SCHWER:PUNKTE
Sein oder nicht sein: Die Widersprüche des Detroit-Projekts
Dies wäre Ihr Preis gewesen: Subversive Lichtkunst am Bergbaumuseum. - Foto: Katharina Cygan

Das Bochumer Schauspielhaus präsentiert seit Oktober 2013 die temporären Projekte des einjährigen internationalen Kunstfestivals in Bochum. Dabei kooperieren die VeranstalterInnen nicht nur mit KünstlerInnen aus Deutschland, sondern auch aus Polen, Großbritannien, Spanien und den USA. Seit dem 26. April fand das Sommerfestival des Detroit-Projekts statt, in dessen Rahmen in der ganzen Stadt Bochum Arbeiten internationaler KünstlerInnen zu sehen waren. Das Projekt sollte als kritisches Statement zur Schließung des Opelwerks in Bochum dienen. Mehrere tausend Arbeitsplätze werden abgebaut. Doch was hat eine Lichtinstallation mit dem Satz „How Love Could Be“ des Briten Tim Etchells am Fördergerüst des Deutschen Bergbaumuseums mit Bochum und Opel zu tun?

Künstler-Konsortium: Reflexion von Kunstzerstörung durch ihre Zerstörung?
Kunst-Abriss in Bochum: Otto Herbert Hajeks Maßzeichen wurden im April 2011 beseitigt. Foto: Klaus Kuliga (artibeau)

Im Zuge der am 22. Juni eröffneten Ausstellung „temporärer Kunstwerke“ der Urbanen Künste Ruhr sowie des Netzwerks RuhrKunstMuseen ist im Rahmen des Projekts „Doom Void Hope“ der Künstlergruppe „KONSORTIUM“ ein 1979 entstandenes, vier Meter hohes und 25 Meter breites Wandbild an der RUB zwischen Audimax und NA-Gebäude grau übertüncht und durch den Schriftzug „HOPE“ ersetzt worden (siehe :bsz 1004). Das 100 Quadratmeter große Wandbild war am 24. Oktober 1979 unter Leitung des Bochumer Künstlers Bernd Figgemeier als studentisches Gemeinschaftsprojekt entstanden und hatte die letzten 35 Jahre unbeschadet überdauert. Im Dialog mit den beteiligten AkteurInnen lotet die :bsz nun aus, wie die Hoffnungen für einen dauerhaften Bestand von Campus-Kunst zurückgeholt werden können.

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) plant neues Fracking-Gesetz

Nachdem sich die schwarz-gelbe Koalition im vergangenen Jahr nicht mit den Ländern auf ein Gesetz zur Regelung der umstrittenen Schiefergasförderung einigen konnte, wagt Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) nun im Schatten der Fußballweltmeisterschaft und des heiß diskutierten Freihandelsabkommens mit den Vereinigten Staaten einen erneuten Vorstoß: Noch vor der Sommerpause des Deutschen Bundestages plant Gabriel, einen entsprechenden Gesetzesentwurf ins Kabinett einzubringen. Dieses Vorhaben stößt bundesweit auf Widerstand und Empörung – zumindest bei Vielen, die diese Meldung abseits des WM-Fiebers erreicht hat.

Die WM in Brasilien unter Ausschluss des Volkes
The sky is the limit: Begrenzter Wohnraum in São Paulos Favela-Stadtteil Rocinha. Foto: flickr, Rocinha_eflon (CC BY 2.0)

Endlich hat sie begonnen: Die 20. FIFA-Fußball-Weltmeisterschaft. Das fußballverrückte Land am Zuckerhut steht für die kommenden vier Wochen im Fokus der Weltöffentlichkeit. Diese soll dann ein Brasilien sehen, das die sozialen Missstände im Land in den Griff bekommen hat. Doch auch während das Eröffnungsspiel zwischen Brasilien und Kroatien lief, kam es in São Paulo zu weiteren Protesten gegen die viel zu hohen Ausgaben für die Stadien und die Infrastruktur der WM. Aus Sicht der DemonstrantInnen wären diese Gelder besser im Bildungs- und Gesundheitswesen aufgehoben. Als Neymar den BrasilianerInnen mit seinen beiden Treffern den Auftaktsieg bescherte, war das WM-Stadion in São Paulo im Übrigen noch nicht komplett fertiggebaut.

Von Meisterschaften, Vorurteilen und PoletänzERn
Polesport-Weltmeisterschaft 2013: AthletInnen kämpfen an der Stange um den Sieg. Foto: Deutsche Polesport Meisterschaft

In den USA, England und Australien ist Polesport bereits seit über zehn Jahren ein anerkannter Sport mit Meisterschaften. Auch in Deutschland wird er als Hobby und Hochleistungssport immer beliebter – unter anderem an der RUB: Die zwei Pole Fitness Kurse des AKAFÖ-Kulturbüros Boskop für das laufende Semester waren innerhalb weniger Minuten ausgebucht. Damit deutsche HochleistungssportlerInnen dieses Jahr an der Weltmeisterschaft im Polesport teilnehmen können, findet am 9. Juni 2014 zum Vorentscheid eine Polesport Meisterschaft in Bochum statt.

Konflikte in der Türkei erreichten Köln
Junge Alevitinnen: Zeigen sich kämpferisch und demonstrieren gegen Erdoğan. Foto: Patrick Henkelmann

Am Samstag war Köln vom Besuch des türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdoğan bestimmt – vor allem vom Protest gegen diesen im Vorfeld heftig umstrittenen Besuch. Erdoğan trat in der Lanxess Arena vor seiner AnhängerInnenschaft auf, de facto wie bei einer Wahlkampfveranstaltung. Seine KritikerInnen sammelten sich bei einer Großdemonstration der Alevitischen Gemeinde Deutschlands und zogen friedlich durch das Stadtgebiet auf der anderen Seite des Rheins. Welche Hintergründe hat es, dass Zehntausende in einer deutschen Großstadt gegen Erdoğan auf die Straße gehen?

Die JapanerInnen schreiben 千 – die alten RömerInnen schrieben M
Seit 1967: Die älteste kontinuierlich erscheinende Studi-Zeitung der BRD feiert ihre 1000. Ausgabe. Quelle: RUB; Illustration: ck

1967 nahm ein wagemutiges, aber niemals so langfristig geplantes Projekt seinen Anfang. Die MacherInnen von damals sind erstaunt und auch wir können es kaum fassen:

Ihr lest hiermit die virtuelle Fassung der 1000sten Ausgabe der „Bochumer Stadt- und Studierendenzeitung“ auf Euren digitalen Anzeigegeräten.

Vietnam: Chinesische Fabriken brennen – Proteste gegen Ölbohrungen
Harte Arbeit: Vietnamesische ArbeiterInnen in chinesischen Fabriken. Quelle: Flickr, domit (CC-BY-NC-SA v2.0)

Die ganze Welt schaut auf die Ukraine, wo die Lage nach der russischen Annexion der Krim seit Wochen angespannt ist. Gleichzeitig wurden in den ostukrainischen Städten Donezk und Lugansk autonome „Volksrepubliken“ ausgerufen, nachdem dort Umfragen belegten, dass eine angebliche Mehrheit der dort lebenden Bevölkerung eine Loslösung von der Ukraine befürwortete. Angesichts dieses Konflikts tritt eine weitere aktuelle angespannte Situation in den Hintergrund: der Territorialkonflikt zwischen China und Vietnam.

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