Stefan Moll (stem)

Finanzhilfe. Nachdem die Regelungen zur Auszahlung von Corona-Soforthilfen für Solo-Selbstständige undurchsichtig waren, hat die Landesregierung nun nachkorrigiert und zumindest für die vergangenen Monate März und April Sicherheit geschaffen. Grund war, dass die Landesregierung in einem FAQ schrieb, dass die Gelder zur Auszahlung von Gehältern benutzt werden könnten. Dieser Punkt verschwand jedoch aus dem FAQ. Denn die Bundesregierung, die den Topf mitfinanziert, gab bekannt, dass die Soforthilfen nicht zur Finanzierung des Lebensunterhalts genutzt werden dürfen. Dazu solle die Grundsicherung – also Hartz IV beantragt werden. Dies führte zu Unsicherheiten bei Selbstständigen, die in der Annahme, auch ihren Lebensunterhalt mit den Mitteln zahlen zu können nun befürchteten, die Hilfen zurückzahlen zu müssen. Davon betroffen waren beispielsweise viele freischaffende Künstler:innen und freie Journalist:innen, die nur wenige Betriebskosten haben. Nun erließ die Landesregierung eine Sonderregelung, die die Nutzung der Soforthilfen für die Monate März und April zulässt, falls zeitgleich kein Antrag auf Grundsicherung gestellt wurde. Bis zum vergangenen Dienstag seien 440.000 Anträge auf Soforthilfen eingegangen, von denen 403.000 bewilligt wurden, gab Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) bekannt. Außerdem sei man dabei, ein weiteres Rettungspaket für krisengeplagte Branchen in die Wege zu leiten.

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Neues Album Alles in Allem

Rezension. Mit ihrem neuen Album führen uns die Urgesteine in alter Stärke der Industrial-Musik durch ihren Hinterhof und die Geschichte.

Unis im Vergleich
CHE-Ranking: Ruhr-Uni schneidet insbesondere beim Studiengang Wirtschaftswissenschaften gut ab.

Studie. Das CHE-Ranking ist der umfassendste Vergleich der vielen Unis und Studiengänge in Deutschland. Nun wurde der diesjährige Vergleich veröffentlicht. 

Musisches Zentrum vor den Bildschirmen
 Neues Format Spot On: Die Studiobühne bietet Studierenden die Möglichkeit, Ideen auf ihren Kanälen zu zeigen und ein breites Publikum zu erreichen

Studentisches Schauspiel. Ohne Live-Publikum kein Theater? Das Studiobühnen-Team des Musischen Zentrums sagt „Nein!“ und findet neue Formate. 

Briefe statt Urnen
Im Juni sind Wahlen: Auch in diesem besonderen Jahr finden Wahlen für die Universitätsgremien statt, allerdings ausschließlich per Briefwahl.

Wahlen. Nächsten Monat finden Wahlen statt – hier ein Guide mit den wichtigsten Fakten.

Verschwörungstheorien
Blue Screen of Death: Verschwörungstheorien werden nicht geduldet.

Kommentar. Microsoft-Gründer Bill Gates muss sich gegen Verschwörungstheorien behaupten. 

In dem neuen Podcast Rabbit Hole von der New York Times zeichnet Tech-Journalist Kevin Roose die Online-Radikalisierung eines jungen Manns nach. Caleb war ursprünglich, wie er es beschreibt, nur oberflächlich politisch interessiert. Doch als er sein Umweltwissenschafts-Studium abbrach und von sozialen Kontakten isoliert war, fand er durch Youtube-
Videos Anschluss an die Alt-Right. Der Algorithmus schlug ihm zunehmend extremere Videos vor, die er aufsog, bis er an einer Ideologie angelangte, in der er den Amoklauf in der neuseeländischen Stadt Christchurch guthieß. Der Podcast zeichnet diese Radikalisierung sorgfältig anhand von Calebs Browser-Chronik und Gesprächen mit ihm nach. Aber auch, wie der Algorithmus zustande kam, wird anhand des französischen Google-Entwicklers gezeigt, der diesen entwarf.
 In der Audio-Serie geht es darum, was passiert, wenn sich unser Leben in das Internet verschiebt und wie uns das verändert. Calebs Geschichte wird über die ersten drei Folgen des Podcasts erzählt, ab der nächster Woche folgen weitere. 

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Onlinesemester und Literatur
Geschlossene Türen bei der Unibib: Bisher ist noch kein erneuter Öffnungstermin bekannt gegeben.

Recherche.Das neue Semester ist gestartet und schon bald – oder immer noch – geht es in die Recherchephase für Hausarbeiten, Klausuren, Referate oder sonstiges. Doch wie soll das alles funktionieren, jetzt, da die Bibliotheken, einschließlich der Uni-Bib, geschlossen haben?

Lockerung. Weiterhin flacht sich die (erste) Kurve der aktiven Fälle der Corona-Pandemie ab und neben den Lockerungen, die in Nordrhein-Westfalen bereits in Geschäften und Schulen zu sehen sind, kommen nun auch vermehrt Hochschulen ins Gespräch. Hier scheint die Öffnung jedoch langsamer vonstatten zu gehen, als an anderer Stelle. Denn die Lehre des derzeitigen Semesters wird nach wie vor online stattfinden. Einzig Prüfungen und essentielle Praxisveranstaltungen, die beispielsweise in Laborräumen oder speziellen Arbeitsräumen stattfinden, können im Laufe der nächsten Monate wieder geöffnet werden. Hierbei müssen jedoch bestimmte Hygiene- und Schutzmaßnahmen nach dem Beschluss von Bund und Ländern eingeführt werden. Das Gleiche gilt für Bibliotheken und Archive. Auch hier bedarf es Hygienevorschriften, die ermöglichen, dass nicht zu viele Personen gleichzeitig in den Gebäuden sind und sich keine Warteschlangen bilden. Auch für Kanzlerin Dr. Christina Reinhardt sind diese Entscheidungen nicht leicht, wie sie in einem Video-Interview erklärt: „Wir sind die ganze Zeit in einem Spannungsfeld zwischen der Frage, wie viel Lockdown notwendig und wie viel Lockerung möglich ist? Es gibt dazu unterschiedliche Einschätzungen. Zwischen denen abzuwägen und die richtige Entscheidung zu treffen und die auch umzusetzen, das finde ich, ist eine echte Herausforderung.“

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Soforthilfen für Unis
Symbolbild

Politik. Ein Beschluss der Landesregierung soll bewirken, dass Studierende keine Nachteile durch das Onlinesemester haben. Auch den Universitäten wurde geholfen.

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