:campusinkürze Zivile RUB

Auf der letzten Sitzung des Studierendenparlaments (StuPa) am 16. April wurde auf Initiative der Grünen Hochschulgruppe (GHG) ein deutliches Zeichen gegen jede Bundwehr-Präsenz auf dem Campus der Ruhr-Uni gesetzt. Anlass war die Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage einiger Bundestagsabgeordneter der Partei Die Linke, aus der hervorging, dass die Bundeswehr wie in den Vorjahren wieder eine Beteiligung an der Recruiting-Messe „Bonding“ am 5. Mai an der RUB plane. Auch wenn dies von den MesseveranstalterInnen bestritten werde, wie es von verschiedenen Seiten im StuPa hieß, fand ein auf Initiative der Juso-Hochschulgruppe allgemeiner formulierte Antrag nach kaum kontroverser Debatte eine breite Mehrheit: „Der AStA wird beauftragt, sich im Rahmen seiner Möglichkeiten dagegen einzusetzen, dass die Bundeswehr Werbung auf dem Campus, insbesondere während der Bonding-Messe, verbreiten kann“, lautet der Kernsatz des Antrags. Die seit Abschaffung der Wehrpflicht intensivierte Nachwuchswerbung insbesondere an öffentlichen Bildungseinrichtungen sowie auf (Jugend-)Bildungsmessen ist gesamtgesellschaftlich zunehmend in die Kritik geraten. In den vergangenen drei Jahren starteten mehr als 3.000 Minderjährige eine Bundeswehr-Karriere.