Mit letzter Kraft schaffe ich es, die Tür zuzudrücken. Ich stehe noch eine Weile schnaufend, völlig außer Atem, mit dem Rücken zur Tür. Es klopft. Erst leise, dann lauter. „Du wirst mich nicht kriegen“, presse ich zwischen zusammengebissenen Zähnen hervor.

Uraufführung des Theaterstückes „Regenschauer – Wie ich starb“
Nicht nur im Musischen Zentrum: „Regenschauer“ verbindet filmische Außenszenen mit Live-Schauspiel auf der Bühne. Screenshot: Theater ohne MIttel

Das Theater ohne Mittel brachte am 12. Januar die Uraufführung von „Regenschauer – Wie ich starb“ auf die Bühne des Musischen Zentrums. Autor und Regisseur ist der 20-jährige Nathanael Ullmann (Schauspiel­idol: Johnny Depp), der an der Ruhr-Universität Germanistik und Theaterwissenschaft studiert.

Nachdem der stellvertretende Opel-Vorstandsvorsitzende Dr. Thomas Sedran der Bochumer Belegschaft am 10.

Haushaltsausschuss des StuPa empfiehlt, den letzten AStA nicht zu entlasten
Wahlkampf: Gehört in die Uniflure und nicht in die Ausschüsse. Foto: rl

Der Haushaltsausschuss (HHA) des noch aktuellen Studierendenparlaments (StuPa) hat nach vielen Sitzungen ein (vorläufiges) Urteil gefällt: Der letzte Allgemeine Studierendenausschuss (AStA), der von den Listen Lili, GHG und SWIB gestellt wurde, soll, so die Empfehlung des HHA an das StuPa, nicht entlastet werden. Das bedeutet, dass ihm kein verantwortungsvoller und richtiger Umgang mit studentischen Geldern attestiert wird. Es seien zu viele formale Fehler vom AStA 2011/12 begangen worden und die Verwendung der studentischen Gelder sei auch nicht immer transparent gewesen. Die Opposition sieht die Vorwürfe als nicht gerechtfertigt an. Die Mitglieder des HHA, die dem jetzigen NAWI-IL-GEWI-Juso-AStA nahe stehen, würden die Informationen aus der Haushaltsprüfung für den Wahlkampf missbrauchen und haben bei der Prüfung, so Karsten Finke (GHG), Mitglied des Haushaltsausschusses, „mehr Verfehlungen begangen als die letzten drei Asten in ihr gesamten Amtszeit“.

Erneut Unruhen in nordirischer Hauptstadt Belfast
Eine Folge des Flaggenstreits: Brennende Autos im Osten Belfasts. Screenshot: Chris Maginnis, YouTube

Wieder stehen Autos in Flammen, wieder wird die nordirische Stadt Belfast von schweren Unruhen erschüttert. Die ProtestantInnen im Osten Belfasts sind empört, dass die britische Flagge nicht mehr täglich auf dem Dach des Rathauses weht. Am 3. Dezember 2012 gelang es den NationalistInnen der Sinn Féin, zusammen mit der Alliance Party of Northern Ireland, eine neue Flaggenordnung durchzusetzen. Dabei überstimmten sie die Ratsmitglieder der Democratic Unionists Party. Der Beschluss sieht vor, dass die Flagge nur noch an 17 bestimmten Tagen im Jahr gehisst werden darf – eine Zumutung für die pro-britischen LoyalistInnen.

Aramäischer Sprachunterricht in Israel
Jish in Israel: In diesem Dorf befindet sich die einzige aramäische Schule im ganzen Land. Foto: Ariel Palmon, Wikimedia Commons (CC-BY 3.0)

Höchstens etwa eine halbe Million Menschen weltweit sprechen noch Aramäisch, also je nach Definition einen der zahlreichen Dialekte der aramäischen Sprache oder eine der aramäischen Sprachen. Das Aramäische zählt zu den ältesten noch gesprochenen Sprachen der Welt und war die Muttersprache von Jesus Christus. Die aramäische Sprache gehört wie die hebräische Sprache zum nordwestsemitischen Zweig der semitischen Sprachfamilie. Die SprecherInnen des Aramäischen sind überwiegend als Aramäer oder Assyrer bezeichnete ChristInnen und leben im Nahen Osten als Minderheiten in den Staaten Irak, Iran, Israel, Jordanien, Libanon, Syrien und der Türkei sowie zu einem großen Teil in der aramäischen Diaspora in Europa, Amerika und Australien. Das Aramäische ist eine bedrohte Sprache, bedingt durch die geographische Zerstreuung seiner wenigen SprecherInnen, die Zersplitterung in über ein Dutzend Dialekte und mehrere Alphabete sowie die schwierige Lage seiner zum allergrößten Teil nicht-muslimischen SprecherInnen in den meisten ihrer islamischen Heimatländer.

