Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkgesellschaften und ihre Finanzierung durch Rundfunkbeiträge blicken auf eine lange Tradition zurück. Ein altes Regime, sozusagen. 1923 nahm die Funk-Stunde Berlin als erster Hörfunksender in Deutschland den Betrieb auf. Die 1924 festgelegte Jahresgebühr von 60 Mark entsprach etwa einem Drittel eines durchschnittlichen Monatseinkommens. Das Telegraphengesetz sah nicht nur Geldstrafen, sondern im schlimmsten Fall auch eine Gefängnisstrafe von bis zu sechs Monaten für Schwarzhören vor. Schöne alte Welt. Doch die gute alte Zeit der absoluten Macht währte nicht lang genug. Die Privatsender und mit ihnen die unerträgliche Seichtigkeit des Scheins flimmerten über die bundesdeutschen Matschscheiben.

Am Mittwoch, den 22. Januar, wurde erstmals der Klimaschutzpreis für klimafreundliches Bauen und Sanieren an private Haushalte im Rathaus Bochum verliehen. Oberbürgermeisterin Dr. Ottilie Scholz übergab Preisgelder zwischen 250 und 500 Euro und Hausnummern in Gold und Silber.

Was macht eigentlich das frisch gewählte Autonome AusländerInnen-Referat?
Vermitteln zwischen den Kulturen: AAR-Mitglieder (von links) Donald Sejine, Thi Hoai Pham und Ömer Avci. Foto: mar

In der vergangenen Woche waren Wahlen: Die Mitglieder des Autonomen AusländerInnen-Referates (AAR) der Ruhr-Universität stehen fest. Die Wahlbeteiligung war dabei aus verschiedenen Gründen erschreckend niedrig. Ihre Stimme abgeben durften alle, die an der RUB eingeschrieben sind und keinen deutschen Pass haben. Auch deutsche Studierende dürfte die Arbeit des AAR interessieren – nicht nur, weil sie es mitfinanzieren. 

Studierende können sich jetzt für EU-gefördertes Kulturprojekt bewerben
Künstlerische Auseinandersetzung mit der europäischen Identität. Grafik: ln

Das Deutsche Studentenwerk (DSW) und neun weitere europäische Partnerorganisationen rufen seit dem 7. Januar 2014 Studierende aller Fachrichtungen auf, sich für das Projekt „European Citizen Campus“ zu bewerben. Insgesamt 144 Studierende aus Deutschland, Belgien, Frankreich, Italien, Luxemburg und Portugal können teilnehmen. Pro Land werden im kommenden Sommer 24 Studierende von renommierten KünstlerInnen dabei unterstützt, sich mit ihrer EU-Bürgerschaft künstlerisch auseinanderzusetzen. 

:bsz-Nebenjob-Serie: „Alles außer kellnern“ – Teil III
„Es gibt keine Rose ohne Dornen“: Der Lehrbuchtitel verrät schon, dass es im Polnischen viele Ausnahmen von der Regel gibt. Foto: kac

Je weiter hinten man im Klassenzimmer sitzt, umso leichter sollte es eigentlich fallen, im Notfall ein wenig zu mogeln. Könnte man meinen, aber im 21. Jahrhundert werden auch diese einstigen Freiräume fürs Spicken nun kameraüberwacht. Vor allem dann, wenn LehrerInnen wie Katharina ihren SchülerInnen per Internet aus hunderten Kilometer Entfernung auf die Finger schauen. 

RUB-Studierende setzen in eigenem Blog Komparatistik-Theorie in die Praxis um
Ein Teil der literaturundfeuilleton-Redaktion: (von links nach rechts) Sylvia Kokot, Esra Canpalat, Nadine Hemgesberg, Katja Papiorek, Lina Brünig. Foto: mar

Als ich zum Treffen der Blog-Redaktion in einem Café im Bermudadreieck eintreffe, unterhalten sich die Komparatistik- Studentinnen gerade über Berufsaussichten, über „Stellen, die es nicht gibt“. Meine Frage, ob es denn jemals Stellen für LiteraturwissenschaftlerInnen gegeben habe, löst ein paar Lacher aus, Lacher mit leicht verzweifeltem Unterton. Das typische Lachen der GeisteswissenschaftlerInnen als Reaktion auf die Frage nach ihren Berufsperspektiven.

