Marek Firlej (mar)
Ab Frühjahr in Dortmund: Museum für Heimcomputer zeigt die Geschichte eines Hobbys
Der Daddelkisten Urgroßmutter (hier im Computerspielmuseum in Berlin): Die 1972 erschienene Magnavox Odyssee konnte im Prinzip nur drei Bildpunkte darstellen, für den Rest der Grafik mussten „analoge“ Spielfelder herhalten.      Foto: mar

Manchen leuchten die Augen, wenn sie Spielfiguren sehen, die aus 128 Pixeln bestehen. Jedes zweite Indie-Spiel setzt heute auf Pixelgrafik und die Tauschbörsen für alte Computer und Spielekonsolen werden auch immer zahlreicher. Grund genug, ein Museum für die Geschichte der digitalen Vergnügungen in diesem Frühjahr zu eröffnen. Das Binarium zeigt die Geschichte unserer digitalen Kultur.

Heavy Metal im Ruhrgebiet: Großes Erbe, viel Hoffnung, haufenweise Konzerte
„Schön, wieder zu Hause spielen zu dürfen!“ Rage-Basser Peavy Wagner steht auf das Ruhrgebiet.  Foto: Rock Genuine Magazin / Jan Heesch

Seit Jahrzehnten gilt das Ruhrgebiet als das Zentrum des deutschen Heavy Metal. Am vergangenen Wochenende fühlte sich der gebürtige Herner Peavy Wagner, Frontmann von Rage, in der Oberhausener Turbinenhalle „endlich wieder zu Hause“. Zwischen Dortmund und Duisburg sind LiebhaberInnen der harten Stromgitarrenmusik so gut aufgestellt wie sonst kaum irgendwo in der Republik.

Greenpeace fordert von Outdoormarken, auf giftige Stoffe zu verzichten
Unberührte Natur? Viele Firmen, die mit uriger Wildnis werben, nehmen in Kauf, dass diese vergiftet wird. Illustration: mar

Gefährliche Stoffe in Outdoorbekleidung und -ausrüstung und sogar in den entlegensten Winkeln der Erde: Die Umweltorganisation Greenpeace hat in ihrem dritten Bericht zu gesundheitsschädlichen per- und polyfluorierten Chemikalien (PFC) nachgewiesen, dass die Outdoorbranche Mensch und Natur schadet, wenn sie diese Stoffe verwendet. Firmen wie Jack Wolfskin oder The North Face wollen ihre Kollektion bis 2020 PFC-frei machen. Das müsse schneller gehen, fordert Greenpeace in der Unterschriftenkampagne Detox. Insbesondere die Marken The North Face und Mammut stehen in der Kritik.

Kommentar: Taschenkontrollen bei AStA-Veranstaltung: Geldmacherei, Sicherheitskonzept oder Finanzierungsmodell?
Schon wieder Kontrolle: Muss so ein striktes Mitbringverbot bei Kulturveranstaltungen wirklich sein? Foto: alx

Der Comedian Özcan Cosar hat im Januar das Audimax fast bis auf den letzten Platz gefüllt – damit haben die Veranstalter, der AStA der RUB und das Autonome AusländerInnenreferat (AAR), rund 1.500 Menschen einen schönen Abend zum kleinen Preis bereitet. So weit, so löblich. Da nahm man auch die lange Schlange vorher in Kauf. Endlich am Eingang des Audimax angekommen, kontrollierte Sicherheitspersonal jede Tasche: Getränke und Essen mussten draußen bleiben – weil im Saal des Audimax nicht gegessen und getrunken werden darf. Warum aber zur Hölle verkauft der AStA dann im Foyer selbst noch einmal Bier, Cola und Gebäck?

RUB-Fitnessstudio Unifit kommt zwei Wochen nach Eröffnung gut an
Butterfly statt Schmetterling: Im ehemaligen Stadtbad ist nun die RUB-Muckibude drin. Foto: mar

Zwei Wochen hat das Unifit, das neue, RUB-eigene Fitnessstudio in der Bochumer Innenstadt, nun geöffnet. Die bisherige Resonanz: 1.200 Anmeldungen für den Startkurs, an dem bislang 280 Sporttreibende teilgenommen haben; 140 davon buchten Unifit-Karten. Ines Lenze, Leiterin des RUB-Hochschulsports, spricht von einer „guten Quote. Wir sind sehr zufrieden.“ Da die letzten Umbauarbeiten im ehemaligen Stadtbad noch nicht abgeschlossen sind, ist die Teilnahme am Startkurs in diesem Semester noch umsonst; mit der feierlichen Eröffnung rechnet Lenze Ende März/Anfang April.

