KULTUR:SCHOCK
Lesung: Eier aus Stahl, Worte aus Gold
Der Kowal und der Marock: Zwei harte Jungs formen Worte zu Gold. Foto: Lukasz Laski / Marek Firlej

Samstagabend. Lesung im Café Banane. Die Autoren sitzen gekämmt im Hemd am kleinen runden Tisch. Auf ihm erfrischende Getränke und zahlreiche bedruckte Blätter. Klingt spießig? War es aber nicht. Im Gegenteil: Heavy Metal in Worten boten die zwei harten Bochumer Kerle Łukasz Łaski (aka Der Kowal) und Marock Bierlej vergangenes Wochenende in Dortmund.

Jetzt im Kino: „Der Hobbit – Die Schlacht der fünf Heere“
Bilbo Beutlin, Titelheld der Hobbit-Trilogie. Bild: Elisa Gallion, deviantart.com (CC-BY-NC-3.0)

Peter Jackson ging mit „Der Herr der Ringe“-Trilogie in die Filmgeschichte ein. Nun läuft der letzte Teil der Mittelerde-Saga von J. R. R. Tolkien in den Kinos. „Die Schlacht der fünf Heere“ begleitet den Hobbit Bilbo Beutlin und seine Gefährten, die von dunklen Mächten bedroht werden und in Konflikt mit Verbündeten gelangen. Es erwarten Euch epische Kämpfe um Macht, Reichtum, Freundschaft und Liebe.

75 Jahre Batman: Superheld oder Antiheld?
Beobachtet und wacht: Der Nimbus der Düsternis macht Batman seit 75 Jahren zum beliebtesten DC-Helden. Illustration: Admira Vijaya

Der dunkle Ritter erhebt wieder seine Schwingen über dem verbrecherischen Moloch der Großstadt! Der Comicverlag Panini Comics hatte den 28. November anlässlich des 75. Geburtstags von Bruce Waynes Alter ego zum Batman-Tag ausgerufen. An diesem Tag sollte die spätestens seit Christopher Nolans Film „The Dark Knight“ von 2008 ins Unzählbare angewachsene Fanschar in die Comicläden gelockt werden, um zu erfahren, dass der düstere Held auch auf bunten Hochglanzpapierseiten eine gute Figur macht. Grund genug für uns, sich ein paar Gedanken zum Fledermausmann und seiner Geschichte zu machen.

4. Bochumer DEFA-Filmtage im Endstation Kino über die Revolution 1989/90
„Stilles Land“: Andreas Dresens Film über den Mauerfall und „Warten auf Godot“ bei den 4. Wende-Filmtagen in Bochum. Foto: DEFA-Stiftung, Michael Loewenberg

Aufbruch und Resignation: Filme wie Andreas Dresens „Stilles Land“ oder Frank Beyers „Der Verdacht“ fangen bei den 4. Bochumer DEFA-Filmtagen vom 3. bis 7. Dezember die Umbruchphase von 1989/90 ein – die letzten Filme der DDR, die zugleich das Ende des SED-Regimes aufgreifen. Filmwissenschaftler der RUB gaben in Einführungen und Filmgesprächen spannende Hintergrundinfos.

Romandebüt „Darkness over Cannae“ zeichnet Hannibals größte Schlacht nach
Das Blut auf der Klinge wird nicht trocknen! Martialische Illustrationen prägen „Darkness over Cannae“. Illustration: © Jenny Dolfen

Nicht nur mit einer Armee überwand er die Alpen, sondern sogar mit Elefanten. Der Name Hannibal ist vor allem mit dieser logistischen Meisterleistung verbunden. Der karthagische Feldherr besiegte die überrumpelten Römer darauf in mehreren Schlachten. Die berühmteste, die Schlacht bei Cannae 216 v. Chr., hat Jenny Dolfen in ihrem Romandebüt „Darkness over Cannae“ bildgewaltig inszeniert – und das im Selbstverlag.

„Sintflut“ von Pona/Hervás Millán: Aufwändige Unterwasser-Action
Das beeindruckende Cover von "Sintflut". Splitter-Verlag

Die Kontinente sind im nie endenden Regen untergegangen. Warum, weiß niemand. Es spielt auch keine Rolle, denn an Bord von U-Booten und in Städten am Meeresgrund geht das Leben weiter. Und damit auch das Kämpfen, wie es nun mal in der menschlichen Natur liegt. Auch wenn manche Gestalten nach Generationen im Wasser mit Menschen nicht mehr viel gemein haben…  Der Doppelband „Sintflut“ von Nicolas Pona (Text) und Jesús Hervás Millán (Zeichnungen) erzählt eine packende Geschichte in einer fantastischen Welt.

Blicke – Filmfestival des Ruhrgebiets: Die RUB überzeugt als Hauptdarstellerin
Bester Doku-Film: „Nadeshda“ über das Leben und die Träume einer Roma-Familie in Bulgarien. Foto: Anna F. Ewert & Falk Müller

Eine märchenhaft anmutende Flucht vor dem grauen Betonklotz in die Querenburger Natur überzeugte die Jury des diesjährigen Blicke-Festivals im Endstation-Kino in Langendreer vom 19. bis 23. November: Nico Joana Webers „Markasit“ wurde mit dem Spielfilmpreis Ruhr ausgezeichnet. Der Preis für den besten Dokumentarfilm ging an „Nadeshda“, in dem authentisch das Leben einer Roma-Familie in Bulgarien geschildert wird.

Buchrezension: „Codex Roboticus“: Als die Maschinen beinahe den Menschen ablösten
Überall leere, metallene Gesichter: Der Codex Roboticus zwischen düsterm Comic und Dokumentation. Bild: Das Wilde Dutzend Verlag

Der Golem ist Geschichte. Der Prometheus „steigt aus dem Lichtbogen des Verstandes hervor. Er ist ganz Industrie, und seine Ordnung ist auch die Ordnung der neuen Welt.“ Besessen von dieser Idee baute Dr.

25 Jahre Kinofest Lünen: Die Doku „Der Bauer bleibst Du“ als großer Gewinner
Viel Glamour im Heinz-Hilpert-Theater: Auf der Bühne wurde der Hauptpreis Lüdia vergeben. Foto: mb

Das erlebt das sonst so beschauliche Lünen nur einmal im Jahr: Rund 9.000 BesucherInnen kamen in den vier Tagen vom 13. bis 16. November ins Cineworld Lünen, 54 deutsche Filme standen im Programm.

Dopamin-Vorrat im KulturCafé: Herzrasen beim CampusSlam
Ein glücklicher Gewinner: Sebastian23 (links) gratuliert Hinnerk Köhn (rechts); Mittig: der Zweitplatzierte Sven Hensel. Foto: USch

Schon bei der Begrüßung geht der Battle los: „Ich bin heute schon um 4 Uhr 30 aufgestanden“, verrät mir Sebastian23 beim Handschlag. „Mit Mütze?“, frage ich nach. „Na klar – ich arbeite mit Mütze, schlafe mit Mütze, stehe mit Mütze auf!“, gibt der Mützenmann zurück. „Um 16 Uhr 30?“ „Ich bin doch kein Langzeitstudent“, ist sich der Poetoholic sicher. Am Vortag hatte er einen Auftritt in Göttingen und gleich am nächsten Morgen um acht einen Workshop in Unna. Am Abend dann moderiert der 35-jährige Slampoet und Comedian gewohnt wortwitzig und tiefenscharf den vom AStA-Kulturreferat organisierten CampusSlam im KulturCafé, das auch im siebten Semester der Veranstaltungsreihe wieder bis auf den letzten Platz gefüllt ist.

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