Gesellschaft
Religionen, Frauenbilder und Frauenfeindlichkeit
Die Göttinnen haben gerufen: An einem hellen und warmen Abend auf dem Weg zum Vortrag in der Frauenbibliothek. Foto: Patrick Henkelmann

Betrachtet man Religionen kritisch, kann man auch die Stellung der Frau und ihre Gleichberechtigung in Augenschein nehmen. Selten aber wird das mythologische und theologische Frauenbild der Religionen an sich betrachtet. Dabei hat selbiges einen erheblichen Einfluss auf die Entwicklung der Geschlechterverhältnisse in den jeweiligen Kulturräumen. Letzte Woche Montag fand in der Frauenbibliothek Lieselle (in GA) zu eben diesem – viel zu selten beleuchteten – Thema ein außergewöhnlich interessanter Vortrag statt. Die aus Tübingen angereiste Theologin, Mythenforscherin und Buchautorin Vera Zingsem referierte aus feministischer Perspektive über religiöse Frauenbilder, von den drei Frauen Adams über die von Zeus geborene Athene bis hin zur sumerischen Göttin Inanna.

„Mahnwachen für Frieden“ wird rechte Unterwanderung vorgeworfen
Unpolitisches Eintreten für den Frieden? AkteurInnen der Friedenswebegung 2014 werden bezichtigt, rechte Unterwanderung zu betreiben. Foto: flickr.com, watchyaworld (CC BY-NC-ND 2.0)

In vielen Städten Deutschlands finden sie jeden Montag statt: Die „Mahnwachen für den Frieden“. Viele Menschen folgen den Aufrufen via Twitter. Die InitiatorInnen um Lars Mährholz, Ken Jebsen und Jürgen Elsässer geben in ihren Reden und Beiträgen zu verstehen, für den Frieden einzustehen. Kritisiert wird die einseitige Berichterstattung der westlichen Medien, besonders im Falle der Ukraine-Krise. Als Hauptursache für Krieg und verzerrte Medienberichterstattung wird vor allem von Lars Mährholz gebetsmühlenartig die amerikanische Federal Reserve Bank angegeben. Schnell erwuchs Kritik: So warf etwa Ex-Grünen-Politikerin Jutta Ditfurth der „Bewegung“ rechte Unterwanderung und Antisemitismus vor.

Über 100 StrafrechtsprofessorInnen unterzeichnen Resolution an den Deutschen Bundestag
Vielleicht bald in Ihrer Apotheken-Rundschau: Bei Cannabis fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. - Foto: wikimedia commons, United States Fish and Wildlife Service

Unverhältnismäßige, ungleiche Strafverfolgung, beigemischte chemische Substanzen und stark erhöhte THC-Werte, ökonomischer Schaden sowie Beschaffungskriminalität sind Probleme beim unkontrollierten, illegalen Verkauf von Cannabis. Kaum zu leugnen ist hingegen ein medizinischer Nutzen durch den Konsum der Droge. Aus diesen Gründen wird immer wieder der Ruf nach Legalisierung von Marihuana laut. Jüngst fordern sogar liberale StrafrechtsprofessorInnen: Die Politik solle das geltende Drogenstrafrecht auf seine Wirksamkeit überprüfen, den Konsum von Cannabis entkriminalisieren. Eine entsprechende Resolution hat auch der Professor für Kriminologie, Kriminalpolitik und Polizeiwissenschaft an der Juristischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum, Dr. Thomas Feltes, unterzeichnet.

Klassiker „Kirche gegen Aufklärung“ wird im polnischen Parlament fortgeführt
„Anti-Gender“ im polnischen Internet: „Gender – hier verlieren sogar Spiele und Trickfilme der Kindheit ihre Normalität.“ - Quelle: stopgender.pl

Polnische ParlamentarierInnen haben der „Gender-Ideologie“ den Kampf angesagt. In der Gruppe „Stop ideologii Gender!“ haben sich 17 meist konservative PolitikerInnen zusammengeschlossen, um diese „Ideologie aus dem öffentlichen Leben zu eliminieren“. Damit tragen sie die Bestrebungen der katholischen Kirche in Polen in die Politik. Aber anscheinend haben weder die Bischöfe noch die VolksvertreterInnen eine Ahnung davon, was mit Gender überhaupt gemeint ist.

