Werde aktiv: „HoPo brennt“ macht’s möglich
Der HoPo geht der Arsch auf Grundeis
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AStA-Kampagne lockt Studis ins AZ: „HoPo brennt für Euch“ will Hochschulpolitik wieder attraktiv und lohnenswert machen. Bild: ken
AStA-Kampagne lockt Studis ins AZ: „HoPo brennt für Euch“ will Hochschulpolitik wieder attraktiv und lohnenswert machen.

Hochschulpolitik. Knapp sechs Wochen sind es bis zum Wahlkampf an der RUB. Die Listen ringen um Nachwuchs, es gibt Kennenlernabende. Auch der AStA will aufklären: Am 17. Oktober hatte die Kampagne „HoPo brennt für Euch“ ihre Auftaktveranstaltung.

„Ein Problem, das wir erkannt haben, ist, dass sich immer weniger Studis engagieren“, führt Sebastian Flack in die Veranstaltung ein. Die Kooperationskampagne von kofee e. V. und dem Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) will Hochschulpolitik wieder in die Köpfe der Studis holen, Engagement wieder attraktiv gestalten und Studierende aktiv zum Mitmachen bewegen. „Wir wollen Studierende informieren und motivieren, sich aktiv an der Gestaltung des Campuslebens zu beteiligen“, erklärt Sebastian. „Wir wollen, dass geleistetes Engagement wieder wertgeschätzt wird.“

Klotzen statt Labern!

Die von den etwa 30 TeilnehmerInnen angesprochenen Themen sind divers und bilden viele Bereiche ab, in denen am Campus Verbesserungsbedarf besteht. 

Laura aus dem Fachschaftsrat (FSR) Biologie erzählt, dass FSRe Nachwuchsprobleme hätten, speziell seit der Abschaffung der Studiengebühren – diese konnten nämlich durch eine ehrenamtliche Tätigkeit, also Fachschaftsarbeit, kompensiert werden. Der Anreiz, sich zu engagieren, sei deshalb sehr gering und vorhandenes Engagement werde nur wenig gewürdigt. Aber auch ganz alltägliche Dinge seien für sie Grund genug gewesen, die Veranstaltung zu besuchen: etwa die Aspekte Flyer- und Mediendesign oder die Kommunikation mit der Öffentlichkeit. 

Teilnehmerin Linda erklärt, sie sei durch Flyer auf die Veranstaltung aufmerksam geworden. Für sie stehe Studienfinanzierung im Mittelpunkt. „Viele Studierende bekommen kein BAföG, obwohl die Eltern ein Studium nicht finanzieren können.“ Auch beim Thema Rundfunkbeiträge sehe sie Probleme, an deren Lösung sie gern mitwirken möchte.

Teilnehmerin Soo ist zudem der Meinung, der Campus sei unattraktiv: „Die Plakatsäulen sehen einfach nicht schön aus“, erklärt sie. Außerdem störe es sie, dass das Campusfest in diesem Jahr so kommerziell gewesen sei. „Letztes Jahr war das nicht so, da hat’s mir besser gefallen.“

Teilnehmer Elias erzählt, der letzte große Erfolg, den die Hochschulpolitik für sich reklamiert und von dem er mitbekommen habe, sei die Abschaffung der Anwesenheitspflicht gewesen. „Natürlich gibt es kleinere Erfolge wie Foodsharing.“ Ein anderer Teilnehmer stimmt ihm zu und sagt, es müssten „Handlungsstärke demonstriert“ und „Erfolge nach außen getragen“ werden. Elias sieht das ähnlich: „Man kann sich für Erfolge ruhig mal feiern“, erläutert er sein Statement zur Abschaffung der Anwesenheitspflicht.

In kleinen Schritten Richtung Ziel

Nach der Vorstellungsrunde schlossen sich kleine Arbeitsgruppen zu einzelnen Themen zusammen. Die AGs erarbeiteten erste Lösungsansätze zu neuen Werbekonzepten, Informationsweitergabe über HoPo oder Networking an der RUB. Die Arbeit der Kleingruppen wird in den kommenden Wochen fortgesetzt. Es sei angepeilt, den „Workspace“ immer dienstags im Weltraum (UFO) zu etablieren und dort weiterzuarbeiten, erklärt Philipp Nico Krüger, Referent für Hochschulpolitik im AStA.  

:Kendra Smielowski

Zeit:Punkt

„HoPo brennt“ jeden Dienstag ab 18 Uhr im Universitätsforum (UFO) im Weltraum. JedeR ist eingeladen, zu kommen, sich einzubringen und die Hochschulpolitik aktiv mitzugestalten.