Auf den Punkt: Spieltrieb

Spieltrieb: Spaßbremsen und SpielverderberInnen wollen uns einreden, Spielen sei nur etwas für Kinder. Nach der Kindheit – also sobald der Chinesisch-Unterricht in der Kita losgeht – sollten die künftigen Erwachsenen doch bitte keine Zeit mehr mit Holzbauklötzchen, Plastikfigürchen und sonstigem Daddelkram vergeuden. Schwachsinn: Spaß und Lust am Spielen sind uns Menschen angeboren – und auch so manchen Tieren. Der Spieltrieb ist ein natürlicher Drang zum Wissenserwerb, eine Lernmethode sozusagen. Dabei auch Fehler und Unsinn zu machen, gehört zum spielerischen Lernen dazu. Und bloß weil nicht auf Anhieb erkennbar sein mag, was eine Katze aus Pappkartons Lehrreiches mitnimmt, ist das kein Grund, dem Spieltrieb nicht nachzugeben. Das wäre unnatürlich, unmenschlich gar. Selbst solchen ZeitgenossInnen, die bloß auf Karriere und Lebenslaufoptimierung geeicht sind, sollte Folgendes zu denken geben: Wenn lebenslanges Lernen für Erfolg unerlässlich ist, dann wird lebenslanges Spielen zur Pflicht.