Gesang, Tanz und Glamour
Mut zum Trash beim euRUBvision
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Nicht immer einig: Die ExpertInnen des euRubvision hatten oft unterschiedliche Meinungen. Bild: mag
Nicht immer einig: Die ExpertInnen des euRubvision hatten oft unterschiedliche Meinungen.

Event. Es soll eine Tradition an der RUB werden: Etwa eine Woche vor dem populären Eurovision Song Contest (ESC) findet an im Musischen Zentrum der euRUBvision statt. Organisiert von begeisterten Fans des Eurovision ist es ein großes Event.

Zu Beginn der Veranstaltung ließ der Pia­nist und Sänger Korjun das Siegerlied des euRUBvision aus dem letzten Jahr, „Grande Amore“ von Volo Revue passieren.
Auch am Ende dieses Abends würde es eineN SiegerIn geben. Neun Videoclips aus den letzten 40 Jahren ESC-Geschichte standen zur Auswahl. Durch die Eintritts­karte wurde man einem der zur Auswahl stehenden Länder zugeordnet. Bei der späteren Abstimmung durfte man jedes Land wählen, außer das eigene. Im Vorfeld konnte man bei einem Facebook-Voting teil­nehmen und entscheiden, welche Clips ge­zeigt werden. Nach jedem Video wurde die Performance von sechs ExpertInnen bewer­tet. Diesen waren: Iris Gleichen, Prof. Antje Klinge, Prof. Mirja Lecke, Burkhard Nawroth, Gina del Slay und Eva Wanowius.
Anna-Carolin Weber aus dem Vorbe­reitungsteam des euRUBvision freute sich im Vorfeld „auf ein Publikum, dass die euRUBvision-Show genießt und mit uns die diversen Dimensionen aus Politik, Gender, Kitsch, Tradition, Klatsch und großem Ge­fühl, die die Auftritte mit sich bringen, feiert.“
Moderiert wurde der Abend von Miguel Blanco, dem Präsidenten des Eurovision Fanclub Ruhr Westfalia e. V., und Anette Pan­kratz, Professorin für British Cultural Stu­dies an der RUB und Direktorin des Musi­schen Zentrums. Letztere sieht den ESC als kultiges Fernsehen. Vor allem das Beisam­mensein stehe im Vordergrund. Außerdem bedeute der ESC „Mut zum Trash“.
Für Abwechslung und lustige Momente sorgten neben den Moderierenden auch der Performancekünstler Thomas Bartling mit Gesang und Tanz sowie die Bühnenperfor­mance „Show & Shine“ von Bochumer Stu­dierenden.
Beim Publikum kamen die humorigen Darstellungen der beteiligten Personen gut an. Eva, englische Didaktikerin, war schon im letzten Jahr bei der Veranstaltung und findet, dass es eine gute Mischung aus Spaß, Glamour und Trash ist. „Ich finde die Kontroverse in der Jury gut. Es gibt verschiedene Meinungen und jeder schaut es mit einem anderen Blick.“ Nach diesen Vorbereitungen wird sie in diesem Jahr den ESC in geselliger Runde mitverfolgen.

Vielfältige Lieder

Bei einem Clip musste Anette Pankratz ein Lob an das Publikum aussprechen. Denn bei diesem Lied blieb keineR starr auf den Stühlen sitzen. Mit „Allez Ola Ole“ von Jes­sy Matador schaffte Frankreich 2010 ein stimmungsvolles Lied. Prof. Antje Klinge, Leiterin des Lehr- und Forschungsbereichs Sportpädagogik und Sportdidaktik, lobte, dass bei der Performance viele internatio­nale Tänze verwendet wurden. Es war „von allen etwas“ dabei.
Mit dem Lied „Quédate Conmigo“ von Pastora Soler sorgte Spanien 2012 für gro­ße Emotionen in der eigenen Landesspra­che. Burkhard Nawroth, Abteilungsleiter für Finanz- und Rechnungswesen im Dezernat 4 der RUB, findet, dass man in der eigenen Sprache die Emotionen besser ausdrücken könne. Am Ende stand ein Sieger fest: Frankreich gewann mit 81 Punkten. Spani­en landete mit 69 Punkten auf Platz zwei.Da bleibt nur noch abzuwarten, wer am 12. Mai in Lissabon beim ESC gewinnt. Mi­guel Blanco hat da schon eine Idee: „Austra­lien hat bei der internen Abstimmung (des Fanclubs) gewonnen.“

:Maike Grabow

 

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