Menschlichkeit und Spiritualität auf dem Rathausplatz
Schau mir in die Augen
Foto: Jan Turek/ kac
Für Menschlichkeit: Tanguy Bernier und das gesamte Team luden zum gegenseitigen Angucken. Foto: Jan Turek/ kac
Für Menschlichkeit: Tanguy Bernier und das gesamte Team luden zum gegenseitigen Angucken.

40 Teilnehmende eines Flashmobs saßen unter anderem auf Kissen und Decken auf dem Platz vor dem Rathaus und sahen sich am Samstag, den 22. Oktober, tief in ihre Augen. Ein Flashmob mal ohne Musik.

Die Aktion wurde im Rahmen des „World‘s Biggest Eye Contact Experiment 2016“ veranstaltet. Bei diesem Event schauen sich die TeilnehmerInnen für ein paar Minuten im Stillen in die Augen – als Botschaft für Frieden und menschliche Verbindung. Organisiert wurde es unter anderem von Tanguy Bernier, der zum dritten Mal in Bochum Menschen für einen Flashmob zusammenführte.

Innerer Frieden

Benjamin, Doktorand an der RUB, ist bereits das zweite Mal dabei. „Eine Freundin hat mich dazu gebracht“. Für ihn sei es eine interessante Erfahrung gewesen, gerne will er es nochmal probieren. „Es ist total spannend und es gibt mir ein gutes Gefühl, dem Menschen bloß in die Augen zu schauen.“

Dominik studiert ebenfalls an der Ruhr-Uni und beschäftigt sich seit sechs Jahren mit Meditation: „Es ist eine gängige Meditationsform, sich minutenlang in die Augen zu schauen.“ Ihm bringt das Experiment eine innere Freude. Den selben Frieden fühlen fremde Menschen, wenn sie sich circa eine Minute in die Augen schauen.

Einige unterhalten sich dabei, andere sind danach zu Tränen gerührt. „Es ist immer wieder auch eine spannende Erfahrung dieses Experiment mit Freunden zu machen, man lernt sich gegenseitig neu kennen“, so Organisator Tanguy.

500 Meter weiter

Wo sich die einen entspannt anschauten, tanzten die anderen wild auf dem Dr.-Ruer-Platz, frei nach dem Nike-Motto „Just do it“ zu dem Lied „Young And Free“ von der Gruppe Hillsong.

 

:Katharina Cygan