Wo Menschen an der RUB Schutz finden können
Kann ein Raum wirklich sicher sein?
Bild: kjan
Symbolbild

Schutzräume sind auch an der RUB ein Thema. Sie sind jedoch nur ein Aspekt, wenn es darum geht, den Campus zu einem sichereren Ort zu machen.

 Schutzräume, sichere Räume, Safe Spaces, Safer Spaces, diskriminierungsfreie Räume: Es gibt viele Begriffe, die alle ein größtenteils ähnliches Konzept beschreiben, nämlich Räume – ob physisch oder digital – zu schaffen, an denen sich Menschen sicher fühlen können. Räume, die Menschen, die von Diskriminierung betroffen sind, ein Gefühl von Sicherheit geben können; Räume, in denen man sich erholen, Schutz suchen und sich mit Gleichgesinnten und Menschen mit ähnlichen Erfahrungen treffen kann. Auch für queere Menschen sind solche Räume besonders wichtig, um dem Druck der heteronormativen gesellschaftlichen Erwartungen zu entkommen. Denn in einer Welt, die in vielen Aspekten noch binär konzipiert ist, sind nicht nur Anfeindungen und aktive Diskriminierung durch einzelne Personen ein Faktor, sondern auch ein generelles „aus dem Raster fallen“, wenn man diesen Erwartungen nicht entspricht.  
Einen solchen sicheren Raum zu bieten ist natürlich keine leichte Aufgabe. Viele unterschiedliche Formen der Diskriminierung koexistieren, und auch Menschen, die selbst davon betroffen sind, können noch andere diskriminieren. Um zumindest ein gewisses Maß an Sicherheit zu gewährleisten, muss auch der Zugang zu diesen Räumen reguliert sein. „Allerdings ist auch das leider nie ein vollständiger Garant dafür, dass diese Räume sicher bleiben“, so Feo von Queer an der RUB. Der Frauen*Raum des Autonomen FrauenLesbenReferats beispielsweise war schon oft das Ziel von Vandalismus. Eben deshalb spricht man auch mittlerweile oft auch von SafeR Spaces. Auch wenn sie nicht perfekt sind, oder sein können, sind diese Räume trotzdem wichtig. Während sich Menschen, die nicht von Diskriminierung betroffen sind, im Alltag sicher fühlen können, bleibt vielen anderen dieses Privileg verwehrt.  An unserer Uni läuft schon einiges gut, meint Feo: „Besonders positiv an der RUB ist, dass trans* und nichtbinäre Personen sehr leicht einen Antrag auf Namensänderung an das Studierendensekretariat stellen können.“ Viele Dozierende und Studierende seien außerdem zumindest bemüht, wenn es um Themen wie geschlechtsneutrale Anrede, ent-gendern und queere Themen allgemein geht. Aktionen wie das Verteilen von Menstruationsartikeln an alle menstruierenden Menschen findet Feo ebenso löblich. Zu tun gibt es selbstverständlich auch hier noch: „Besonders wichtig wären vor allem noch geschlechtsneutrale Toiletten“. Für nichtbinäre und trans* Studierende wären diese ein großer Beitrag dazu, sich am Campus wohlzufühlen. 

Safer Spaces an der RUB, Veranstaltungen und Infos findet ihr auf den Seiten des Autonomen FrauenLesbenReferats, Autonomen Schwulenreferats, und der
Instagram-Seite von Queer an der RUB

:Jan-Krishan Spohr