„Rock Uni Bochum“ mit harter musikalischer Gangart
Bis die Gitarristenfinger bluten
Foto: Levee Break
Zeitreise in die alten Zeiten des Rock: Levee Break. Foto: Levee Break
Zeitreise in die alten Zeiten des Rock: Levee Break.

Auf die RifffetischistInnen warten vier unterschiedliche Bands, die im Rahmen der „Rock Uni Bochum“ abfeiern werden. Nach Folk, Singer-Songwriting und Jazz nun also Rock und Metal. Die Bands haben sich bei den entsprechenden Stellen beworben, so Andreas von Canstein, Zuständiger bei Boskop: „Seitdem die Werbung angelaufen ist, kommen mehr und mehr Anfragen von Bands aus den verschiedensten Stilrichtungen bei uns an. Das freut uns sehr und bestätigt uns in unserem Vorgehen.“  Es sei schwer einzuschätzen, wie viele Musikbegeisterte am Ende dort sein werden. Sollte es jedoch gut laufen, werde es wohl eine Wiederholung geben. 

Die musikalische Palette der ersten Ausgabe ist breit gefächert: Metal Core ist genauso vertreten wie Psychedelic Progressive und Staubrock. Jede Band wird 45 Minuten Stagetime haben. Und alle vier Kapellen sind sehr gespannt auf das Studierendenpublikum. 

Von Wemb bis Hattingen

Die Jungs von Levee Break ermöglichen zumindest musikalisch eine Zeitreise in die glorreichen Tage des Psychedelic und Progressive Rock der Sechziger und Siebziger – aber experimentell gemischt mit Blues und unter dem Slogan „Progressive Blues Rock“ auf die Bühne gebracht. Auf eben jene müssen sie zum Glück nicht zu schnell. Grund: Es ist ja Studipublikum im Haus. Gegründet haben sich die Hattinger bei einem Jam mit dem bezeichnenden Titel: „Nie wieder nüchtern“.

Die Verbindung „Alkohol und Rock“ hat auch zur Gründung der Band The Duke’s Pleasure geführt: Sowohl Arne als auch Nico sind im Metalgeschäft unterwegs gewesen, bevor „sich aus der Bierlaune heraus eine Band entwickelt hat.“ Zusammen mit Herzog, dem Dritten im Bunde, spielen sie klassischen Hardrock, garniert mit anderen Einflüssen wie Post Modern. Sie wollen sich aber nicht auf ein Schlagwort festlegen und klassifizieren lassen. 

Staub und Melodiemetal

Silence Goodbye haben dagegen als AC/DC-Coverjugendband angefangen und sind mittlerweile beim sogenannten Staubrock angekommen. Sie beschreiben es so: „Das, was uns an der Rockmusik der letzten 40 Jahre gefällt, versuchen wir auf einen Nenner zu bringen.“  Die Jungs aus Wemb freuen sich schon auf das Studipublikum, das garantiert auch unter der Woche „die Hütte vollmacht“. Bei der Frage, ob die Band Die Ärzte oder Die Toten Hosen präferieren würde, kam es zu einem kurzen Schlagabtausch vor der Bandprobentür. Keiner obsiegte, man einigte sich auf ein Unentschieden. 

Mit einem Mix aus Metal und Hard Rock bringen Part Of The Chain schließlich das Publikum seit 2014 zum Abgehen. Dabei verzichtet man auf einen Shouter; nur cleaner Gesang ist zu hören. Und natürlich viele Soli à la Melodiemetal.  Die fünfköpfige Gruppe nennt einige Einflüsse wie Metallica, In Flames oder auch Blind Guardian. Doch schon von vornerein wurde Eigenes komponiert und nicht gecovert. 

ZEIT:PUNKT

• Donnerstag, 26. Januar, 20 Uhr. KulturCafé, RUB. Eintritt frei.

:Andrea Lorenz