Hochkarätige Besetzung sorgt für Spektakel auf der Leinwand
Djangos Deutschlandpremiere: Quentin Tarantino und die HauptdarstellerInnen des neuen Films in Berlin. Foto: rl

Es ist wieder so weit: Quentin Tarantinos neuer Streifen, „Django Unchained“, kommt am 17. Januar 2013 in die deutschen Kinos. Angelehnt an den Spaghetti-Western „Django“ aus den 1960er Jahren, folgt der Film dem freigelassenen Sklaven Django (Jamie Foxx) auf der Suche nach seiner Frau Broomhilda (Kerry Washington) und auf seinem Rachefeldzug gegen alte Peiniger. Der Film besticht mit atemberaubenden Bildern, einer dramatischen Story und erstklassigen schauspielerischen Leistungen – insbesondere von Jamie Foxx und Samuel L. Jackson.

Zensur in Kinderbüchern – oder wie aus dem Negerkönig der Südseekönig wurde
Nicht nur diese Passage sorgt für Kontroversen: „Neger“ und andere Bezeichnungen müssen der politischen Korrektheit weichen. Bild: clu

Im Dezember sorgte Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) für Diskussionen – nicht nur in Elternforen: Sie erklärte, ihrer Tochter beim Vorlesen heikle Begriffe synchron zu übersetzen, „um mein Kind davor zu bewahren, solche Ausdrücke zu übernehmen“. Doch das wird bald gar nicht mehr nötig sein: Immer mehr Verlage haben bereits in der Vergangenheit damit begonnen, umstrittene Begriffe wie „Negerkönig“ (Pippi Langstrumpf) oder „Zigeuner“ durch harmlose Bezeichnungen wie „Südseekönig“ zu ersetzen oder ganz zu streichen. Jetzt hat der Thienemann-Verlag bekanntgegeben, seine Kinderbuchklassiker wie Otfried Preußlers „Kleine Hexe“ zu überarbeiten, Begriffe wie „Negerlein“ und „Chinesenmädchen“ zu ersetzen. Zeitgemäße Korrektur oder einfach nur Zensur?

Prä- und Postvention bei Missbrauchsverbrechen
Umdenken und Umlenken: ProtestantInnen demonstrieren am 22. Dezember in Neu-Delhi gegen die noch in weiten Teilen des Landes akzeptierte Gewalt gegen Frauen. Foto: Nilroy (Nianjana Roy), Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)

Neu-Delhi: Am 16. Dezember wurde eine 23-jährige Studentin in einem fahrenden Bus von mehreren Männern brutalst vergewaltigt, unter anderem mit Eisenstangen penetriert. Zwei Wochen später erlag die junge Inderin ihren schweren inneren Verletzungen.
Pondicherry: An Neujahr wurde eine 17-jährige Schülerin von zwei Männern aus einem Bus gelockt und anschließend vergewaltigt.
Punjab: Erneuter Fall von Gruppenvergewaltigung. Ein Polizeisprecher gab am 13. Januar bekannt, dass eine 29-Jährige sieben Männer anklagt, sie, ähnlich wie im Fall der verstorbenen Studentin aus Neu-Delhi, in einem Bus entführt und anschließend vergewaltigt zu haben. Einer der Angeklagten hat die Tat bereits gestanden.
In Indien vergrößert sich derzeit die Welle der Proteste: Frauen müssen besser geschützt werden und die indische Polizei tut zu wenig gegen die zahlreichen Vorfälle sexueller Nötigung und Gewalt.

Seitdem jedeR dahergelaufeneR BWL-StudentIn glaubt, den GriechInnen die Finanzkrise erklären zu können, ist eines etwas in Vergessenheit geraten: Athen ist nicht nur vom Smog umwaberter Sockel der Akropolis und nicht nur Mausoleum für Drachme und Euro. In der Hauptstadt der Hellen­Innen steht auch nach wie vor die vielzitierte Wiege der Demokratie (fragt nicht wo). Und da niemand ernsthaft behaupten kann, die Eurokrise in ihrer Gesamtheit geistig durchdrungen zu haben, kann man besser etwas von den Altvorderen lernen als deren Nachkommen mit erhobenem Finger zu maßregeln. Statt schulmeisterlicher Strenge ist Demut angesagt. Denn vor Jahrtausenden schafften die alten GriechInnen bereits, was an der RUB noch weitere Jahrtausende entfernt scheint: Ein aktiv genutztes System der demokratischen Teilhabe zu etablieren.

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