:doinkürze BVB kickt Brück

(mar) Die Vereinsleitung von Borussia Dortmund zeigt weiterhin Flagge gegen rechts: So wurde gegen den Dortmunder rechtsextremen Kader Michael Brück inzwischen ein Ausschlussverfahren eingeleitet. Dies wurde vor allem mit den politischen Aktivitäten des 23-jährigen stellvertretenden Landesvorsitzenden der Partei „Die Rechte“ begründet, der auch der verbotenen Neonazi-Kameradschaft „Nationaler Widerstand Dortmund“ (NWDO) angehörte. Zuletzt hatte das spektakuläre „Outing“ des Jurastudierenden an der Ruhr-Universität Bochum durch linke AktivistInnen noch für Kontroversen gesorgt (die :bsz berichtete). Zuvor sei Brück laut dem Blog „Braunraus“ nach eigenen Angaben bereits von Borussia Dortmund mit einem Stadionverbot belegt worden. Auch juristisch errang der BVB laut „Braunraus“ vor wenigen Wochen einen Sieg gegen Die Rechte: Das Oberlandesgericht Hamm (OLG) beschied eine einstweilige Verfügung gegen die Neonazi-Partei positiv. Deren Dortmunder Kreisverband hatte mit seinem Spitzenkandidaten Siegfried („SS-Siggi“) Borchardt auf dessen Bekanntheit in der lokalen Fußballszene gesetzt. Mit dem Slogan „Von der Südtribüne in den Stadtrat“ sollte mit dem langjährigen Kopf der rechtsextremen Hooligan-Vereinigung „Borussenfront“ vor schwarz-gelbem Hintergrund geworben werden. Nun wollen die Neonazis dagegen vors Bundesverfassungsgericht ziehen.

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