Studierendenkongress Komparatistik trifft sich in Bochum
Diskussionsstoff Sexualität

An der Ruhr-Universität Bochum findet vom 27. bis 29. Juni 2014 der 5. Studierendenkongress Komparatistik (SKK) statt. Das diesjährige Thema lautet „Literatur und Sexualität“.

Nachdem in den vergangenen Jahren die Themen „Literatur und Freiheit“, „Literatur und Mythos“, „Literatur und Gewalt“ sowie „Literatur und Wahnsinn“ behandelt wurden, befasst sich die fünfte Ausgabe des SKK nun mit „Literatur und Sexualität“ – laut den OrganisatorInnen eines der facettenreichsten Themengebiete der Literaturproduktion und -rezeption.

„Quer durch die verschiedensten Epochen und literarischen Gattungen ist Sexualität aufgrund moralischer, psychologischer, anthropologischer und nicht zuletzt auch ästhetischer Prämissen immer wieder neu bewertet und in ihrer Darstellung modifiziert worden“, heißt es auf der Internetseite zum SKK. Dabei geht es unter anderem um Fragen nach den Figuren und Motiven, die bei der Darstellung von Sexualität verwendet werden, wie verschiedene sexuelle Orientierungen dargestellt werden oder wann welche Inhalte der Zensur unterlagen. Auch mit interdisziplinären Ansätzen, etwa aus Blickwinkeln der Gender Studies oder der Psychoanalyse, aber auch der Medizin, Philosophie und Anthropologie, könne man sich dem Thema „Literatur und Sexualität“ annähern.

Austausch und Denkanstöße

Der Studierendenkongress Komparatistik (SKK) wird seit 2010 von Studierenden verschiedener Universitäten im deutschsprachigen Raum organisiert. Studierenden der Komparatistik soll auf diese Weise schon frühzeitig die Möglichkeit gegeben werden, Forschungsinteressen sowie Ergebnisse vorzustellen und mit Studierenden anderer Hochschulen zu diskutieren. Eine Vielzahl von Vorträgen soll zudem Denkanstöße für die weitere Auseinandersetzung mit dem Themengebiet geben. Dazu dient auch ein Tagungsband, in dem nach einem SKK eine Auswahl von Vorträgen veröffentlicht wird. Die Veranstaltung richtet sich dabei nicht ausschließlich an Studierende der allgemeinen und vergleichenden Literaturwissenschaft, sondern auch an andere Fachbereiche.