Campus & Studium
Mit dem Metropolrad zum Theater
Campusweite Akzeptanz oder Biathlon für Nischenkulturen? Grafik: ln

Die Bochumer Studierenden haben bei der Urabstimmung zum Leihrad-System „metropolradruhr“ sowie zur Schauspielhaus-Flatrate überwiegend mit „Ja“ gestimmt – wenngleich das Votum für die Theater-Flatrate deutlicher ausfiel als für metropolradruhr und die Resultate insgesamt als durchaus durchwachsen deutbar sind. Für eine Weiterführung des Vertrags mit der Firma „nextbike“ stimmten 3.546 (58,71 %) von 6.040 Abstimmenden und für eine Fortführung der „Theater-Flat“ 4.820 von 6.097 Studierenden, die sich an der Abstimmung beteiligten, und damit 79,06 Prozent. Somit liegt die Zustimmung allerdings auch hier „nur“ bei 11,4 Prozent aller Studierenden und damit knapp unter dem Quorum, gemäß welchem mindestens so viele Studierende hätten zustimmen müssen wie an der letzten Wahl zum Studierendenparlament (StuPa) teilgenommen haben. Dann wäre das Abstimmungsergebnis in jedem Fall bindend.

Vom 13. bis 17. Januar wählen die Bochumer Studierenden ein neues Parlament
Logo des Studierendenparlaments der RUB. Bild: StuPa RUB

Mitbestimmung ist ein lang erkämpftes Privileg. Dieses sollte im Idealfall von allen Studierenden wahrgenommen werden.

Gespräch im Landtag: Abschaffung der Latinumspflicht für Lehrämter in Sicht?
Unterschriften-Übergabe im Landtag – v. lks. n. r.: Philipp Krüger, Kathrin Jewanski, Moritz Fastabend (AStA-ReferentInnen für Hochschulpolitik); Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne); Ruth Seidel (hochschulpolitische Sprecherin Grüne); Karl Schultheiß (hochschulpolitischer Sprecher SPD). Foto: Simone Nöller

Allmählich trägt die Initiative gegen den Latinumszwang Früchte: Nach einer erfolgreichen Podiumsdiskussion im vollbesetzten Hörsaal Mitte April 2013 sowie einer Initiative der Studierendenfraktion im Senat der Ruhr-Uni konnten inzwischen 8.300 Unterschriften für eine Abschaffung des Latinumszwangs für Lehramtsstudierende gesammelt werden. Bereits im Mai wurde der zuständigen Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) eine vom AStA zusammen mit interessierten Studierenden, der FachschaftsvertreterInnenkonferenz (FSVK) sowie der studentischen Senatsfraktion verfasste Resolution zur Abschaffung der Latinumspflicht überreicht. Vergangenen Freitag informierte Löhrmann bei einem Gespräch u. a. mit StudierendenvertreterInnen sowie weiteren LandespolitikerInnen, VertreterInnen des Philologenverbandes und Klassischen PhilologInnen über die weiteren gesetzgeberischen Schritte, um den Lateinzwang für die Lehrämter möglichst abzuschaffen oder die Anforderungen zumindest zu reduzieren.

Eindeutige Voten im Studierendenparlament (StuPa)
Ein seltenes Bild: Einstimmiges Votum im Studierendenparlament. Foto: USch

Es geschehen noch Zeichen und Wunder: Mit großer Mehrheit beschlossen wurde auf der letzten Sitzung des laufenden StuPa-Jahres letzten Donnerstag ein Antrag der Grünen Hochschulgruppe (GHG), in dem der AStA gebeten wird, „sich auf allen Ebenen für die Implementierung einer Zivilklausel in die Grundordnung der Universität und in das Landeshochschulgesetz einzusetzen“. Hierdurch sollen Werbeauftritte der Bundeswehr auf dem Campus sowie jede Art von Rüstungsforschung an der Ruhr-Uni sowie möglichst auch an anderen NRW-Hochschulen künftig der Vergangenheit angehören. Andere wichtige Anträge erzielten sogar einstimmige Voten – so etwa zur Einrichtung eines neuen „Autonomen Referats“ für Menschen mit Behinderungen.  

Vom 13. bis 17. Januar wählen die Bochumer Studierenden ein neues Parlament
Die Studierendenschaft der Ruhr-Uni wählt eine neue Vertretung: das Studierendenparlament. Logo: StuPa RUB

Mitbestimmung ist ein lang erkämpftes Privileg. Dieses sollte im Idealfall von allen Studierenden wahrgenommen werden. Trotzdem lag die Beteiligung an den Wahlen zum 46. Studierendenparlament (StuPa) in 2013 nur bei 12,37 Prozent. Nicht zuletzt, weil viele Studierende gar nicht wissen, was in der Hochschulpolitik entschieden wird, oder bei welcher Liste sie ihr Kreuzchen machen sollen. Warum ist es auch an der Hochschule wichtig zu wählen? Und welche Liste wird meine Interessen verwirklichen? Wahlmuffel und Unentschlossene können in dieser Ausgabe nochmal alles Wichtige nachlesen, was sie über Wahl und KandidatInnen wissen sollten. Dazu hat die :bsz allen zwölf Listen, die zur Wahl stehen, zwölf Fragen zu ihren spezifischen Zielen und ihrer Position in Bezug auf aktuelle hochschulpolitische Debatten gestellt.

Wahl-Orientierungshilfe
Wahlkampf vor GB: Wie im letzten Jahr (Foto) gehen auch dieses Jahr zwölf Listen auf Stimmenfang. Foto: ck

Die zwölf zur Wahl antretenden Listen im Überblick, ihre Ziele knapp zusammengefasst: B.I.E.R., GEWI, GHG, IL, JuLis, Jusos, KLIB, LiLi, NAWI, RCDS, ReWi, RUB-Piraten

Urabstimmung zur Thaterflatrate und zu metropolradruhr und StuPa-Wahlen an der RUB – der :bsz-Guide zum Urnengang

Ein Novum an der Ruhr-Uni: Neben den Wahlen zum Studierendenparlament (StuPa) stehen in diesem Jahr gleich zwei Urabstimmungen an. Die :bsz hat allen zu den StuPa-Wahlen antretenden Listen insgesamt zwölf zentrale Fragen gestellt und die eingegangenen Antworten für Euch zusammengestellt. Die :bsz-Redaktion möchte Euch damit zumindest ein Stück weit durch das Abstimmungslabyrinth begleiten und wünscht Euch eine gute Wahl!

Frage 1
Was war gut, was war schlecht, wo geht es weiter? Eine Bilanz des letzten Jahres. Grafik: ln

Welche Bilanz zieht Ihr aus der vergangenen StuPa-Periode und was würdet Ihr anders machen?

Frage 2
"It's a long way to the top ..." – Aber was tun, wenn man da ist? Grafik: ln

Was wären die Kernziele Eurer Arbeit, falls Ihr am nächsten AStA beteiligt sein solltet?

Frage 3
Listenbande: Wer kann mit wem koalieren? Grafik: ln

Mit welchen Listen könntet Ihr Euch am ehesten eine Koalition im Studierendenparlament vorstellen? Was wäre Euer Wunsch-AStA?

Seiten