Ein kurzer Einblick hinter die Kulissen des Kulturbüros der RUB
Boskop ist nicht nur ein Apfel
Foto: Akafö Presse
Ein fröhliches Team: Die MitarbeiterInnen vom boskop-Kulturbüro sind zufrieden mit ihrer Arbeit. Foto: Akafö Presse
Ein fröhliches Team: Die MitarbeiterInnen vom boskop-Kulturbüro sind zufrieden mit ihrer Arbeit.

Die RUB ohne kulturelles Programm ist kaum vorstellbar, auch wenn wir nicht jeden Tag wahrnehmen, wer alles dahinter steckt. Plakate und Flyer überfluten den Campus mit externen, kommerziellen Veranstaltungen. Schauen wir uns aber die AStA-Säulen an, sehen wir immer wieder spannende Projekte von unserem internen Kulturbüro – boskop. Doch wer und was ist das Akafö-Kulturbüro, welches wie eine Apfelsorte heißt? Die :bsz hat nachgefragt und gibt den Menschen, die hinter diversen Campusveranstaltungen stecken, das Wort.

 

Als Modellversuch von Bund und Land NRW startete die „Bochumer studentische Kulturoperative“ – kurz: boskop – 1986 mit dem Ziel das Engagement von Studierenden im kulturellen Bereich zu fördern. Die Leitung der boskop-Arbeit übernahm Ulrich Seifert für gute 25 Jahre.

Nach vier Jahren wurde das Kulturbüro ins Akademische Förderungswerk inte­griert, dies geschah in Verbindung mit dem Auftrag studentische Projekte anzuregen, aufzubauen und zu fördern. Die Eingliederung funktioniert bis heute. Laut eigenen Angaben ist das Kulturbüro als Akafö-Abteilung für die Bochumer Hochschulen und die Westfälische Hochschule in Gelsenkirchen, Recklinghausen und Bocholt zuständig. Angesprochene Zielgruppe sind Studierende, MitarbeiterInnen der Hochschulen und des Akafös sowie Interessierte aus Stadt und Region.

Leitungswechsel

Nach Ulrich Seiferts Amtszeit übernahm 2012 Heiko Jansen, der seit 2004 in der Pressestelle des Akafös tätig war, die Leitung von boskop. Schon damals unterstützte Jansen das Kulturbüro mit der Erstellung von Werbung und Publikationen, denn besonders mit der Kulturszene ist er bestens vertraut. Schon in der Schulzeit unternahm Heiko Jansen im Theaterbereich erste Schauspielversuche, danach folgten kulturelle Tätigkeiten in Moers, wie zum Beispiel Filmprojekte. Darüber hinaus war der jetzige boskops-Leiter Vorsitzender eines Filmclubs. Später studierte er Film- und Fernsehwissenschaft, Theaterwissenschaft und Soziologie bei uns an der RUB. Als wäre das nicht schon zeitaufwendig genug, war Jansen auch Mitglied seines Fachschaftsrates, AStA-Referent für Popkultur, sowie Kommunikation, später Kultur und engagierte sich als Student im Bereich Veranstaltungsorganisation und auch als :bsz-Redakteur. Das Schauspielern lässt er bis heute nicht sein: Zuletzt konnten wir Heiko Jansen als Plätzchenbäcker bei der Christmas Show auf der Studiobühne im Musischen Zentrum sehen. Plätzchenkreationen wie Apfelmus mit Eierschale mundeten allen ZuschauerInnen, die einen tollen Blick auf die offene und mobile Küche auf der Bühne hatten.

Ein kreatives Team …

Natürlich kann Heiko Jansen nicht alleine all die Arbeit des Kulturbüros bewältigen. Bei Finanzen, Technik und Musikreihen hilft ihm Frank Drabe. Für Veranstaltungskoordination und Workshops ist die Kollegin mit dem passenden Nachnamen Katharina Kunst verantwortlich. In Jansens Fußstapfen im Bereich der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit ist Christiane Heckeler getreten: „Wir fördern und unterstützen studentische Kultur, konzeptionieren und realisieren Veranstaltungen, bieten ein reichhaltiges Kurs- und Workshop-Programm und verleihen kostengünstig Technik an studentische Initiativen“, so Heckeler. Ein Beispiel für ein solches Programm ist das Austauschprogramm nach Polen, um das sich Karolina Kubiak kümmert. Das Programm wird zum größten Teil von boskop finanziert, sodass die Studierenden für einen kleinen Eigenanteil für mehrere Wochen nach Polen fahren können, um die Sprache und Kultur unseres Nachbarlandes kennenzulernen.

… für tolle Projekte

In der Vergangenheit bescherte uns das boskop-Team viele interessante Projekte wie zum Beispiel das Campusfest oder das bilinguale Theaterprojekt „Krakboom“, welches in Zusammenarbeit mit der Jagiellonen-Universität Krakau teils auf Polnisch und teils auf Deutsch inszeniert wurde.

Dieses Jahr bietet das Kulturbüro wieder tolle Projekte an. Eins davon ist der Campus RuhrComer  am 16.Juni 2014 – ein Musikwettbewerb für Studierende im Ruhrgebiet, ausgetragen an verschiedenen Hochschulen im Pott, darunter Gelsenkirchen und Dortmund. Das Finale findet dann in Bochum statt. Nur zwei Tage später, am 18. Juni 2014, findet eine Bühnen-Kooperation mit dem AStA bei RUBissimo im Querforum West und dem Forumsplatz statt. Im Juli ist es dann wieder mit der trailer-Wortschatzbühne bei Bochum Total so weit.

Mit diesen interessanten Projekten vergeht das Sommersemester umso schneller und nach einer Vorlesung im dunkeln Saal können wir uns auf ein kulturelles Programm Draußen freuen.