Kolumne

Wenn die Polizei die Wohnung einer 15-Jährigen durchsucht, wegen Schriftzügen aus abwaschbarer Sprühkreide, die ihr nicht mal nachgewiesen werden können, dann läuft etwas falsch. Schon länger führt die CSU-regierte Stadt Augsburg einen polizeistaatlichen Kleinkrieg gegen Klima-Aktivismus. Da schreckt man auch nicht davor zurück ein junges Mädchen von der Polizei vor der gesamten Nachbarschaft demütigen zu lassen. Hausdurchsuchungen scheinen sogar das liebste Mittel zu sein. Wie kann man auch besser in den privatesten Lebensbereich einer Person eindringen und diese einschüchtern? Gern lässt man dabei auch mal Handys, Laptops und andere Geräte mitgehen. Der böse Feind, der hinter dem Klimaktivismus steht, ist dabei natürlich der Kommunismus in Form der „Roten Hilfe“. Ein Verein, dessen Tätigkeit in der Unterstützung von Repressionen Betroffener natürlich besonders denen ein Dorn im Auge ist, für die Repressionen ein besonders beliebtes Hobby sind. 

             :kjan

Yaay! Der Sommer steht vor der Tür und das heißt auch! Kleidungsverbote für FLINTA*. Ick freu mir! Insbesondere auf tolle Sprüche wie: „Wenn der Rock schon so kurz ist ,…“ oder „Mit dieser Figur würde ich ...“ Lieber die Klappe halten! Genau! Denn der Sommer ist nicht nur die warme Jahreszeit mit geilem Obst und chilligen Bierabenden, sondern auch die Zeit, in der die Meinung zur Kleidung und Körpern allgegenwärtig ist. Ich sach wie et is! Es nervt. Und nur weil Ingo und Gabi nix Besseres zu tun haben, müssen sie sich nicht meinen, mein Leben zu kommentieren. Das ist einfach ne deutsche Tradition. Das Meckern über andere und direkt ‘ne Meinung bilden. Nice! Aber ganz ehrlich! Wenn die Beine zu haarig sind. Mensch zu dick, zu nackt, zu dünn ist und was einigen auch sonst so missfällt. Einfach Mal atmen statt reden. Da kommen wir am Ende auf mehr Gewinn für uns beide. Nur weil ihr unzufrieden seid, müsst ihr nicht andere mit euren Worten und Blicken die Stimmung zerstören. In diesem Sinne embrace your Body andstop bullying people!        

:bena

Dieses Problem werden vielleicht nicht alle haben, aber es ist jedes Jahr wieder das gleiche für einige. Die Festtage stehen vor der Tür und schon geht die Planung los. Wann setze ich mich hin, um meine Tasche zu packen? Klar, viertel Stunde vor der Zugfahrt, die wiederum im besten Falle 5 Stunden dauert. Dann geht die Uni dieses Semester eigentlich bis zum 23.12., was nicht gerade in meinen Plan passt. Also werde ich schwänzen. Denn eigentlich will ich „zu Hause“ alle Freunde wiedersehen und gleichzeitig Silvester wieder im Ruhrgebiet sein. Vorne und hinten sowie links und rechts passt das alles nicht unter einen Hut. Jedes Jahr werden Abstriche gemacht und wenn man dann auch noch so ein Filou ist wie ich und seit einem dreiviertel Jahr nicht mehr bei der Familie und Freunden war, dann sieht der Zeitplan unglaublich eng aus. Dabei gibt´s doch die romantische Vorstellung, dass man in den Ferien nochmal alles von der Uni wiederholt. 

:luq

 

Das phantastische Stück Die Unendliche Geschichte nach Michael Endes Buch feierte am Samstag, den 20. November seine Premiere am Schauspielhaus Bochum. Es fing schon um 16:00 Uhr an, da es viele Kinder in die fast dreistündige Vorstellung zieht. Das Publikum bestand auch zu einem großen Teil aus Kindern und das hat man gespürt. Die Atmosphäre war ausgelassen und ab und an hat man ein Kind etwas sagen oder respondieren gehört. Das tat den Schauspieler:innen auf der Bühne nichts ab, sie blieben konstant in ihren Rollen und was waren das für Rollen. Zum einen muss man ein Wort über die Kostüme verlieren, die mit viel Liebe das Publikum verzauberten. Auf der anderen Seite ist es selbst für Menschen, die mit der Geschichte nicht vertraut sind, eine wahnsinnig schöne und magische Reise. Für das Stück und die dazu passende Ausstellung im Theaterrevier hier in Bochum gibt es eine eindeutige Empfehlung. 

:luq

 

Bei Lebendig Nacht am Samstag im JunkYard Dortmund konnte man das erleben, was erst seit kurzem in diesem Ausmaß wieder möglich ist: düstere Räume, schwitzende Leute, blitzende Lichter und allgemeine Ekstase. Dass sich nicht alles wie früher anfühlt, lag vor allem daran, dass man solche Nächte gern im Nachhinein verklärt. Kurz nach 0 Uhr, im Regen und Wind in die Schlange vor der Location stellen, über das wohl gewählte Outfit noch eine dicke Jacke gezogen. Drin angekommen, erstmal warm werden und sich auf die Musik einlassen. Eine Stunde, ein überteuertes Red Bull und viele Fragen, ob man Feuer oder „Dinger“ hat, später kam man langsam in die richtige Stimmung, und die blieb dann auch für den Rest der sehr langen Nacht. Was folgte, war ein typischer Rave mit allen üblichen Höhen und Tiefen, die meisten Tiefen waren zum Glück die Bässe und der lange Weg nach Hause auf sehr ausgetanzten Beinen.

