Marek Firlej (mar)
Nicht nur für KunsthistorikerInnen: „Hieronymus Bosch“
Die fiesen Fratzen der Welt: Ruijters Comic zeigt, dass Bosch seine Dämonen nicht im Jenseits zu suchen brauchte. Foto: avant-Verlag

Die Menschen in seiner Heimatstadt erfüllten ihn mit Abscheu. Trotzdem konnte er ’s-Hertogenbosch einfach nicht verlassen. Aber die groben Gebräuche der Leute, die Doppelmoral der Pfaffen, die Lügen und Betrügereien der Handelsreisenden inspirierten Hieronymus Bosch auch zu seinen kranken Wimmelbildern der Hölle. So erzählt es jedenfalls Marcel Ruijters in seinem Comic „Hieronymus Bosch“, der pünktlich zum 500. Todesjahr des niederländischen Malers auf Deutsch erschienen ist.

An der FernUniversität Hagen wurde im März das Studierendenparlament (StuPa) gewählt. Stärkste Liste wurde Grau & schlau – für berufsbegleitendes und lebenslanges Lernen mit 18,1 Prozent (fünf der 27 Sitze). Auch die AfD-Hochschulgruppe erhält einen Sitz.

Der Abriss des Opelwerks 1 geht weiter. Nach einer fallengelassenen Rechtstreit zwischen dem unterlegenen 

Laibach in der Christuskirche
Sie kann auch demütig: Laibach-Vokalistin Mina Špiler tritt sonst wie eine auf, die von einem großen Balkon zu ihrem Volk spricht. Foto: mar
Sie waren die erste westliche Band in Nordkorea seit Jahrzehnten: Laibach aus Slowenien, die in SS-Uniformen durch Einkaufszentren marschieren. Die bei ihren Auftritten gerne dictator-style beweisen, wie leicht sich Menschenmengen gefügig machen lassen. Das Konzert am Mittwoch, dem 6. April, in der Bochumer Christuskirche erzeugte keine Skandale, lieferte das Musikkollektiv eine an den Spielort angepasste Show ab.
Fachschaftsräte: Studis vertreten Studis
Wilde Partys im Raum des FSR Slavistik/Russische Kultur: So wild wie in unserer Foto-Love-Story (tinyurl.com/bszlovestory) geht es hier nicht immer zu – aber wer weiß …? Foto: kac/lux/mar

Fabian will seinen Stundenplan zusammenschustern, er studiert Englisch und Biologie. Aber leider überschneiden sich da ein paar Pflichtveranstaltungen. Julia hat ebenfalls ein Problem: Ihr Dozent hat sie auf dem Kieker. Generell scheint er Frauen nicht leiden zu können. Sich mit dem Dozenten anzulegen, traut sie sich nicht, denn sie muss noch eine Hausarbeit bei ihm schreiben. Jenny findet, dass es in NA zu wenig Möglichkeiten gibt, sich zum Entspannen zurückzuziehen. Was haben alle drei gemeinsam? Sie wenden sich als erstes an ihren Fachschaftsrat.

Webseite kämpft für freien Zugang zu Informationen
Weil die Uni in Kasachstan kein Geld hat: Die Neurowissenschaftlerin verschaffte sich – und allen anderen Menschen – kostenlosen Zugang zu Millionen von Fachpublikationen. Screenshot: Twitter/sci-hub

Eine allzu bekannte Situation: Nach einigen Gesprächen mit dem Dozenten oder der Dozentin steht das Thema für die Hausarbeit endlich fest. Viel Literatur gibt es dazu nicht … Da findet sich auf einmal in einer Fußnote der eine Aufsatz, der drei Tage Forschung mit einem Schlag abnehmen könnte, doch ausgerechnet diese Zeitschrift ist von der RUB nicht abonniert. Gedruckt gibt es sie im ganzen Ruhrgebiet natürlich auch nicht. Die Seite Sci-Hub will Abhilfe und dabei eine Welt des freien Informationsaustauschs schaffen.

Campus RuhrComer sucht die beste studentische Nachwuchsband
Das sind die RuhrComer des Jahres 2015: Levee Break spielen dieses Jahr auch auf dem Campusfest. Foto: boskop

Musiker und Musikerinnen, die Ihr Euch tummelt unter den Studierenden des Ruhrgebiets, aufgemerkt! Das Akafö-Kulturbüro boskop organisiert wieder den Bandwettbewerb Campus RuhrComer. Mindestens zwei Eurer Bandmitglieder studieren an einer Hochschule im Pott und Euer Durchschnittsalter ist nicht höher als 28 Jahre? Dann bewerbt Euch bis zum 22. April und gewinnt Auftrittsmöglichkeiten, Promo, Geldpreise, einen Studioaufenthalt und mehr. Jedes Genre ist willkommen.

Glosse: Auf manche KomillitonInnen würde man lieber verzichten
Fabel-hafter Kommilitone: Alle kennen so einen Igel – und können ihn nicht ab. Illustration: mar

Es hat auch schon mal spannendere Seminare gegeben, denke ich mir. Aber gut, da muss man durch. Einfach 90 Minuten absitzen und dann mit Freunden an den Kemnader See. Die Dozentin erzählt solange etwas davon, dass die Fabel eine Textform ist, in welcher Tieren menschliche Eigenschaften verliehen werden, um auf spezielle Menschen oder auf Menschentypen allgemein verweisen zu können. Das kenne man aus der Schule, bla bla bla. „Entschuldigen Sie die Verspätung, aber die Bahn …“, kommt es auf einmal von der Tür. Ach du Scheiße, der Igel. Und ausgerechnet neben mir ist der letzte Stuhl frei.

"Deponia – Das Rollenspiel" bringt Point&Click-Adventure vom Computerbildschirm in die Pen&Paper-Welt
"Ihr betretet eine Kneipe. Mit Staub verdünnte Batteriesäure ist heute im Angebot": So kann ein Abenteuer in „Deponia – Das Rollenspiel“ beginnen. Cover: Uhrwerk-Verlag

Giftmüll, Staub, Elektroschrott und Schnabeltiere: Zugegeben, die Welt von „Deponia“ ist alles andere als einladend. Aber es ist eine der charmantesten (wenn man Derbheit und Schmutzigkeit Charme abgewinnen kann) und lebendigsten Spielewelten, die in den letzten Jahren die Computerbildschirme erobert haben. Das Hamburger EntwicklerInnenstudio Daedalic Entertainment hat mit den nunmehr vier Point&Click-Adventures RätselfreundInnen zum Lachen und Menschen mit Sinn für Humor zum Grübeln gebracht. Die Schnittmenge dieser beiden Bevölkerungsgruppen mit einer dritten, der der RollenspielerInnen, dürfte nicht gering sein. Beste Voraussetzungen für ein Spin-Off der besonderen Art, eins, das „Deponia“ gerecht wird: „Deponia – Das Rollenspiel“.

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