Birthe Kolb (bk)
Die fünf wichtigsten Schwellenländer gründen eine eigene Bank
Die BRICS-Köpfe: (von links) Wladimir Putin (Russland), Narendra Modi (Indien), Dilma Rousseff (Brasilien), Xi Jinping (China) und Jacob Zuma (Südafrika). Quelle: Flickr, GovernmentZA (CC-BY-ND v2.0)

Die Fußball-WM, die neue Verschärfung des Nahost-Konflikts und die anhaltenden Unruhen in der Ukraine – in den letzten Wochen gab es einige Ereignisse, welche die Medienlandschaft dominierten. Dabei gerät zwangsläufig einiges in Vergessenheit. Umso überraschter reagierte die Welt, als vor einigen Tagen die BRICS-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika) verkündeten, ein Pendant zur Weltbank gründen zu wollen. Dabei war dieses Projekt im Vorfeld von langer Hand geplant worden.

SS-Siggi tritt zurück – die Rechten in den Stadträten des Ruhrgebiets bleiben
Der eine tritt ab, der andere rückt nach: Siegfried „SS-Siggi“ Borchardt (l.) und Die-Rechte-Ideologe Dennis Giemsch. - Fotos: anonym

Es hat nur zwei Ratssitzungen gedauert, dann war die groß angekündigte Karriere eines bekannten Neonazis im Dortmunder Stadtrat wieder vorbei: Vor einer Woche gab Siegfried „SS-Siggi“ Borchardt, der für die Partei „Die Rechte“ im Rat saß, sein Mandat zurück, angeblich aus gesundheitlichen Gründen und zeitlicher Belastung. Borchardts Nachfolger steht schon bereit – und auch im Rest des Ruhrgebiets haben rechte Parteien ihren Einzug in die Stadträte halten können.

18. Juli

Es war ein Todesfall, der im vergangenen Jahr die Welt aufrüttelte: Weltweit veröffentlichten die Medien Ende 2013 Nachrufe auf Nelson Mandela, der im Alter von 95 Jahren einer Lungenentzündung erlag. Mandela gilt aufgrund seines Engagements gegen die Rassentrennung in seiner Heimat Südafrika als Volksheld.

US-Präsident Barack Obama droht möglicherweise eine Anklage von Seiten der Opposition: Republikaner John Boehmer, der die Abgeordneten seiner Partei als Sprecher vertritt, kündigte an, Obama verklagen zu wollen, da dieser seine Kompetenzen als Präsident der Vereinigten Staaten weit überschreite.

Auch eine Woche nach der PräsidentInnenwahl in Indonesien, die am 9. Juli stattfand, ist weiter unklar, welcher der beiden Kandidaten für das Amt des Präsidenten die Wahl gewonnen hat.

Proteste gegen die chinesische Regierung

Die ChinesInnen sind einfach nicht bereit für eine echte Demokratie mit mehreren Parteien – zumindest behauptet das die Regierung der einzigen im bevölkerungsreichsten Land der Erde zugelasssenen Partei, der Kommunistischen Partei (KP), die ganz China seit 1949 im Alleingang regiert. Ganz China? Nein, denn die BewohnerInnen Hongkongs, einer nicht gerade kleinen Finanzmetropole, die erst seit kurzem zu China gehört, wehren sich zunehmend gegen den Einfluss der KP.
 

Die Dschihadistengruppe ISIS, die seit Wochen Gebiete in Syrien und im Irak besetzt hält, hat am Montag einen neuen islamischen Staat ausgerufen.

Symbole aus dem Nationalsozialismus im indonesischen Wahlkampf
Macht Wahlkampf ohne Nazi-Stars: Der indonesische Präsidentschaftskandidat Joko Widodo (im weißen Hemd) 2013 mit US-Botschafter Marciel in der Stadt Kampung. Foto: flickr, U.S. Embassy, Jakarta (CC BY-ND 2.0)

Die Methode, mit welcher der indonesische Präsidentschaftskandidat Prabowo Subianto auf Stimmenfang geht, ist altbewährt:  Ein bekannter Sänger, der gemeinsam mit AnhängerInnen der konservativen Gerindra-Partei zur Melodie von Queens Welthit „We Will Rock You“ patriotisch anmutende Textzeilen skandiert, soll Subianto zu einem Sieg bei den Präsidentschaftswahlen am neunten Juli verhelfen. Die dabei verwendete Symbolik wirkt jedoch befremdlich: Sänger Ahmad Dhani trägt die Uniform des Reichsführers-SS Heinrich Himmler.

Diës und das

Solidarität, ökonomische Effizienz, Gleichheit und nebenbei noch den Weltfrieden – das sind so ungefähr die Ziele, die sich die International Cooperative Alliance (ICA) auf die Fahnen geschrieben hat, die Organisation, in der die meisten genossenschaftlich organisierten Unternehmen vertreten sind.

Zehntausende demonstrieren für eine Abschaffung der Monarchie
Antimonarchistisches Fahnenschwenken bei einer Demo in Málaga: Rot-gelb-purpur waren die Farben der (königsfreien) 2. Spanischen Republik. Foto: Flickr, stephen_clarky (CC-BY 2.0)

Dass Spanien eines der europäischen Länder ist, die von der Eurokrise am stärksten getroffen wurden, ist bekannt – dass wirtschaftliche Probleme oft den Nährboden für politische Konflikte darstellen, auch: In ihrer Wut über hohe Arbeitslosenquoten und eine stagnierende Wirtschaft strömen derzeit Zehntausende DemonstrantInnen in Spaniens Städten auf die Straßen. Ihr Ärger richtet sich vor allem gegen das spanische Königshaus.

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