Leben vs. Studieren: Lifestyleratgeber rund um das Ende der Vorlesungszeit
Ärger, Wut, Schmerz, Angst, Verzweiflung, Unsicherheit und Frustration: Von genau diesen Emotionen hat ein ordentliches Studium geprägt zu sein. Das richtige Stress­level ist gerade in der Prüfungsphase entscheidend. Foto: alx

Was machst Du schon wieder in der Mensa? Wolltest Du nicht lernen? Stattdessen liest Du dieses Schundblatt. Die Klausurphase rückt näher, die Hausarbeiten müssen bald abgegeben werden und die nächste mündliche Prüfung ist auch nicht mehr fern. Das macht Dir so sehr zu schaffen, dass Du zur Ablenkung sogar die :bsz in die Hand nimmst. Wenn Du dieses Semester also mal so richtig verkacken willst, dann bist Du hier genau richtig. Wir zeigen Dir sechs Tipps, wie Du Dich möglichst ineffektiv und nervig vorbereitest, damit Dir auch in diesem Halbjahr die volle Ladung Frustration nicht entgeht.

Im Bochumer Fenster, dem RUB-Gebäude in der Massenbergstraße 9–13, hat vergangene Woche Montag das Unifit eröffnet. Auf 1.100 Quadratmetern können Angehörige der Ruhr-Uni fortan Kraft-, Ausdauer- und Fitnesstraining betreiben. Neben mehr als 80 Geräten bietet der Hochschulsport dort auch die Unterstützung von TrainerInnen an.

„MUC – Die verborgene Stadt“: Eine deutsche Dystopie
Solide Fortsetzung des etwas anderen Heimatromans: Anna Mocikat spinnt eine Geschichte um Freiheit in einer düsteren Zukunft. Bildquelle: Droemer-Knaur

Weite Teile der Welt sind verwüstet, radioaktiv und unbewohnbar. In MUC, dem ehemaligen München, regiert ein Theokrat über einen Haufen Überlebender des „Großen Sterbens“ vor 100 Jahren. Doch die Armee von Utilitas, dem alten Frankfurt, steht schon vor den Toren … Anna Mocikat spinnt in „MUC – die verborgene Stadt“ die Endzeit-Saga weiter. 

Schaffe, schaffe, Welt umbaue: Sind wir ins Anthropozän eingetreten?
In der Atmosphäre, im Boden, in der Artenvielfalt: Der ökologische Fingerabdruck des Menschen hat weltweite Folgen. Illustration: mar

Der Mensch will sich nicht damit abfinden, dass die Welt nicht so ist, wie er sie gern hätte. Also begann er, sie zu verändern. Und zwar derart tiefgreifend und unumkehrbar, dass WissenschaftlerInnen verschiedener Fachbereiche von einem neuen Erdzeitalter sprechen: dem Anthropozän, der Ära des Menschen. Während etwa der Münchner Physiker und Naturphilosoph Harald Lesch das Wort wie selbstverständlich benutzt, sehen andere darin grünen Aktionismus. Im Sommer wollen ExpertInnen bestimmen, ob zumindest für Erdschichten eine neue Ära angebrochen ist.

Witz und Wissen über Wunderbares: 1. Dortmunder Bier-Slam
Genießt sein Bier in vollen Zügen: Robert Kayser über zweifelhaften Genuss im Regionalexpress. Foto: alx

Wir schreiben das Jahr 2022. Es ist Weihnachtszeit – und gleichzeitig Fußball-WM in Katar. Weihnachtsmärkte sind gleichzeitig Fanmeilen. Der Bierkonsum erreicht nie geahnte Ausmaße, die weltweiten Biervorräte sind erschöpft, Hopfen wird zu höheren Kursen als Gold gehandelt – mit diesem apokalyptischen Szenario konnte der Essener Heavy-Metal-Poetry-Slammer Micha-El Goehre den 1. Dortmunder Bier-Slam am vergangenen Donnerstag für sich entscheiden. 

Seiten