Auf den Punkt: Grusel

Grusel: Regie-Genie Stanley Kubrick hatte es schon immer auf dem Schirm: Wie Grusel entsteht. Das offenbarte er bei den Dreharbeiten mit Jack Nicholson für seine Horrorfilm-Adaption von Stephen Kings „The Shining“: Das Urteil nach dem ersten Take? Echt gut, der Nicholson! Kubrick wollte aber mehr. Nach dem zwanzigsten Take war es nach wie vor super, nach dem sechzigsten war es solide, nach dem achtzigsten nur noch mäßig. Aber nach über hundert Takes kam das zum Vorschein, was Kubrick vorschwebte, das, woraus sich der Horrorfilm speist: Der Wahnsinn. Das ist auch der Stoff, aus dem sich der Grusel speist: Wahnsinn via Wiederholung. Genau das beweisen auch zur Halloween-Zeit die VertreterInnen unseres Stupas, wenn sie stets erneut tagen müssen und zur schaurigen Geisterstunde zum zweiten – von 25 Tagesordnungspunkten –  fortschreiten. Uns bibbert es: Schauder und Jammer! Aber wo bleibt die scheiß Katharsis? Unsere ParlamentarierInnen gedulden sich, wir gruseln uns. Die letzte Stupa-Sitzung soll mäßig gewesen sein. Der Wahnsinn naht! Es ist Halloween: Gruselig!