:boinkürze „Bermuda3eck bleibt verraucht!“

Unter diesem Motto fanden sich am Samstag an die 100 Demonstrierende vor dem Bochumer Hauptbahnhof ein, um ein Rauchzeichen gegen das seit Mai 2013 in NRW geltende Totalverbot des blauen Dunsts in Kneipen zu setzen. „Zigaretten für alle – und zwar umsonst“ schallte es etwas blechern aus einem Megaphon, begleitet von obligatorischem  „Kassierer“-Punkrock: „Das Schlimmste ist, wenn das Bier alle ist.“ Mit Slogans wie „Rauchverbot gleich Kneipentod“ oder auch „Hausverbot fürs Rauchverbot“ bis hin zur griffigen Formel „Kneipen ohne Rauchen kann ich nicht gebrauchen“ zog die Demo weiter Richtung Engelbertbrunnen, wo eine Kundgebungsrednerin forderte, „dem Wahnsinn der rot-grünen Regierung Einhalt zu gebieten“.

Es gehe nicht an, dass künftig eine Schließung von jährlich etwa zehn Prozent der Kneipen in Kauf genommen werde, die maßgeblich durch Umsatzein­bußen von bis zu 50 Prozent durch das Totalverbot des Rauchens in geschlossenen gastronomischen Räumen mitbedingt sei. Durch die insbesondere seitens der NRW-Grünen forcierte Verbotspolitik würden persönliche Freiheitsrechte eingeschränkt und die RaucherInnen gegängelt. Im Mai solle bei hoffentlich besserem Wetter erneut in Bochum für eine Aufhebung des totalen Kneipenrauchverbots demonstriert werden.