Jan-Krischan Spohr (kjan)

Die Universitätsstraße kriegt eine Protected Bike Lane! Auf der einen Seite ist sie sogar schon fertig, die andere folgt bis Ende Oktober. Ein Traum für alle Radfahrer:innen. Endlich mehr Sicherheit, endlich hat man sich eine Stück des Platz-auf-der-Straße-
Kuchens erkämpft. Für 500 Meter. An einer Stelle, an der es bereits einen relativ großzügig bemessenen Radweg gibt, während es ein Stück weiter Richtung Innenstadt direkt deutlich schmaler wird. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club sieht das ähnlich, und fragt, welche Strahlkraft das Projekt in der aktuellen Ausführung überhaupt haben könne. Und dafür hat man jetzt wochenlang den Radweg zu großen Teilen gesperrt und auch den KFZ-Verkehr eingeschränkt. Geld und Aufwand, mit denen man auch die deutlich weniger luxuriösen Abschnitte der Bochumer Radwege hätte sanieren können. Protected Bike Lane klingt aber natürlich schicker.    

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Digitale Lehre. In Zusammenarbeit mit McKinsey & Company, Inc. hat der Stifterverband nun die Ergebnisse zweier Online-Umfragen in Form eines dreizehn-seitigen Diskussionspapiers veröffentlicht. 11.000 Studierende und 1.800 Lehrende wurden in diesem Zusammenhang zu ihren Erfahrungen mit digitaler Lehre im vergangenen Semester befragt. Beispielsweise bewerteten dabei sowohl Lehrende als auch Studierende die Umstellung auf digitale Lehre bei Vorlesungen mit 87 Prozent respektive 78 Prozent als erfolgreich. Bei Laborarbeit ist die Rückmeldung (13 Prozent Lehrende, 22 Prozent Studierende) wiederum klar negativ.  Auch bei der Qualität der Formate zeichnen sich ähnliche Unterschiede ab, auch wenn die allgemeine Zufriedenheit rund 20 Prozent geringer ausfällt als bei der Umstellung. Nur 4 Prozent der Studierenden bewerteten andererseits mangelnde Digitalkompetenz und den Wegfall von Auslandssemestern als Herausforderungen. Mangelndes Sozialleben (69 Prozent) und Motivations- und Konzentrationsprobleme (59 Prozent) wurden wiederum für deutlich problematischer befunden. Potenzial für Verbesserung sahen Studierende vor allem bei der Interaktivität der Lehrformate und der technischen Infrastruktur, Lehrende legten primär Wert auf Ersteres. Das komplette Diskussionspapier und die entsprechenden Zahlen, sowie darauf basierenden kurz- sowie mittelfristigen Handlungsempfehlungen findet Ihr auf tinyurl.com/CoronaHochschulen

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Coronavirus. Aufgrund der steigenden Zahl an Neuinfektionen, welche in Bochum nun den Inzidenzwert (Fälle pro 100.000 Einwohner) von 35 überschritten hat, wurde vom Krisenstab der Stadt ein neues Stufenkonzept beschlossen, welches entsprechend der aktuellen Inzidenzzahl neue Maßnahmen zur Eindämmung des Virus vorsieht. Bei dem aktuell erreichten Wert von über 35 Fällen pro 100.000 Einwohner sind demnach Veranstaltungen außerhalb der privaten Wohnung auf 50 Personen beschränkt, müssen angemeldet werden und nur besondere Anlässe werden zugelassen. Damit kommt Bochum den am 11. Oktober beschlossenen landesweiten Regeln zuvor, die selbiges ab dem 1. November für ganz NRW vorsehen. Einheitlich geregelt werden ab dann auch die Beschränkungen, wenn eine Kommune als „Hotspot“ gilt, also eine Inzidenzzahl von 50 überschreitet. So dürfen sich in diesem Fall nur 5 statt 10 Personen aus verschiedenen Haushalten im öffentlichen Raum treffen. Die erlaubte Personenzahl auf Feiern wird noch mal auf 25 halbiert und Kneipen und Restaurants müssen ihre Öffnungszeiten einschränken. Eine Maskenpflicht gilt außerdem bei Veranstaltungen dann auch am Sitz- oder Stehplatz. Einheitliche Regeln ab einem Inzidenzwert von 35 gibt es nur insofern, als die Landesregierung in einem solchen Fall verstärkt Risikogruppen, namentlich etwa in KiTas oder Seniorenheimen, testen möchte. Aktuelle Infos findet Ihr hierzu immer unter bochum.de/Corona.

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In Dortmund gab es was zu gewinnen...