Eröffnung des Doku-Festivals „Stranger than Fiction“: Mano Khalils „Der Imker“
Präsentierte seinen Dokufilm „Der Imker“ im Endstation.Kino: der syrische Regisseur Mano Khalil. Foto: bent

Damit wäre das Filmjahr auch im Ruhrgebiet endgültig eingeläutet: Die 16. Ausgabe des Dokufilmfestivals „Stranger than Fiction“ präsentiert wieder ein breites Panorama des Dokufilms, egal ob internationale Filme oder Produktionen aus NRW. Schon traditioneller Austragungsort ist das Endstation.Kino in Bochum-Langendreer, das auch in diesem Jahr am Festivalstartwochenende beteiligt war. So wurde schon vor dem offiziellen Bundesstart an den Kinos die Preview-Vorstellung von Mano Khalils „Der Imker“ gezeigt – inklusive anschließendem Publikumsgespräch mit Khalil. 

Der Gesellschaftscharakter bei Erich Fromm – Teil II
Der Marketing-Charakter ist konformistisch – offenkundig oder pseudo-individualistisch. Quelle: wikimedia commons, lumaxart, CC-BY-SA v.2.0

In unserer heutigen spätkapitalistischen Gesellschaft droht dem Menschen eine beinahe totale Entfremdung. Wo der sich ständig selbst verkaufende Marketing-Charakter vorherrscht, erlebt sich der Mensch nicht als Individuum mit Geist und Gefühlen, sondern existiert als sozio-ökonomisch bestimmte Abstraktion: er ‚ist‘ sein Job, sein Status und sein Eigentum. Fragen nach dem Sinn des Lebens und weite Teile des menschlichen Potentials werden in der Marketing-Gesellschaft unter dem Streben nach Konsum und Status verschüttet.

Leicht gestiegene Beteiligung bei Wahl zum 47. Studierendenparlament der RUB
Die Ergebnisse zur Wahl des 47. Studierendenparlaments der Ruhr-Universität Bochum. Grafik: mar

Die Wahlen zum 47. Studierendenparlament an der Ruhr-Uni sind vorbei, doch die Arbeit beginnt erst. Der Sieg ging klar an die NAWI, doch zusammengenommen verpassten die Listen des bisherigen AStA die Mehrheit. „Auch wenn wir in unserer aktuellen Koalition nicht mehr ganz die Mehrheit im StuPa halten, sehen wir uns nicht als abgewählt“, so Martin Wilken für die NAWI in einem ersten Statement. Die parallelen Urabstimmungen über Theater-Flatrate und metropolradruhr (siehe unten) sorgten für einen Auszählungsmarathon bis Samstagfrüh.

Mit dem Metropolrad zum Theater
Campusweite Akzeptanz oder Biathlon für Nischenkulturen? Grafik: ln

Die Bochumer Studierenden haben bei der Urabstimmung zum Leihrad-System „metropolradruhr“ sowie zur Schauspielhaus-Flatrate überwiegend mit „Ja“ gestimmt – wenngleich das Votum für die Theater-Flatrate deutlicher ausfiel als für metropolradruhr und die Resultate insgesamt als durchaus durchwachsen deutbar sind. Für eine Weiterführung des Vertrags mit der Firma „nextbike“ stimmten 3.546 (58,71 %) von 6.040 Abstimmenden und für eine Fortführung der „Theater-Flat“ 4.820 von 6.097 Studierenden, die sich an der Abstimmung beteiligten, und damit 79,06 Prozent. Somit liegt die Zustimmung allerdings auch hier „nur“ bei 11,4 Prozent aller Studierenden und damit knapp unter dem Quorum, gemäß welchem mindestens so viele Studierende hätten zustimmen müssen wie an der letzten Wahl zum Studierendenparlament (StuPa) teilgenommen haben. Dann wäre das Abstimmungsergebnis in jedem Fall bindend.

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