Zu Weihnachten etwas Gutes tun
Die ersten Pullover sind da: Beim Bochumer Verkäufertreff gab es Geschenke. Foto: bodo e.V.

Zu keiner anderen Zeit im Jahr wird soviel verschenkt und beschenkt wie zur Weihnachtszeit. Doch nicht nur die eigenen Lieben werden bedacht: Die Bereitschaft, etwas zu spenden und dadurch andere Menschen oder Tiere, die Umwelt oder die Kultur zu unterstützen, hat zur Weihnachtszeit Hochsaison. Das Fernsehen strahlt Spendengalas aus, jede Zeitschrift enthält Spendenaufrufe der bekannten Organisationen und täglich landen zig Briefe von prominenten Schirmherren im Postfach, die um Unterstützung bitten. Da fällt es manchmal schwer, den Überblick zu behalten und zu entscheiden, wohin der eigene Beitrag gehen soll. Wir stellen drei Projekte in und um Bochum vor.

 „Wir schenken uns nichts“ –Wieder einmal, alle Jahre wieder. Aber was? Wir haben noch einige Tipps für Kurzentschlossene und alle, die nach den Feiertagen in Gutscheinen und zu viel Geld ertrinken.

Wer das passen­de Geschenk für den/die unver­meidliche/-n ModellbahnbastlerIn im Bekanntenkreis noch nicht gefunden hat, dem sei dieses wärmstens empfohlen: Der neue Castor-Schmalspurzug zum Selberschottern. Es ist fast wie bei Loriots legendärem Sketch „Wir bauen ein Atomkraftwerk“ – nur realistischer, da interaktiv.

„Wirklich nur die drei Tage“, flehte der alte Mann. Drei Tage – damit hatte sein Bart nichts zu tun. Wie eine geplatzte Wolke hing er ihm im gutgenährten Gesicht. Schneekristalle waren daran festgefroren, und der bittende Mund war unter dem weißen Zuckerwattegestrüpp kaum zu erkennen.

:bszWeihnachtsprosa
O Tannenbaum... Foto: flickr.com, Barbara Piancastelli. ]babi]

Glockenläuten. „Ist das etwa…? – Nein, das kann nicht sein. Nicht möglich. Oder doch? Ist gerade tatsächlich die Bescherungsglocke geläutet worden? Ach, du scheiße!“

Diesmal: Weihnachtsdeko

Heute mal eine Anekdote aus allerjüngster Vergangenheit.

Unaufhaltsam hereingebrochen ist die Zeit
Diese Zeit der geheuchelten Freundlichkeit
Komm, wir tun so als hätten wir uns lieb
Vergeben Rabeneltern und jedem Dieb
Denn es ist ja Weihnachten, der Liebe Fest
Wir fressen viel und hängen Müll ins Geäst

Geschenkideen aus der Redaktion

In der Weihnachtsbeilage der :bsz 940 geben die RedakteurInnen ganz persönliche Empfehlungen für Weihnachtsgeschenke und Ferienlektüre!

AStA-Listen sehen die Neutralität des Haushaltsausschusses gefährdet
Der AStA und das Geld: Ewiges Streitthema. Morph: mar

Der Haushaltsausschuss des Studierendenparlaments (StuPa) ist ein Organ, das die Finanzen der Studierendenschaft der vergangenen Jahre unabhängig prüfen und im besten Fall die Asten der letzten Jahre entlasten soll. Dabei ist es nur vernünftig, dass ein Mitglied des Haushaltsausschusses (HHA) weder Mitglied des zu prüfenden noch des aktuellen Allgemeinen Studierendenausschusses (AStA) sein darf. Dass nun aber ausgerechnet der Vorsitzende dieses Prüforgans, Jochen Kreusch (LiLi), im vergangenen Jahr mit den Rechten und Pflichten eines AStA-Referenten ausgestattet worden ist, stellt die Unabhängigkeit des HHA in Frage. Die Listen NAWI, die Internationale Liste und die Juso-Hoschulgruppe fordern nun Kreuschs Rücktritt.

Hat die Oberbürgermeisterin ausgespielt?
Ottilie: Bald abgewählt? Bild: Volker Steude

Viele BürgerInnen hatten schon die Nase gestrichen voll von Oberbürgermeisterin Ottilie Scholz, bevor sie 2004 zum ersten Mal ins Amt gewählt wurde – war sie doch ein Jahr vorher noch als amtierende Finanzdezernentin nach New York gejettet und hatte eilig Fakten geschaffen, um einen dubiosen Cross-boarder-leasing-deal am letztmöglichen Tag mit ihrer Unterschrift abzusegnen und sich somit über ein schwebendes Bürgerbegehren hinwegzusetzen. Nach der Stadtwerke-Affäre um die horrenden Honorare für Atrium-Talker Per Steinbrück und den jüngsten Schlag ins Gesicht vieler BochumerInnen, als sich Scholz ein weiteres Mal über ein noch nicht entschiedenes Bürgerbegehren – diesmal gegen das geplante Musikzentrum an der Marienkirche – hinwegsetzte und dort mehr als ein Dutzend jahrzehntealte Platanen im Wert von über einer halben Million Euro abholzen ließ (die :bsz berichtete), scheint die Zeit für ein Abwahlverfahren gekommen. Als in der Marienkirche am 11. Dezember zum letzten Mal die Kirchenglocken geläutet haben, bevor der Sakralbau umgestaltet werden soll, könnten sie auch das vorzeitige Ende der zweiten Amtszeit von Ottilie Scholz eingeläutet haben.

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