Wissen
Welttag des Theaters
Immer auf Trab: Wie sich chronischer Stress auf unseren Organismus auswirkt
Der Tanz der Stresshormone: In der Klausurenphase feiern die Cortisol-Moleküle die größten und längsten Partys. - Foto: mb

Raus aus den Federn, rein in die Bib. Mit möglichst viel Stoff im Kopf wieder raus, auf zur Arbeit. Abends nach Hause, noch ein paar Brocken lernen – verdammt, das Referat und die Hausarbeit müssen ja auch noch fertig werden! Wie sich Stress anfühlt, wisst Ihr alle.

RUB-Emeritus Heinz H. Menge präsentiert „Mein lieber Kokoschinski!“
Dat Büdchen: Auch hier wird linguistische Forschung betrieben. Foto: flickr.com / wwwuppertal (CC BY-NC 2)

Boh glaubse, da gibbet getz nochn Buch zua Sprache im Pott. Aber diesma einz, dat nich nua wat witzich is, sondern auch wissenschaftlich so Hand und Fuß hat! – Heinz H. Menge, der bis 2009 Professor für Germanistische Linguistik und Mediävistik war, hat sich nach seiner Emeritierung zwar von der Universität verabschiedet, nicht aber von der Wissenschaft. Im Gegenteil: Er bringt das Wissen dorthin, wo es hingehört – unter die Leute. Und so erschien diesen Herbst das Buch „Mein lieber Kokoschinski! Der Ruhrdialekt – aus der farbigsten Sprachlandschaft Deutschlands“.

Von zweiköpfigen Tieren und kopflosen Experimenten
Nicht den Kopf verlieren: Die Wissenschaft treibt manchmal seltsame Blüten. - Karikatur: Michael Holtschulte

(Philipp Pauli, koi) „Frankenstein“ ist in unserem Bewusstsein eine Geschichte fern jeglicher wissenschaftlicher Realität. Mary Shelley ließ 1818 ihren fiktiven gleichnamigen Wissenschaftler ein menschliches Wesen aus verschiedenen Körpern erschaffen. Aber ist die Geschichte des außer Kontrolle geratenen Monsters wirklich nur bizarre Science-Fiction?

Die Vorstellung, einen nach dem Bau­kastenprinzip zusammengehefteten Klumpen Fleisch mithilfe von Blitzableitern zum Leben zu erwecken, wurde tatsächlich nie in die Tat umgesetzt. Gefährlich weit fortgeschritten allerdings ist eine Reihe von Experimenten, die zwischen den 1930er und 1970er Jahren durchgeführt wurde. Während der Weltkriege von der Notwendigkeit inspiriert, Organe wie die Lunge und das Herz zu transplantieren, ging ein Russe noch weiter und meisterte die Königsdisziplin: Wladimir Demichow transplantierte komplette Köpfe.

Sonderausstellung „Nofretete – 100 Jahre Entdeckung und Faszination“ an der RUB
Jäger des gefundenen Schatzes: Präsentation der Nofretete-Büste am Fundort Tell el-Amarna am 6. Dezember 1912. Foto: Prinz Johann Georg von Sachsen/Universitätsarchiv Freiburg

Ihr Name lautet übersetzt: „Die Schöne ist gekommen“. Sie war eine der mächtigsten Frauen des alten Ägyptens, gilt bis heute als Ikone der Schönheit und der Umzug ihrer Büste innerhalb Berlins versetzte nicht nur die Kulturindustrie in helle Aufregung. Die Rede ist natürlich von Nofretete. Bis Dezember hat sie ein Gastspiel in Bochum. Der Eintritt lohnt sich – und zwar nicht nur, weil er umsonst ist.

Neue Hoffnung für MS-PatientInnen?
Eines der tausend Symptome von MS: Die Lähmung. Foto: Jacq

Prof. Dr. Ralf Gold, Direktor der Neurologischen Universitätsklinik am St. Josef-Hospital in Bochum, erreichte mit seiner europaweiten Zulassungsstudie zu einem neuen Medikament gegen Multiple Sklerose (MS) einen ersten Erfolg: Daclizumab, ein monoklonaler Antikörper, soll die Wahrscheinlichkeit eines MS-Schubes bei einem Patienten oder einer Patientin um 50 Prozent senken. 