„Es gibt keine Probleme, nur Lösungen“ – Philosophie des Trainers
Enge Zusammenarbeit im Ring: Ein starkes Team in Bochum. - Foto: kac

Gewaltverbrechen geschehen täglich. Es stellt sich nur die Frage, wann genau ein Verbrechen anfängt. Sind es schon Jugendsünden auf dem Schulhof, wenn man jemanden schubst, oder wenn wirklich eine blutige Verletzung oder Wunden zu sehen sind? Doch was ist mit seelischen Wunden, die nicht zu sehen sind?

Studie zur Gewalt gegen Frauen in Europa
Jede dritte Frau hat schon sexuelle oder körper­liche Gewalt erfahren: Dies ergab die Studie der FRA. Cover: FRA

Wie verbreitet ist Gewalt gegen Frauen in Europa? Wie häufig kommen hier sexuelle Belästigungen vor, wie oft Vergewaltigungen? Gerne werden Europa, Westeuropa oder zumindest die nordischen Länder als diesbezüglich wenig problematisch angesehen.

Am 15. März zum Gratisrollenspieltag sollen VeteranInnen und Neulinge zusammenfinden
RollenspielerInnen und ihr Waffenarsenal: Innige Bindung zu platonischen Körpern. Foto: joop

Wenn sich ein Trio Enthusiasten anschickt, für ihr Hobby eine Lanze zu brechen, dann muss es schon ein besonderer Zeitvertreib sein. Es ist das Rollenspiel, für das sich Moritz Mehlem mit seinen Mitstreitern so ins Zeug legt. Als Pendant zum englischsprachigen Free RPG Day (Role Playing Game) soll der Gratisrollenspieltag (GRT) 2014 nun zum dritten Mal die Szene im deutschsprachigen Raum zusammenbringen. Auch in Bochum wird zu diesem Anlass gezockt, im Highlander Games und in der Kneipe Zu den Vier Winden.

Ein Portrait: Detroits Absturz und der Versuch wieder aufzustehen
Aufstieg und Fall einer Weltstadt: Die 60er-Jahre sind der Anfang vom Ende Detroits. Grafik: ck

Im Dezember des vergangenen Jahres legte die Beratungsgesellschaft Ernst & Young eine Studie vor, aus der hervorgeht, dass fast jede dritte deutsche Großstadt stark verschuldet ist. Wenig überraschend, denn die desaströse Finanzsituation vieler deutscher Kommunen ist ein offenes Geheimnis. Trotzdem drehen sich die Räder irgendwie weiter. Was jedoch passiert, wenn die Kassen komplett leer und die Schulden unbezahlbar hoch sind, musste die amerikanische Metropole Detroit im vergangenen Jahr am eigenen Leib erfahren. Im Sommer 2013 erklärte die Stadt, die einst das Zugpferd der amerikanischen Automobilindustrie war, dass sie zahlungsunfähig ist. Ein Rückblick, wie es zu dieser Katastrophe kommen konnte –  und wie Detroit nun den Neustart wagt.

Straßenmagazin „bodo“ lud zum Rollentausch ein
Einmal erleben, wie sich einE StraßenmagazinverkäuferIn fühlt: Hochmotiviert nehmen zwei BFD-lerinnen Klaus (rechts) für einen Tag die Arbeit ab. Foto: mar

Es war ein wenig wie in dem Film „Die Glücksritter“, in dem der Multimillionär Dan Aykroyd unversehens seinen Status und Reichtum mit dem Bettler Eddie Murphy tauscht: Das Straßenmagazin „bodo“ lud ein, sich einen Tag lang als VerkäuferIn der Zeitschrift zu versuchen und so Ablehnung und Kälte, aber auch Bestätigung zu erfahren. Knapp dreißig Menschen reflektierten über ihre eigene Situation und die der „bodo“-VerkäuferInnen; eine größere Öffentlichkeit wurde somit auf soziale Probleme aufmerksam gemacht.

Studierende können sich jetzt für EU-gefördertes Kulturprojekt bewerben
Künstlerische Auseinandersetzung mit der europäischen Identität. Grafik: ln

Das Deutsche Studentenwerk (DSW) und neun weitere europäische Partnerorganisationen rufen seit dem 7. Januar 2014 Studierende aller Fachrichtungen auf, sich für das Projekt „European Citizen Campus“ zu bewerben. Insgesamt 144 Studierende aus Deutschland, Belgien, Frankreich, Italien, Luxemburg und Portugal können teilnehmen. Pro Land werden im kommenden Sommer 24 Studierende von renommierten KünstlerInnen dabei unterstützt, sich mit ihrer EU-Bürgerschaft künstlerisch auseinanderzusetzen. 

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