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„Under the Dome“, „Herr der Fliegen“ und „The 1000“ zeigen ein vielversprechendes Erfolgskonzept, welches sich auch die Netflix-Serie „The
Society“ zunutze macht: Man nehme eine Gruppe von Menschen (am besten Jugendliche), setze sie an einen Ort, der abgeschnitten von der restlichen Zivilisation ist und schaut dann, zu welcher Gesellschaft sie sich zusammenfinden – Anarchie, Demokratie oder Diktatur? In „The Society“ werden die einzelnen Herrschaftsformen jedoch nur angeschnitten, vielmehr geht es darum, zu schauen, wie die Jugendlichen ihr bequemes Leben hinter sich lassen müssen, um zu überleben, wie sie sich zu einer brüchigen Gemeinschaft zusammenraufen und die Pubertät im Schnelldurchlauf durchleben. Da die Coming-of-Age-Serie nur aus zehn Folgen á ca. 55 Minuten besteht, eignet sie sich hervorragend zum Binge Watching und man kann über einige Fehler und Ungereimtheiten hinwegsehen. Dass es eine zweite Staffel geben muss, macht das Ende klar, bei dem man sich fragt: Haben sie in den letzten zehn Episoden nichts gelernt?         

:mag

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