Die Darstellenden Künste und ihre Geschichte
Bochum und das Theater
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Eindrucksvoll: Das Denkmal der Schauspielerin Tana Schanzara vor dem Schauspielhaus Bochum. Foto: ck
Eindrucksvoll: Das Denkmal der Schauspielerin Tana Schanzara vor dem Schauspielhaus Bochum.

Bochum ist eine der großen Kulturstädte im Ruhrgebiet und bietet Euch ein breites kulturelles Angebot. Schnell wird deutlich, dass unsere Unistadt mehr ist als geschlossene Nokia- und Opelwerke. Die Darstellenden Künste und die mehr als zehn Theater, die Euch offenstehen, sind hierfür der Beweis. Das Detroit-Projekt des Schauspielhauses Bochum und der Urbanen Künste Ruhr widmet sich der Neuorientierung und Identitätssuche Bochums. Das einjährige internationale Stadt- und Kulturfestival zeigt, wie das Theater mit Bochum verwoben ist. Hier entstehen Dialoge, hier wird gezeigt, wie sehr die Darstellenden Künste Bochum mitgestalten wollen und dass sich die Identität einer Stadt nicht nur durch ihre reine Wirtschaftlichkeit definiert.

Das städtische Schauspielhaus ist das älteste  existierende Theater und bot Größen des Theaters wie Tana Schanzara, die mit einer Statue vor der Spielstätte gewürdigt wurde, eine Bühne. Es bietet Studierenden der RUB nahezu kostenlosen Eintritt für sowohl moderne als auch klassische Stücke.

Siebenundzwanzig Jahre nach der Gründung der Ruhr-­Uni­versität öffneten sich auch die Wissenschaften dem Theater: 1989 wurde der Studiengang Theaterwissenschaft eingerichtet. Der Ursprung des Instituts für Theaterwissenschaften war nicht ein Impuls von staatlicher Seite, sondern lag im besonderen Interesse von Bochumer PhilologInnen für das Dramatheater. In den 60er und 70er Jahren zählte nämlich das Schauspielhaus Bochum in der BRD zu den fortschrittlichsten Theaterstätten. Neben städtischen Einrichtungen gibt es aber auch nicht-städtische Theater. So beispielsweise das 1991 gegründete Prinz-Regent-Theater, das seinen Schwerpunkt auf die Inszenierung zeitgenössischer Dramatik legt, sich aber darauf nicht beschränkt. Aber auch das räumlich kleine, aber künstlerisch große Rottstr5-Theater, das mit Aufführungen wie zum Beispiel „Fight Club“ oder „Trainspotting“ neue Perspektiven bietet und inzwischen eine Hausnummer in der Bochumer Theaterszene ist.

Kurz gefasst ist es also eine Mischung aus städtischem, wissenschaftlichem und privatem Interesse, die dazu beiträgt, dass das Theater in Bochum lebendig ist. Neben den genannten Orten gibt es noch zum Beispiel das Theater Total, die Studiobühne des Musischen Zentrums an der RUB oder das Theater der Gezeiten. Ihr habt also viele weitere Möglichkeiten mit den szenischen Künsten Bochums in Berührung zu kommen. Bochum zu entdecken heißt, Theater zu entdecken.