Die :bsz wünscht frohe Feiertage
O Tannenbaum... Foto: flickr.com, Barbara Piancastelli. ]babi]

In der :bsz Ausgabe 940 erwartet Euch eine Weihnachtsbeilage mit Geschichten, Artikeln, Empfehlungen und Satiren - rund ums Thema Weihnachten! Selbstverständlich findet Ihr diese Artikel auch auf unser Internetseite. Zur besseren Orientierung hier ein kurzer Überblick:

Opel: Werksbesetzung 2022?
50 Jahre nach Werkseröffnung: Die Werksschließung. Karikatur: Michael Holtschulte

Eine ganze Region steht unter Schock: 2016 sollen in den drei Bochumer Opelwerken endgültig die Lichter ausgehen, wovon nicht nur die rund viertausend Belegschaftsmitglieder, sondern auch zahlreiche Zulieferbetriebe in der Region betroffen wären. Die ökonomischen Folgen hätten laut einer Studie der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen direkte Auswirkungen auf etwa 45.000 Arbeitsplätze in der Region. Nachdem nun auch die Feierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen zum wiederholten Male abgesagt wurden, hält sich der Betriebsrat die Option offen, dies im Januar nachzuholen und hierbei mögliche Protestaktionen zu setzen. Dies nährt die Hoffnung, dass es noch vor 2022 zu einer ‚Betriebsbesetzung‘ kommen könnte, wenn das Werksgelände einer alternativen Nutzung zugeführt werden soll… 

Steinkind-Konzert im KuCaf rockte vor und auf der Bühne
Steinkind im KulturCafé: Musik aus allen Richtungen. Foto: Alexander Ivo Ryba

Zunächst war die Band skeptisch: KulturCafé, das klingt nicht nach einem Club, in dem Steinkind normalerweise auftreten würden. Auch die von zwei Seiten offene Bühne ist ungewöhnlich. Was aber zur Band passt: Die Frage, welchen Musikstil man vergangenen Freitag im KulturCafé zu erwarten hatte, wusste niemand konkret zu beantworten. Etwas Punk, etwas EBM und ganz viel von allem, was es dazwischen und drumherum gibt. Lag es womöglich an dieser Ungewissheit, dass sich nur knapp 70 Fans eingefunden hatten? Diese allerdings hatten ihren Spaß.

Mit großer Mehrheit erklärte der Bochum Stadtrat am vergangenen Donnerstag das Bürgerbegehren gegen das geplante Musikzentrum als ‚unzulässig‘ und folgte damit der Stadtverwaltung. Die Initiative für das Bürgerbegehren ist entschlossen, Klage gegen diese Entscheidung einzureichen.

Verlängerte Öffnungszeiten im Mensa-Bistro
Das Akafö-Bistro: Rauchen hier die Töpfe und Köpfe bald rund um die Uhr? Foto: USch

Im Mensa-Bistro gelten seit Beginn des Wintersemesters an vier von fünf Tagen um zwei Stunden verlängerte Öffnungszeiten. Diese Maßnahme soll nun vor dem Hintergrund der realen Umsatzzahlen, die offensichtlich zu wünschen übrig lassen, überdacht werden. Die :bsz hat mit dem Akademischen Förderungswerk (AkaFö) sowie mit den von den neuen Arbeitszeiten wenig begeisterten Mitarbeitenden gesprochen und die verlängerten Öffnungszeiten kritisch hinterfragt.

Die umstrittensten Angebote an der RUB
Stolze Pose: Trotz Widerstands und geringer Unterstützung steht der RUB Motorsport e.V. zu seinem Boliden. Foto: RUB Motorsport e.V

Die Studierenden der RUB sollen in jeder Disziplin fit gemacht werden: Forschen und Lernen soll natürlich auch in der Freizeit gefördert werden. Auf Hochschulsport, Schauspielübungen, Orchester, Fotografiekurse und vieles mehr können sich die StudentInnen jedes Semester aufs Neue freuen. Die meisten Angebote sind sinnvoll, plausibel und achtenswert. Es gibt aber auch Angebote, die völlig aus dem konservativen Rahmen fallen; die selbst den neumodischsten Studenten ins Staunen bringen können und manche Studentin vom Hörsaalsitz fallen lassen. Wir stellen die drei umstrittensten Aushängeschilder der RUB vor.

