German Comic Con Dortmund: Viel Geld für wenig Berühmtheit
Die hundertfache Harley
Foto: Sarah Sodke
Erneut volles Haus: Hasselhoff und Co. lockten die Massen an. Foto: Sarah Sodke
Erneut volles Haus: Hasselhoff und Co. lockten die Massen an.

Am vergangenen Wochenende fand die zweite German Comic Con in den Westfalenhallen Dortmund statt. Ein Tummelplatz für Comic-Fans jeder Sorte.Die Messe, die 2015 erstmalig in Dortmund stattfand und zehntausende Fans anlockte, war auch dieses Jahr gut besucht.

Auffällig war der Trend zum Harley Quinn-Kostüm in unterschiedlich gelungener Umsetzung. Der Strom aus StormtrooperInnen, nordischen Gottheiten und anderen Kostümierten neben Normalos verteilte sich auf drei Hallen und die Main Stage. Es gab an Verkaufsständen mit Merchandise-Artikeln alles zu kaufen, was das Fanherz höher schlagen lässt.

Berühmt?

Die Convention lockte im Vorfeld mit einem breiten Star-Angebot, viele Berühmtheiten hatten jedoch abgesagt. Neben Altstars wie David Hasselhoff und Hellboy-Hauptdarsteller Ron Perlman sowie Darstellenden aus Ur-Star Wars  punktete die Con mit Mitwirkenden aus Serien wie „Vikings“ oder „Game of Thrones“. Für 20 Euro aufwärts konnte man ein Autogramm erhaschen, für ähnlich kleines Geld standen die SchauspielerInnen sogar für Fotos zur Verfügung. Auf der Hauptbühne kam jeder der Stars zu Wort, erzählte von Projekten und beantwortete Fanfragen. Auf der Cosplay Stage fand ein Programm für die Anime- und Manga-Fans statt. Berühmte Zeichner wie Aaron Lopresti konnte man in der Artists Alley finden.

Viel Eintritt für mehr Geldausgeben

Schon 2015 waren die MessegängerInnen über die Ausstattung der Con teils unzufrieden.

„Sie war im Vergleich zum letzten Jahr etwas besser und hatte mehr Comic-Elemente. Leider war das Angebot immer noch einer richtigen Comic Con unwürdig, wenn man es mit den Conventions in Amerika vergleicht“, meint Jacky, die schon 2015 dabei war. „Die 20 Euro Eintritt sind schon recht happig und dann zahlt man beim Besuch noch für alles andere.“

2017 finden zusätzlich Cons in Berlin und Frankfurt am Main statt. Die Befürchtung, dass die Veranstaltenden sich damit selbst die Stars und so auch die Besuchenden abgraben, ist groß. Zumindest die Exklusivität wird verloren gehen.

Gastautorin :Sarah Sodke
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