Deutsch-Südafrikanisches Wissenschaftsjahr neigt sich dem Ende
Das International Convention Centre in Kapstadt: Hier ging es los. Foto: DST/BMBF

Am 16. April wird in Berlin das Deutsch-südafrikanische Wissenschaftsjahr mit einem Festakt beendet. Es wird viel Schulterklopfen und symbolische Gesten geben. Im Ruhrgebiet hat man von dieser Kooperationsinitiative der Wissenschaftsministerien beider Länder in den letzten zwölf Monaten nicht viel gehört. Lediglich an der Nachbaruniversität Duisburg-Essen (UDE) ging die Aktion nicht ganz spurlos vorbei: Die Studentin Rebecca Nicklaus gewann den zweiten Platz beim Essay-Wettbewerb.

STI-HIT-Studie beim Gesundheitsamt Bochum
Unterm Mikroskop sichtbar: Gonokokken können Tripper verursachen. Foto: Wikimedia Commons / CDC/ Dr. Norman Jacobs

Noch bis zum 28. Februar 2013 besteht die Möglichkeit, sich bei der Beratungsstelle für sexuelle Gesundheit im Gesundheitsamt Bochum kostenfrei auf die zwei weltweit häufigsten sexuell übertragbaren Infektionen – nämlich durch Chlamydien und Gonokokken (Gonorrhoe-Erreger) – testen zu lassen. Die Tests finden im Rahmen der vom Robert-Koch-Institut zusammen mit Gesundheitsämtern in NRW durchgeführten STI-HIT-Studie statt. „STI“ steht hierbei für „sexual transmitted infections“ (sexuell übertragbare Infektionen) und „HIT“ für die HIV-Testberatung. Die STI-HIT-Studie untersucht, bei wie vielen der Menschen, die zum HIV-Test kommen, andere sexuell übertragbare Infektionen als HIV vorliegen. Die Studienergebnisse sollen helfen, Maßnahmen zur Prävention, Feststellung und Behandlung solcher Infektionen  zu verbessern.

Bundespräsident verleiht deutschen Zukunftspreis
Hört sich gut an: Prof. Kollmeier und sein Team erhalten den deutschen Zukunftspreis. Foto: Deutscher Zukunftspreis / bildschön

In der vergangenen Woche wurde der deutsche Zukunftspreis, oder auch der Preis des Bundespräsidenten für Technik und Innovation, in Berlin verliehen. Der Preis würdigt jedes Jahr herausragende Projekte und Innovationen aus Wissenschaft und Forschung und wird schirmherrisch durch den Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland vergeben. Obgleich der starken Konkurrenz ließ sich für den Zuschauer relativ zügig erahnen, wer den Preis final in den Händen halten würde.

Studentische Tagung Sprachwissenschaft in Berlin mit Bochumer Beteiligung
Sprachwissenschaftliche Berieselung: Die StuTS hält eine bunte Mischung für Nachwuchslinguistinnen bereit. Bild: stuts52.de

Vergangene Woche fand in Berlin die studentische Tagung Sprachwissenschaft, kurz StuTS, statt. Unter den 200 TeilnehmerInnen und mehr als 50 Vortragenden aus ganz Deutschland und verschiedenen Nachbarländern befand sich auch eine Delegation von Bochumer Studierenden vor Ort, um sich Vorträge aus der gesamten Bandbreite des sprachwissenschaftlichen Studiums und der Wissenschaft anzuhören bzw. diese zu halten, und sich mit anderen Studierenden auszutauschen. Gleichzeitig ist die StuTS auch die Bundesfachschaftentagung (BuFaTa) der sprachwissenschaftlichen Fächer. Unter Umständen findet die nächste Wintersemester-StuTS an der Ruhr-Universität statt.

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