GastautorIn

Von den nach Deutschland kommenden Flüchtlingen sind ein Drittel Kinder und Jugendliche. Ende 2013 lebten um die 65.000 minderjährige Flüchtlinge mit unsicherem Aufenthaltsstatus in Deutschland. In diesem Jahr sind es noch mehr geworden. Die Lebenssituation dieser Minderjährigen weist erhebliche strukturelle Mängel auf, die vermeidbar wären. Der aktuelle UNICEF-Bericht „In erster Linie Kinder – Flüchtlingskinder in Deutschland“ beleuchtet diese Zustände.

DIE :bsz-GLOSSE

Prokrastination: Das Wort kennen wenige, doch das Problem haben viele. Prokrastination bezeichnet ein krankhaftes Aufschieben von zu erledigenden Aufgaben. Zum Beispiel das ständige Hinausschieben vom Lernen und von Hausarbeiten. Oder bei solchen Tätigkeiten immer wieder zu unterbrechen, blockiert oder abgelenkt zu sein. Prokrastination ist ein ernstes Problem der Selbststeuerung und kann viel Leid verursachen – so beim Scheitern eines Studiums.

Ein buddhistisches Buch mit Überraschungen
Nicht nur für BuddhistInnen interessant: Das Buch vom Karmapa Ogyen Trinley Dorje. Foto: Patrick Henkelmann

Ogyen Trinley Dorje kritisiert die Konsumkultur, ist offen für Feminismus und inspiriert zu sozialem Engagement. Der 29-jährige Tibeter in der roten Mönchsrobe stellt als Karmapa einen der allerhöchsten Vertreter des tibetischen Buddhismus dar – und gilt als möglicher Nachfolger des Dalai Lama. Nach seinem im Mai und Juni erfolgten ersten Besuch in Deutschland und Europa ist sein lesenswertes Buch „Das edle Herz“ nun auf Deutsch erschienen.

Kommentar: Die kurdischen Streitkräfte brauchen Militärhilfe

Mit ihrem Vormarsch im Norden des Irak haben die Kämpfer des „Islamischen Staates“ (IS) hunderttausende Andersgläubige zu einer Massenflucht gezwungen, vor allem ChristInnen und JesidInnen. Nun droht die islamistische Terrororganisation tiefer in die kurdischen Gebiete im Irak und in Syrien einzudringen – was eine immer größere humanitäre Kata­strophe bedeuten würde.

Eindrücke und Bewertungen abseits der Massenmarktspiele auf der gamescom in Köln
Einer der Großen im Geschäft: Der Blizzard-Stand auf der Gamescom. Foto: FSR Angewandte Informatik

Wenn man sich auf der gamescom in Köln mit ungefähr 700 Mitausstellern eine Fläche von 140.000 m² teilt, muss man irgendwie auf sich aufmerksam machen. Den finanzstarken Publi­sher fällt das nicht schwer: Mit Standflächen, deren Größe die der Wohnung so manchen Besuchers und mancher Besucherin übertreffen, Beschallung knapp unterhalb der Tinnitusgrenze und Animationsprogramm vom Typ „Ich sag A und ihr sagt B“, pointiert durch freigiebiges In-die-Menge-Werfen diverser Merchandisingartikel, ziehen die großen Namen der Videospielindustrie die GamerInnen an, um den neuesten Teil ihrer beliebten Spielreihen zu präsentieren.

Orientalische ChristInnen demonstrierten in Köln gegen Islamisten-Terror
Goldener Adler mit Flammenhaupt: Die Flagge der AramäerInnen. Foto: Patrick Henkelmann

Im Irak und in Syrien sind die Kämpfer des „Islamischen Staates“ rasant auf dem Vormarsch. Immer weiter breitet sich das brutale Schreckensregime der Islamisten aus – Kriegsgefangene und Andersgläubige werden massakriert, Massenvergewaltigungen an Frauen und Kindern begangen, Männer gekreuzigt und Frauen gesteinigt. Den meisten ChristInnen in der Region droht der Exodus. Am Samstag vergangener Woche demonstrierten etwa 600 OrientchristInnen vor dem Kölner Dom, um auf das Leid und die Not ihrer Glaubensgeschwister im Nahen Osten aufmerksam zu machen.

In der Kirche von England – die etwa 25 Millionen Mitglieder hat – wird es in Zukunft neben den Priesterinnen auch Bischöfinnen geben. Montag vergangener Woche stimmte die anglikanische Generalsynode im nordenglischen York dafür, Frauen als Bischöfinnen zuzulassen.

Kommentar: Respekt gegenüber muslimischen Mitmenschen

Die Finanzierung des „Interkulturellen Abendessens“ mit studentischen Geldern ist wegen des islamisch-religiösen Kontextes dieser Veranstaltung umstritten. Die dahinter stehende Intention ist jedoch zweifelsfrei positiv.

Das eigenwillige lesbische Jahrbuch für 2014

Bereits seit 1998 erscheint die interessante Buchreihe „Mein lesbisches Auge“. Diese bietet – seit 2007 im jährlichen Rhythmus – eine Sammlung von sehr verschiedenartigen Texten und Bildern, die sich mit lesbischen Frauen und ihren Beziehungen sowie mit ihrer Sexualität und gesellschaftlichen Situation auseinandersetzen. Dabei überwiegen zwar Beiträge romantischer oder erotischer Art, doch geht es inhaltlich in gesellschaftskritischer Stoßrichtung bewusst darüber hinaus. Ein ungewöhnliches Werk, dessen Lektüre und Betrachtung nicht nur für Lesben lohnt.

Wer an der RUB Philosophie studiert hat, der kannte ihn. Ob als Dozenten, als Prüfer, als Studienberater oder einfach als Menschen. Am 5. Juli ist Dr. Michael Flacke verstorben.

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