Wettbewerb. Gemeinsam mit der Dortmunder Volksbank suchte Radio 91.2 den „Anpacker 2020“. Eine Jury wählte acht Projekte für diesen Preis, und die Gewinner:innen stehen nun fest! 

Ein Touché Amoré Album, das nicht durchzogen ist von Melancholie und wütender Tragik, ist wohl kaum möglich, so tief verankert sind diese Gefühle in der Musik der Band – ob in dem Mix aus Sprechgesang und Shouting, mit vereinzelten cleanen Passagen des Sängers Jeremy Bolm, den melodiös-verzerrten und delay-schweren Gitarren oder dem (Post-)Hardcore typischen aggressiven Schlagzeug. Abwechslung bietet Lament dennoch, denn die tiefe Trauer, mit der Bolm auf dem Vorgänger-Album Stage Four den Tod seiner Mutter verarbeitet, wird auch durch hoffnungsvollere Aussichten ersetzt. Beim vierten Song – Reminders – fällt dies am meisten auf: Der melodiöse Chor-Gesang im Refrain erinnert an My Chemical Romance. Doch auch wenn Touché Amoré sich mit jedem Album von der Härte ihres Debüts weiter entfernen, fehlt es auch Lament nicht völlig an
Moshpit-würdigen (Bald wieder, İnşallah)  Passagen. Eine Enttäuschung ist das Album in keinem Fall, für manche Fans könnte es sogar ein Höhepunkt in der Diskographie werden. 

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Algorithmen zur Gesichtserkennung, Anpassung von Suchergebnissen und zur Präsentation von Content, der die User interessieren könnte, gehören mittlerweile offenbar fest zu Social Media Plattformen. Umso erwartbarer ist es, dass sie auch immer wieder Probleme bereiten. Zwei langgezogene Bilder – jeweils an einem Ende republikanischer US-Senator und „grim reaper of democracy“ Mitch McConnell, am anderen Ende Ex-Präsident Barack Obama – sorgten für Kontroversen auf Twitter. Denn in diesem, und vielen anderen Fällen schien der Algorithmus die Gesichter weißer Personen zu bevorzugen und in der Bildvorschau zu zeigen. Relativ schnell schafften es User, den Algorithmus auszunutzen, und „Was wird der Algorithmus wählen“ wurde ein running gag für mehrere Tage. Mir stellt sich die Frage, ob wir damit nicht alle zu unfreiwilligen, unbezahlten Beta-Tester:innen geworden sind. Wenn ja, Chapeau Kapitalismus! We have been thorougly bamboozled.   

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Am 6. Weltklimastreiktag gingen Hundertausende auf die Straße

Firdays for Future. Auch in Bochum gab es am 25. September eine großangelegte Klima-Demo. Hier ein kurzer Bericht zu den Ereignissen und Beiträgen des Tages. 

On the southern side...

Immigration. The more we learn about the conditions in the detainment centers on the southern border of the US, the more is revealed about how much of what has been deemed long gone is still very much present.

Zunkunft an der RUB

Lehre. Das Angebot an der Uni soll zukunftsorientierter werden. Es gibt sowohl neue Angebote als auch erste Erfolge.

Kurse. Seit Anfang September ist das Modulverzeichnis für den Optionalbereich im Wintersemester 2020/2021 online einsehbar. Zwar steht bei einigen Modulen noch die Bestätigung aus, und es sind derzeit 207 Module (Stand 14. September), jedoch könnt ihr bereits einen Blick auf das fast vollständige Verzeichnis werfen, um euch einen ersten Überblick über das Angebot zu verschaffen. Wie üblich werden neben der großen Auswahl an Sprachkursen, die fast die Hälfte der Plätze im Optionalbereich ausmachen, und den speziell für das Lehramtsstudium ausgelegten Modulen, auch eine Vielzahl variierter Themen angeboten. Das Angebot setzt sich unter anderem aus den bereits erwähnten Sprachkursen und Kursen für Lehramts-Studierende, sowie Einführungskursen anderer Studiengänge, Praktika und auch speziell für Fachfremde ausgelegte Einführungen in gewisse Themen ausgelegte Module zusammen. Achtet dabei genau auf die Anforderungen, da gewisse Kurse nicht Studierende aller Fächer oder Semester auch im Optionalbereich wählen und sich anrechnen lassen können. Bei Ungewissheiten könnt Ihr Euch auch per E-Mail (optionalbereich@rub.de) an das  Optionalbereichs-Team  wenden. Ob Ihr euch also für Interkulturelle Kompetenz, Kryptographie oder polnische Geschichte interessiert: Etwas ist sicherlich auch für euch dabei. Frohes stöbern und basteln!         

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