Ausstellung: Rundgang Kunst 2014 der TU Dortmund
Studierende begeistern mit eigenen Werken
Foto: tims
Illusionen schaffen per OHP: Sabrina Schmidts Beitrag war einer von insgesamt 80 ausgestellten Werken. Foto: tims
Illusionen schaffen per OHP: Sabrina Schmidts Beitrag war einer von insgesamt 80 ausgestellten Werken.

Einmal im Jahr trifft sich im Dortmunder U das Seminar für Kunst und Kunstwissenschaft der Technische Universität Dortmund, um Arbeiten der Studierenden aus den Bereichen „Malerei“, „Grafik“, „Fotografie“ und „Plastik und interdisziplinäres Arbeiten“ im Rahmen einer Ausstellung dem interessierten Publikum zu präsentieren. Eine Jury prämierte die besten vier Arbeiten mit jeweils 500 Euro.

Heiß war es am frühen Mittwochabend, und das lag nicht ausschließlich an den warmen Temperaturen in Dortmund, sondern vor allem an dem überaus gut besuchten „Rundgang Kunst“ der TU Dortmund. Im Dortmunder U wurden die besten 80 Kunstwerke der Studierenden des vergangenen Jahres ausgestellt. Darunter befanden sich ebenso Seminar- wie Abschlussarbeiten für den Bachelor und Master.

80 aus 200

Am Rednerpult eröffnete Prof. Barbara Welzel, Kunsthistorikerin und Prorektorin der TU, die Veranstaltung und betonte dabei, wie schwierig es war, eine Auswahl von insgesamt 80 Ausstellungsstücken unter den 200 Arbeiten der Studierenden zu finden. „Der Dank geht an alle Studierenden des Seminars, auch wenn nicht alle Arbeiten berücksichtigt werden konnten.“ Es war zudem eine besondere Herausforderung für die Jury, in den vier Kategorien die GewinnerInnen auszuwählen, die sich jeweils über ein Preisgeld von 500 Euro freuen konnten. „Unter den vielen herausragenden Leistungen mussten letztlich vier bestimmt werden, das ist die Herausforderung einer jeden Jury“, meint Prof. Jan Kolata, stellvertretender Institutsleiter, der das Engagement der Studierenden lobte, denn ohne sie würde es eine solche Veranstaltung nicht geben.

Vier PreisträgerInnen, aber 200 GewinnerInnen

Am Ende mussten dann doch vier bestimmt werden: David Mellin gewann in der Kategorie „Malerei“ mit seiner subtilen Art, vor allem mit seinem großen Interesse am Material. Diese Schnittstelle zwischen autonomer Malerei und Abbildlichkeit überzeugte die Jury.

In der Kategorie „Grafik“ setzte sich Mona Lisa Leschinsky mit ihrer eingereichten Bachelorarbeit durch, welche die Stadt Rom zeichnerisch aus der Sicht einer Touristin mit allen Einflussfaktoren(Menschen, Verkehr, Architektur) beschreibt. Diese seltsame Perspektive, mit einer extremen Raumillusion verbunden, machte das Rennen.

Das beste Foto schoss Donja Nasseri, die den/die BetrachterIn auffordert, sich mit ihrem Motiv „Leerstelle“ genauer auseinanderzusetzen, um die Wirklichkeit zu hinterfragen. Die ganz ohne digitale Einflüsse der Bildbearbeitung veränderten Fotos überzeugten schließlich die Jury und die Preisträgerin konnte sich über 500 Euro freuen.

In der letzten Kategorie „Plastik und interdisziplinäres Arbeiten“ wusste am Ende Johanna Bielawski zu überzeugen, die aus gefundenen Metallkorbresten einen amorphen Körper geschaffen hat, der ein „eigentümliches wie transparentes Spannungsfeld“ schafft, fanden die Laudatoren.

Doch nicht nur die GewinnerInnen lieferten gute Arbeiten ab. Wer sich diese anschauen möchte, kann das noch bis zum 17. August in der Hochschuletage im Dortmunder U tun.