Alte Wollschläger-Lagerhalle wird künftig von GründerInnen genutzt
Studierst Du noch oder gründest Du schon?
Foto: Agentur der RUB
Netzwerken an der RUB: Beim ersten Pitch im UFO am vergangenen Mittwoch wurden Kontakte zwischen GründerInnen und InvestorInnen geknüpft. Foto: Agentur der RUB
Netzwerken an der RUB: Beim ersten Pitch im UFO am vergangenen Mittwoch wurden Kontakte zwischen GründerInnen und InvestorInnen geknüpft.

In einer Lagerhalle an der Industriestraße, die 2014 von dem Werkzeug-Hersteller Wollschläger verlassen wurde, entsteht ein Makerspace für kluge Köpfe. Dirk Hansmeier von Worldfactory wird InventorInnen künftig dabei beistehen, ihre Produkte marktfähig zu machen und mögliche InvestorInnen dafür zu begeistern. Die neue Lokalität bildet nach dem UFO (Universitätsforum)  den zweiten Schritt für GründerInnen und soll interdisziplinären Austausch ermöglichen.

In Zeiten von VOX’ erfolgreicher InvestorInnensendung „Die Höhle der Löwen“ ist es kaum verwunderlich, dass wieder GründerInnengeist in den Menschen aufflammt. Hat man sich vorher nicht getraut, Zeit oder Geld zu investieren, wird man nun medial mit Erfolgsgeschichten konfrontiert und fasst gegebenenfalls den Mut, selbst was zu starten – vor allem, wenn der eigene Hochschulstandort in diesem Bereich so viel Förderung bietet wie Bochum.

An der Industriestraße in Langendreer entsteht momentan ein Platz für alle, die Ideen haben und diese zum Fruchten bringen wollen. Dirk Hansmeier erarbeitet zurzeit Nutzungskonzepte für das leere Ex-Wollschläger-Gebäude. So werde unter anderem die Lernfabrik des Maschinenbaulehrstuhls der RUB in Zukunft dort einziehen. Aber: „Der geplante Makerspace in der Industriestraße wird allen Fachrichtungen zur Verfügung stehen“ und soll nicht nur Studierenden, sondern „so vielen Menschen wie möglich“ zugänglich sein, so Hansmeier.

Schritt für Schritt

Jens Wylkop, Pressesprecher der RUB, stellt sich im Idealfall vor, dass „Studierende, Doktoranden und prinzipiell alle Mitglieder der RUB“ mit ihren Ideen ins UFO kommen und dort intensive und kompetente Beratung einholen. „In der Industriestraße sollen sie dann die Möglichkeit haben, ihr Produkt, ihre Dienstleistung, App, et cetera praktisch zu erstellen, zu testen und sich mit Gleichgesinnten hinsichtlich einer marktfähigen Umsetzung zu organisieren.“ Schritt drei der GründerInnenförderung würde dann auf dem alten Opel-Gelände, also Mark 51°7, zum Tragen kommen. Geplant seien laut Wylkop Gebäude im Sinne eines Innovationsparks, um im Falle von Gründung und Wachstum eine Nähe zu den Hochschulen und zur Stadt offerieren zu können.

Erste Pitches im UFO

Nach der großen Auftaktveranstaltung im April fand nun das zweite große Event im UFO statt. Vertreten waren sechs ITS-(IT-Sicherheit) Start-Ups, davon drei von der RUB und drei aus dem weiteren Bundesgebiet, sowie ein ITS-affines Maschinenbau-Start-Up der RUB. Diese befinden sich, laut Anja Buchholz vom Projektmanagement Worldfactory, „in sehr unterschiedlichen Entwicklungsstufen, von der Gründungsabsicht bis zur internationalen Markterweiterung“ und hatten nun die Gelegenheit, für jeweils sechs Minuten zu pitchen. Im Anschluss wurden Rückfragen gestellt und bei einem gemeinsamen Imbiss Netzwerke erweitert. „Die Ziele, High-Tech-Start-ups als Wachstums- und Transfermotoren an der RUB eine Bühne zur Weiterentwicklung zu geben und dabei innovationsorientierte Unternehmen mit Nachwuchs und Newcomern zu vernetzen, konnten damit umgesetzt werden“, so Buchholz.

Auch Interesse am Gründen? Mehr Infos gibt’s unter tinyurl.com/worldfactory

:Tobias Möller