Blue Square

Nicht mehr lange, dann werden Großbritannien und die EU getrennte Wege gehen. Das Blechbläserensemble nimmt nun mit einem lachenden und einem weinenden Auge Abschied. Das Ensemble hat die Literatur nach Einflüssen von der Insel durchforstet und präsentiert jetzt ein Programm mit Werken aus Britannia.

Nicht zuletzt durch die Fälschung des Spiegel-Redakteurs Claas Relotius sind Fake News ein Gebiet, dass Redaktionen überall beschäftigt. Deshalb hält Dr. Martin Doll, Medienwissenschaftler der Heinrich-Heine Universität Düsseldorf, den Vortrag „Fälschung und Fake: Hat die Wahrheit eine Geschichte?“ im Blue Square, in dem er auf den Journalismus im postfaktischen Zeitalter eingeht und erklärt, wie man einen weniger fixierten Wahrheitsbegriff anwenden kann, ohne komplett relativierend eine Alles-ist-möglich-Mentalität einzunehmen.
 

„Von der Wüste, ins Meer, an den Schreibtisch und zurück“: Ob Kenia, die Seychellen, Norwegen oder Australien, Dr. Sebastian Striewski ist Biologe und bereist, um zu forschen und Wissen zu vermitteln, die Welt. Mittlerweile unterhält er eine private Agentur für Naturreisen. Er spricht anhand von Fotos über Höhen, Tiefen und Vorbereitungen seiner Reisen, vermittelt Einblicke in Korallenriffe, Labore und Wüsten.

Na, hast du Moby Dick gehasst, geliebt oder nie gelesen? Das Werk Hermann Melvilles polarisiert bis heute und findet noch immer Eingang in die Popkultur, wurde aber zu Lebzeiten des Autors hauptsächlich kritisiert. Wie es später ein Werk der Weltliteratur wurde, erläutert Dr. Martina Pfeiler, Dozentin am Englischen Seminar der RUB, anlässlich Melvilles 200. Geburtstags.

Shakespeares Zeitlosigkeit wird ständig betont. Doch wieso ist das eigentlich so? Die Sprache der Texte ist reich an Metaphern und komplizierter Sprache und die dargestellten Gesellschaften und Figuren sind entsprechend in der heutigen Zeit nicht immer leicht zu finden. Warum es trotzdem zutrifft, erläutert Prof. Roland Weidle vom Englischen Seminar der Ruhr-Universität Bochum am Beispiel von Romeo und Julia, welches auch heute noch viele junge Menschen begeistert.

Der derzeit stattfindende Rechtsruck bedeutet auch, dass Bildung in Schulen und Universitäten zunehmend von der rechten Seite torpediert wird. Grund dafür sind zum Beispiel konstruierte Vorwürfe der AfD gegen eine vermeintliche Neutralitätspflicht. Um einer Diskursverschiebung entgegenzuwirken und demokratische Werte deutlich zu verteidigen, lädt die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaften (GEW) und die Fakultät für Sozialwissenschaften der RUB zur Podiumsdiskussion „Bildung offensiv demokratisch gestalten – Antworten auf den Versuch einer bildungspolitischen Einflussnahme von rechts“ ein.

Start ins Wochenende mit „Werkstattgesprächen über das Geschriebene“ im Bochumer Blue Square. Mit Fragen wie: „Wer bin ich, wann und wo?“ beschäftigen sich am Freitag RUB Prof. Ralph Köhnen und der Autor und Herausgeber Artur Nickel innerhalb eines Vortrags der bobiennale für die Ruhrliteraten im Quadrat. Bei dem Vortrag gibt es auch Tipps für alle Schreibenden. Sei es für den Umgang mit Schreibblockaden, das Finden von Ideen für Euren Roman oder einfach nur dafür, ein Bewusstsein zu entwickeln, wann wir am besten, schönsten oder am ehrlichsten schreiben.

Ein Vortrag über Transhumanistische Visionen der Menschmaschine unter der Prämisse „Mich halten keine Fäden fest“ findet am kommenden Dienstag im Blue Square in Bochum statt. Referent Dr. Kevin Liggieri von der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich beschäftigt sich mit diesen Fäden und fragt sich, wann und ob wir diese vielleicht verlieren, was uns noch sichert und hält, während auf historische und gegenwärtige Debatten eingegangen wird.
 

Typisch Karma“ ist ein geläufiger Satz. Im Duden wird Karma als „die Form der Wiedergeburt eines Menschen bestimmendes Handeln beziehungsweise das durch früheres Handeln bedingte gegenwärtige Schicksal“ bezeichnet. Der Tibetologe Dr. Jan-Ulrich Sobisch geht diesem Wort in seinem Vortrag „Karma in aller Munde“ auf den Grund.

Referent Dr. Philipp Weber vom Germanistischen Institut lädt am Montag, den 15. April zum Vortrag in den Blue Square ein. Der Referent möchte in Friedrich Schillers Denken über Schönheit einführen und die wesentlichen Elemente seiner Philosophie aufzeigen. Außerdem soll eine Diskussion über die Aktualität seiner Gedanken angeregt werden.

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