In Ungarn wird Antisemitismus ein zunehmendes Problem
Das ungarische Parlament: Zuletzt Bühne für antisemitische Ressentiments. Foto: rl

Antisemitismus ist in vielen europäischen Gesellschaften weiterhin ein grassierendes Problem, wie zahlreiche Studien der jüngsten Vergangenheit nahelegen (zuletzt etwa eine vergleichende Analyse acht europäischer Länder durch die Universität Bielefeld). Die Ereignisse, die sich in den letzten Wochen und Monaten in Ungarn abgespielt haben, sind in jeder Hinsicht inakzeptabel und geben vor dem Hintergrund ungarischer Vergangenheitsbewältigung besonderen Anlass zur Sorge. Zuletzt sorgte Márton Gyöngyösi, Politiker der rechtsextremen Partei Jobbik Magyarországért Mozgalom („Bewegung für ein besseres Ungarn“) für einen Eklat, als er die Erstellung von „Judenlisten“ forderte; insbesondere jüdische ParlamentarierInnen müssten aus Sicherheitsgründen erfasst werden, so Gyöngyösi.

STI-HIT-Studie beim Gesundheitsamt Bochum
Unterm Mikroskop sichtbar: Gonokokken können Tripper verursachen. Foto: Wikimedia Commons / CDC/ Dr. Norman Jacobs

Noch bis zum 28. Februar 2013 besteht die Möglichkeit, sich bei der Beratungsstelle für sexuelle Gesundheit im Gesundheitsamt Bochum kostenfrei auf die zwei weltweit häufigsten sexuell übertragbaren Infektionen – nämlich durch Chlamydien und Gonokokken (Gonorrhoe-Erreger) – testen zu lassen. Die Tests finden im Rahmen der vom Robert-Koch-Institut zusammen mit Gesundheitsämtern in NRW durchgeführten STI-HIT-Studie statt. „STI“ steht hierbei für „sexual transmitted infections“ (sexuell übertragbare Infektionen) und „HIT“ für die HIV-Testberatung. Die STI-HIT-Studie untersucht, bei wie vielen der Menschen, die zum HIV-Test kommen, andere sexuell übertragbare Infektionen als HIV vorliegen. Die Studienergebnisse sollen helfen, Maßnahmen zur Prävention, Feststellung und Behandlung solcher Infektionen  zu verbessern.

ZFA der RUB: Griechisch und Dänisch bald weggespart?
ZFA-Krise: Springt die Ampel für Dänisch bald auf rot? Foto: flickr.com / arne list (CC-BY-SA-2.0)

Angesichts vermeintlicher Spar­zwänge ist nicht nur ein bundesweit einmaliger Studiengang wie die Sprachlehrforschung existenzgefährdet (siehe :bsz 937), sondern auch am Zentrum für Fremdsprachenausbildung (ZFA) treibt die Rotstiftdebatte derzeit Blüten. Bereits zum Sommersemester 2011 wurde das Angebot für Ungarisch sowie Serbisch eingestellt und im Wintersemester quer durch alle Kurse eine ganze Unterrichtswoche gestrichen. Nun wird zudem eine Absetzung des Angebots für Neugriechisch und Dänisch erwogen. Dies wäre nicht nur aus Sicht Studierender, die sich auf ein Auslandssemester in Griechenland oder Dänemark vorbereiten, äußerst kontraproduktiv, sondern auch hinsichtlich einer angestrebten Internationalisierung an der angeblich so ‚weltoffenen‘ Ruhr-Universität ein fatales Signal.

Season changes are never easy as you still remember the long and hot days of summer. The idea of white cold snow suddenly seems terrifying. The darkness outside isn’t too helpful either. You have no motivation to leave your nice and cozy bed. Wake up! Even winter can be fun.

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