:kjan

 

Trick or treat: Am vergangenen Wochenende war es wieder einmal so weit: Graf Dracula, Frankensteins Monster, eine finstere Version von Bibi Blocksberg und weitere teils bis zur Unkenntlichkeit mit (hoffentlich) falschem Blut beschmierte Menschen jeder Altersklasse durchstreiften die Straßen! Wenn man Halloween liebt, dürfte der 31. Oktober einer der wichtigsten Feiertage des Jahres sein. Was will man auch mehr außer grinsende Kürbislaternen, thematisch passende Fledermaus-Weingummis und Gruselfaktor bis zum Abwinken? Wenn man sich jedoch nicht zu einem Faible für blutige Kostümierungen und anderweitigen Verkleidungen bekennt, dürften wohl eher Erinnerungen an mit Mehl eingesaute Haustürvorleger, geschmissene Eier, besoffene Partywütige und Ruhestörungen und nervtötendes Klingeln vorherrschend sein. Aber hey, an alle Halloween-Muffel: Seid mal ein bisschen süßer, nicht immer nur sauer. 

:becc

 

Liebe Frau Heidenreich, ja, Sie haben nichts gegen Deutsche mit Migrationshintergrund, aber finden trotzdem, dass sie nicht „deutsch“ sind! Da kann auch der Taxifahrer Kölsch reden, Sie wollen wissen, wo er herkommt! Ja, die Frage, die nur Neugier suggeriert und einem zum Nazi macht, wenn man dem Gegenüber durch den Stammbaum klar macht, dass die Person auf keinen Fall „BIODEUTSCH“ sein kann. BUUUHU! Aber wer bin ich? Generation überempfindlich: Benutze gendergerechte Sprache, schreibe Schwarz groß und weiß klein! Kacke, dieser Rassismus gegen weiße! Stimmt, Kartoffel und Alman kann man mit den Vorurteilen gegen Religionen, dem Antisemitismus und Antimuslimischem Rassismus gleichsetzen! Genauso wie Ansintizismus, Antiasiatischen sowie Antischwarzen Rassismus! Also keine Wohnung für Familie Schmidt, der Justus kommt trotz guter Noten nur auf die Hauptschule und ohne Stammbaum, der bis zu den Germanen führt, ist man eh nicht (Bio)Deutsch! 

:bena

Alles wieder beim Alten? Unsere übliche Seite 7 gehörte nun für viele Monate zu den Dingen, die seit der Pandemie einfach anders sind. Kein Speiseplan, keine Termine, kein nach:gehört, nach:geschaut und so weiter. Und jetzt? Jetzt geht es langsam wieder zurück dahin, was Ihr schon seit ein paar Jahren von uns kennt! Ab dieser Ausgabe bekommt Ihr bei uns wieder die aktuellen Speisepläne der bereits geöffneten Cafeterien und Mensen an der Ruhr-Uni und könnt sehen, worauf Ihr Euch kulinarisch freuen könnt – und an welchen Tagen Ihr vielleicht lieber etwas von zuhause mitnehmt. Ebenso werdet Ihr wieder jede Ausgabe Tipps für die besten und heißesten Termine in der Umgebung kriegen. Konzerte, Vorträge, Lesungen, Sport? Unsere Redakteur:innen erzählen Euch, was so geht und eine Woche später dann, wie es so war. Und, wenn die Sterne es gut mit uns meinen, könnt Ihr uns bald auch wieder gedruckt in der Hand halten!
Denn was wäre ein Präsenz-Semester ohne die :bsz?

:kjan

 

Es herbstet! Wir sehnen den goldenen Oktober herbei! Langsam aber sicher nähern sich die sowieso schon niedrigen Temperaturen wieder dem Gefrierpunkt. Es ist wieder an der Zeit; holt die Wollpullis aus ihren Verstecken und greift zu den Heißgetränken Eurer Wahl. Vergesst bloß nicht die kuscheligen Jacken. Die kälteren Monate können doch ganz genießbar sein, oder? Doch Halt: Eine Beschäftigung wird da mal ganz schnell zur Tortur der besonderen Art. Das wäre? Ein ewiges und leidiges Thema: Bahnfahren. Oder vielleicht eher: Auf Bahnen und Züge und Busse und Ersatzfahrzeuge warten. Ich lieb’s — und würde es fast schon als Hobby bezeichnen — mir bei Wind und Wetter den Arsch abzufrieren und am ganzen Leib zu zittern, weil ich a) noch irgendwie im Sommerflow stecke und nicht dick genug angezogen bin und b) ich einmal gehofft hatte, dass mein Zug pünktlich einfahren würde. Wie konnte ich so naiv sein.    

:becc

 

Yaaay, die Uni beginnt und das wieder vor Ort! Toll! Für Chronischkranke, Menschen, die mit Risikogruppen zusammenleben, aber auch Studis mit Kind eine Wunschvorstellung! Nicht! Was sind die Alternativen? Wie kommt man an den Stoff ran? Wurden diese Menschen mitgedacht? Wie immer nicht! Aber was soll‘s, gerne quetscht man sich in den vollen Pendeler:innenverkehr, damit man zur Univeranstaltung kommt! Vor allem für Studierende, die aufgrund dessen keinen Impfschutz haben dürfen, wird es ein Kampf! Aber hey, was soll‘s! Wir sind barrierefrei und wollen unser altes Leben zurück, nur ohne durchdachte Lösung! Sind ja auch nur fast zwei Jahre vergangen, um sich mit verschiedenen Modellen auseinander zu setzen, die für ALLE Studis! Ein erfolgreiches Semester garantieren könnten! Aber egal! Die Krankenkasse, das Bafögamt und andere Hilfen werden jetzt weiterzahlen und die „Sonderfälle“ müssen kämpfen!    

:bena

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