Ein philosophisches Lehrexperiment
Ob an der RUB oder in Katalonien: Der Bologna-Prozess ist europaweit unbeliebt. Foto: Wikimedia, Joanbanjo

(Ursula Kampmeier) Der Verbund aus den sechs Bochumer Hochschulen „UniverCity“ bezeichnet die Stadt Bochum als Wissenschaftsstandort ganz neuen Typs – „mit weltoffenen und pragmatischen Menschen“. PhilosophiestudentInnen der Ruhr-Universität stellten die These unter Beweis.

Jenseits von ID: Bald Hochhäuser statt Bäume am Lennershof?
Fußball auf der grünen Wiese – demnächst Geschichte?Foto:  USch

Seit 2008 schmieden Uni-Leitung, KommunalpolitikerInnen und die Bochumer Immobiliengesellschaft „Verein für Bauen und Wohnen GmbH“ (VBW) konkrete Pläne zur Expansion des RUB-Campus‘ in die Lennershof-Siedlung hinein. Die BewohnerInnen befürchten Schlimmstes: So sollen die geplanten Baumaßnahmen stark in die seit den 50er Jahren gewachsene Struktur der Siedlung östlich des ID-Gebäudes der Ruhr-Uni eingreifen: Fast der gesamte Baumbestand soll vernichtet sowie ein Teil der Bebauung abgerissen und durch bis zu fünfgeschossige Neubauten ‚ersetzt‘ werden. Die umliegenden Immobilien würden verschattet werden – von der erwartbaren Verkehrszunahme durch geplante Gewerbeansiedlung in dem Wohngebiet ganz zu schweigen. Die Position der gegen das Projekt protestierenden AnwohnerInnen ist eindeutig: „CampusQuartier NEIN DANKE!“     

 «Je suis d’accord», flüstert der Finanzminister in die Mikros der Journaille. Zwei Jahre Gnadenfrist für Griechenland – Applaus, Applaus, Applaus! 25,4 Prozent der joblosen erwerbsfähigen Bevölkerung dürfen solange weiter am Hungertuch nagen, um zumindest die – immerhin geringfügig gesenkten – griechischen Schuldzinsen zu tilgen.

250 Demonstrierende stellten sich am Freitag in Altenessen 60 Neonazis entgegen. Zum 9. November hatte die Essener NPD eine Gedenkveranstaltung für die Toten des Mauerfalls von 1989 angekündigt. „Diese Verhöhnung der millionenfachen Opfer des Faschismus lassen wir uns nicht bieten!“, hieß es dazu von dem Bündnis „Essen stellt sich queer!“. Das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen hatte den Nazis im Vorfeld verboten, einen Fackelzug zu veranstalten, dies hätte eine „erhebliche Provokationswirkung“ am Jahrestag der gewalterfüllten Reichspogromnacht von 1938. Schon am Nachmittag hatten rund 70 Menschen in Steele der Opfer des Nationalsozialismus gedacht und ein Verbot der NPD gefordert.

Enttäuschung über das Treffen mit Wissenschaftsministerin Schulze
Manieren müssen sein: Bei der „Besprechung“ von Rektor Weiler und Ministerin Schulze haben Forderungen Studierender keinen Platz. Karikatur: Michael Holtschuulte

Am 29. Oktober 2012 fand ein Treffen zwischen StudierendenvertreterInnen des AStA, der studentischen Senatsfraktion und der FSVK, dem Rektorat sowie dem Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes NRW (MIWF NRW) an der Ruhr-Universität Bochum statt. Beim einstündigen gemeinsamen Mittagessen im Mensabistro wurde über die aktuelle Finanzlage der RUB, die Raumproblematik, die Abschaffung der Latinumspflicht für Lehramtsstudierende und die Masterplatzresolution gesprochen.

2011 an der RUB 16.258 Versuchstiere ‚verbraucht‘

Eigentlich sollte an dieser Stelle die Überschrift „Ende der Affenqual an der RUB“ stehen. Doch die :bsz-Recherche über die Hintergründe der Einstellung von Tierversuchen mit Primaten auf dem Campus brachte ans Tageslicht, dass der ‚Tierverbrauch‘ an der Ruhr-Uni zuletzt sprunghaft gestiegen ist – um 3.721 Tiere innerhalb eines Jahres. Eine erschreckende Entwicklung, die eine erneute ethische Debatte zu diesem Thema erfordert.

Stellungnahme des sicherheitspolitischen Arbeitskreises an der RUB
Quo vadis, BSH? Ein umstrittener Verband.Grafik: ck

Der im Mai 2012 an der RUB gegründete BSH -Arbeitskreis (:bsz berichtete) ist nun offizielles Mitglied im „Bundesverband Sicherheitspolitik an Hochschulen“ (BSH). Die Mitgliedschaft wurde am 20. Oktober 2012 auf der Bundesversammlung in Köln-Wahn bestätigt.
In diesem Artikel nimmt die BSH-Gruppe Bochum Stellung zu der Kritik, die in der :bsz und verschiedenen Medien geäußert wurde.

Hochkarätige Tagung zu (Geschlechter-)Hierarchien an der RUB
Handlungsunfähig: Ohne Praxisfelder nützt die beste Theorie nichts. Foto: mh

„Gleicher und ungleich zugleich“, so hieß die internationale Tagung, welche am 6. und 7. November an der RUB stattfand, veranstaltet von der Marie-Jahoda-Gastprofessur für internationale Geschlechterforschung, dem Gunda-Werner-Institut der Heinrich Böll Stiftung NRW und der Research School der RUB. Der Untertitel „Neukonfiguration von Macht und flexibilisierten Ungleichheiten“ machte den Pluralismus bereits deutlich, der in den Vorträgen, Workshops und Diskussionen angesprochen wurde. Internationale RednerInnen, gemischtes Publikum; die Tagung hatte einiges zu bieten und war fantastisch organisiert.

10. Retrobörse lockte DigitalnostalgikerInnen ins Ruhrgebiet
Pac-Man, Q*bert, PaRappa the Rapper: Alte Bekannte aus drei Dekaden Videospielgeschichte auf der Retrobörse. Foto: Henning Lohner

„10 Konsolen, die Du wahrscheinlich in Deinem Leben noch nie gespielt hast“ – so lautete der Name der Ausstellung, die vergangenen Samstag im Falkenheim in der Bochumer Akademiestraße zu sehen war. Sie war Teil der 10. Retrobörse im Ruhrgebiet, auf der SpielerInnen und SammlerInnen vielleicht auch diese exotischen Geräte aus der Ausstellung kaufen, ganz bestimmt aber Tausende von Spielen, Computern, Konsolen der letzten vier Jahrzehnte finden konnten.

Urbanatix mit neuer Show in der Jahrhunderthalle
Volles Haus: Mit Dutzenden ArtistInnen auf der Bühne zeigt Urbanatix moderne Akrobatik. Foto: Jacqueline Thör

Die Artistiktruppe Urbanatix begeistert mit einer neuen Show in der Bochumer Jahrhunderthalle. Und diese Show sorgt nicht nur für Glücksgefühle beim Publikum, sondern auch hinter den Kulissen beim Ensemble. Im Jahre 2009 stand fest, dass das Ruhrgebiet im darauf folgenden Jahr Kulturhauptstadt werden würde. Um ein Bochumer RUHR.2010-Stadtprojekt zu  werden, wurde 2009 die ArtistInnen-Gruppe Urbanatix gegründet. 2010 stand es dann fest: Urbanatix war das einzige Projekt, das von der RUHR.2010 GmbH nachnominiert wurde.

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