Studentisches Hilfsprojekt für LandwirtInnen in Ruanda
"Jeder Like ist ein Gewinn"
Bild: Gaia Greenhouse
Anhand der Ziele für die Enactusprojekte: „Sustainable develpoment goals“ Aktionskampagne des UN-Generalsekretärs setzen sich die StudentInnen für Ruanda. Bild: Gaia Greenhouse
Anhand der Ziele für die Enactusprojekte: „Sustainable develpoment goals“ Aktionskampagne des UN-Generalsekretärs setzen sich die StudentInnen für Ruanda.

Campus. Im Rahmen der Studierendeninitiative Enactus wollen Studis mit Hilfe eines Gewächshauses, LandwirtInnen in Ruanda unterstützen.

Ehrenamtliche Studierende arbeiten bei Enactus RUB e. V. an unterschiedlichen Pro­jekten, um die Welt in kleinen Schritten zu verbessern. Nach dem Leitmotto „Gelegen­heiten erkennen. Handeln. Entwicklung för­dern.“, wollen sie wirtschaftliche und nach­haltige Optionen für Dritte schaffen. Seit Februar arbeitet ein Team von sechs Stu­dierenden an einem Gewächshaussystem, das unter dem Namen „Gaia Greenhouses“ bekannt ist. Die Idee für das Projekt kann ih­nen nachdem ihr Projektleiter, der während eines Türkeiaufenthalts merkte, wie nütz­lich Gewächshäuser doch seien und war­um man diese nicht Weltweit nutze. „Gaia Greenhouses“ besteht aus drei Phasen und soll den Kleinbauer und -bäuerinnen in Ru­anda helfen, den Hunger dank größerer Ern­ten, nachhaltig zu bekämpfen. „In der ersten Phase wird der selbstgemachte Bio-Dünger erstellt, der aus getrockneten Kaffeeresten und Bananenschalen besteht. Diese werden dann für 24 Stunden in Wasser eingelegt und anschließend wieder rausgenommen. Fertig ist unser Bio-Dünger“, sagt Martin Nyoni, der für die Recherche bezüglich der Infrastruktur vor Ort verantwortlich ist.

Frühbeete, die stufenweise an Wänden von Häusern angeordnet werden, sorgen in Phase zwei für eine optimale Versorgung der Pflanzen. Unter dem Kastensystem sei ausreichend Platz für Tonkrugkühler, die eine kühle Lagerung für die zu Ernte ermöglicht. Als Kühlung dienen zwei Tonge­fäße, zwischen denen sich eine Schicht aus feuchtem Sand befindet. Diese werden mit einem feuchtem Lappen abgedeckt, sodass die Kühlung ohne Elektrizität möglich ist. Die dritte und letzte Phase besteht aus dem Ernten und Lagern der Erträge.

Gewächshäuser in 20 Gemeinden

„Unser langfristiges Ziel ist es, 100 Famili­en mit den Gewächshäusern zu versorgen. Dies wäre durchaus möglich, wenn wir es bei dem aktuellen Wettbewerb „Generati­on-D“ über das Facebookvoting ins Finale, nach München, schaffen würden. Dort könnten wir 15.000 Euro gewinnen und hof­fen auf jede Unterstützung, die wir kriegen können, um unserem Ziel etwas näher zu kommen. Denn jeder Like ist ein Gewinn“, meinte Martin.

:Abena Appiah