 Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie erhalten sollen. Hinzu werden auch noch kleinere Zahlungen in den nächsten Monaten kommen, die als „Tarifzusatzentgelt“ in Krisen bei Bedarf auch zur Beschäftigungssicherung in Freizeit umgewandelt werden können. Die Auszubildenden erhalten dabei mit 60 Prozent der Zahlungen sogar überproportional viel, während für Dual-Studierende zudem in nächster Zeit ein Tarifvertrag entworfen werden soll, womit auch die tarifliche Übernahme nach der Ausbildung gilt. Des Weiteren erhöhen sich die Entgelte insgesamt im Juni um 2,3 Prozent, wobei dieses „Transformationsgeld“ bis Februar 2022 gesammelt und dann auf einen Schlag ausgezahlt werden soll, wobei dies dann 18,4 Prozent des Monatsentgelts entsprechen wird. Der neue Tarifvertrag läuft bis zum 30. September 2022, woraufhin wieder neue Verhandlungen stattfinden werden, um die Lage der Arbeiter:innen, die in den Wochen zuvor schon durch mehrere Warnstreiks Druck auf die Firmen ausübten, stetig zu verbessern.

:hakl

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