Personalmangel in Bochums Bädern
Unibad weiterhin zu

Baden. Für den restlichen August bleibt das Unibad geschlossen. Die Linke spricht von Versäumnissen der Stadt.

Wenn Ihr Euch im auch weiterhin heißen August abkühlen möchtet und ein paar Bahnen schwimmen wollt, dann werdet Ihr beim Bochumer Unibad in Querenburg vor verschlossenen Türen stehen, denn bis zum 2. September bleibt das Hallenbad geschlossen. Nachdem es zuerst aufgrund von Personalmangel bis zum 12. August geschlossen wurde, folgt in den restlichen Augustwochen die jährliche Grundreinigung. Grund für den Personalmangel ist der höhere Bedarf von Badeaufseher*innen in den Freibädern. Da die Stadt Bochum keine Aushilfsbademeister*innen auffinden konnte, kam es somit zur Schließung des Bades. Auch weiterhin sucht die Stadt nach Saisonpersonal, um die Lücken zu schließen, doch dies erweist sich als schwierig.

Ein vorhersehbares Problem

Kritik kommt von Seiten der Fraktion der Linken, die der Stadt Handlungsschwäche vorwirft. „Bereits im April dieses Jahres hat der Präsident des Bundesverbandes Deutscher Schwimmmeister (BDS) auf den Personalmangel in Schwimmbäder aufmerksam gemacht“, sagt Sven Ratajczak, der Mitglied im Sportausschuss der Linksfraktion in Bochum ist. „Obwohl das Problem bereits in den vergangenen Jahren zum Tragen kam, hat die Stadt hier nichts unternommen, um auf diese Situation zu reagieren.“
Auf Facebook haben zwischenzeitlich einige Bahnenschwimmer*innen ihren Unmut ausgedrückt. In Freibädern stehe häufig nicht die geeignete Infrastruktur bereit, um das Bahnenschwimmen auf mehreren Bahnen zu ermöglichen. Einzig die Hallenbäder in Hofstede und Linden haben geöffnet – jedoch nur morgens, wenn viele Berufstätige und Studierende keine Zeit haben.“
„Wenn im gesamten August kein Hallenbad nachmittags oder abends geöffnet hat, dann ist das ein nicht hinnehmbarer Zustand. Ich kann daher die Verärgerung der Bürgerinnen und Bürger sehr gut verstehen“, so Ratajczak. Die Linke fordert bessere Arbeitskonditionen für die Aufseher*innen, um die Saisonarbeit attraktiver zu gestalten.

:Stefan Moll
 

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